
Den Elferrat gab es bei den Fastnachtssitzungen des KSV Urberach erst einmal auf der Leinwand. Die höchsten Vertreter der KSV-Fastnacht glänzten in ihrem Eröffnungsfilm „Elferrat goes Blues Brothers“, ehe sie ihre Stammplätze auf der Bühne einnahmen. Dort durfte Sitzungspräsident Lars Löbig dann ein abwechslungsreiches Programm ankündigen.
Die „Rotfünkchen“, die neuformierte Minigarde, eröffneten die Sitzung. Bis Oktober vergangenen Jahres wurde die Mini-Garde noch von Mia Lanzenstiel trainiert. Danach gewann der Verein Alina Brandt nach achtjähriger Pause für einen Neustart ihrer Trainerkarriere. Unterstützt wird sie von Luisa Hahn. Elferratsmitglied Frank Schwarzkopf hatte als Hausmeister „Ernst Haft“ mehrere äußerst humorvolle Auftritte. Unter anderem schob er den „Häfner von Orwisch“ mitsamt seinem Sockel die Bühne. Protokoller Bastian Lamprecht ließ die Feierlichkeiten zu 750 Jahre Urberach Revue passieren, er widmete sich der Bürgermeister- und der Bundestagswahl. örtlichen Blitzern sowie den städtischen Haushaltssorgen. Nach seinem Vortrag wurde Bastian Lamprecht von „Ernst Haft“ wieder von der Bühne geleitet. Der Hausmeister kehrte im Laufe des Abends unter anderem mit einer Zaubershow, unterstützt von seiner Ehefrau Mechthild (Michi Ruppert) auf die Bühne zurück.
Dass auch die Mini-Show-Dancers Konfetti in der Blutbahn haben, war bei den KSV-Sitzungen nicht zu übersehen. Die Truppe der vier Trainerinnen Jennifer Schwäbe, Sandra Dormehl, Sonja Schrod und Vanessa Gruber bot einen Showtanz nach Disneys Vaiana. Auch die von Luisa und Celia Martinez trainierten „Red Rubies“ begeisterten das Publikum. Sitzungspräsident Lars Löbig geriet als herbeigerufener Installateur an eine Wahrsagerin (Michael Wernert), frei nach dem Motto: Siphon meets Orakel.
Der KSV empfing bei seinen Sitzungen auch närrische Hochkaräter von auswärts. Tom Bonifer vom KVD aus Dieburg erzählte von seinem Besuch einer Tanzschule. Die Showtanzgruppe Amaya vom TV Hergershausen bereicherte die KSV-Sitzungen schon mehrfach. Vor der Pause sorgte das Tanzduo Laura Kruse und Lisa Mittelstätt für einen weiteren Höhepunkt des Abends. Der zweite Sitzungsteil wurde von „Spirit of Music“ eröffnet. Die Truppe von Andi Inguanta ist schon längst keine reine Drum- und Bugle-Gruppe mehr. Mittlerweile gibt es auch klassische Töne am Keyboard und am Bass sowie eine weibliche Gesangsstimme.
Eine eigens gebastelte Jukebox ließ die Besucher bei der Playbackshow in Erinnerungen schwelgen. Die Gruppe um Michael Wernert, den Moderator der guten Laune, bot Ute Steiger mit Culcha Candela, Mia Lanzenstiel als Anna Maria Zimmermann, Sascha Farwick als Thomas Anders sowie Andrea Bockstahler und Steffi Schultheis als Helene Fischer im Duett mit Kerstin Ott. Die Hermes House Band wurde angeführt von Nadesh Steiger, Manuela Lanzenstiel trat als Gianna Nannini auf.
Peter Scholz, langjähriger Sitzungspräsident und Protokoller der Sängerkranz-Gickel (Gesangsverein Sängerkranz Dietzenbach) präsentierte als verrückter „Professor Alkheimer“ das Thema Sprache unter Alkoholeinfluss. Einen Showtanz frei nach dem Motto „Nach dem Regen kommt die Sonne“ brachten die „Trinkerbells“ auf die Bühne. Musik aus Oweroure in Orwisch boten „Die Hausmacher“ Thomas Gotta, Claus Eurich, Michael Langhammer und Gregor Wade. Die von Nadesh Steiger trainierte Garde „Team Red“ war erneut ein Augenschmaus. Ute Steiger ging erstmals in die Bütt. Sie sorgte für Zucht und Ordnung, nicht nur in der Fastnachtszeit.
Die Männer vom Dippehäuser Hofballett waren von ihren Trainerinnen Laura Kruse und Cindy Mittelstädt einmal mehr perfekt auf den Auftritt vorbereitet worden. Die „Belladonnas & Friends“ boten zum Finale ein Medley verschiedener Musicals, darunter Sister Act, Die Schöne und das Biest, Cats, Dirty Dancing, König der Löwen und Starlight Express. Die Gruppe war mit eigenhändig gebastelten Kostümen, Masken und zum Schluss sogar auf Rollerblades unterwegs. Am kommenden Sonntag, 8. Februar, findet im KSV-Heim ab 15.11 Uhr der Kindermaskenball statt.
(Text: PS)

