
Die Veranstaltung „Leben mit Skoliose“ in der Handelskammer Wiesbaden brachte zahlreiche Behandlerinnen und Behandler, Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte zusammen. Der Nachmittag bot eine gelungene Kombination aus fachlichem Input und offenen Gesprächsrunden und stieß sowohl vor Ort als auch online auf große Resonanz.
Fachlicher Input für Behandlerinnen und Behandler
Durch den gesamten Nachmittag führte Prof. Dr. Niemeyer (Chefarzt des Wirbelsäulen- und Skoliosezentrums der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden), der als Moderator für einen strukturierten Ablauf sorgte und die zahlreichen Fragen aus dem Publikum und online einband. Im ersten Teil standen Diagnose, Ursachen und moderne Therapieansätze der Skoliose im Mittelpunkt. Herr Ringelspacher (Sanomed Sanitätshaus für Orthopädie- und Rehabilitationstechnik) stellte die ambulante Skoliosetherapie und Korsettversorgung vor. Dr. med. Hülstrunk (Oberarzt Pädiatrie der Asklepios Katharina Schroth Klinik Bad Sobernheim) beleuchtete die psychologischen Aspekte der Erkrankung. Dr. med. Zabar (Chefarzt der Orthopädie der Asklepios Katharina Schroth Klinik Bad Sobernheim) sprach über Skoliose im Erwachsenenalter und die Bedeutung konservativer Therapieformen. Anschließend referierte Prof. Dr. Niemeyer über Skoliose im Kindes- und Jugendalter sowie über operative Korrekturen. Nach einer Pause sprach Dr. Marx (Leitender Oberarzt Wirbelsäulen- und Skoliosezentrums der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden) über operative Versteifungen, und Herr Teuscher brachte als Physiotherapeut (Asklepios Katharina Schroth Klinik Bad Sobernheim) seine Expertise zu physiotherapeutischen Ansätzen nach Operationen ein.
Offene Gesprächsrunde für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte
Im zweiten Teil der Veranstaltung kamen Patientinnen und Patienten, Angehörige und Interessierte in einer offenen Gesprächsrunde mit den Expertinnen und Experten ins Gespräch. Hier brachten sich auch Frau Dr. Plückelmann (Vorsitzende Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe e.V.) und Herr Weitner (Orthopädietechnik) ein, die mit ihren fachlichen Perspektiven und Erfahrungen die Diskussion bereicherten. Dabei wurden Fragen rund um den Alltag mit Skoliose, therapeutische Möglichkeiten und persönliche Erfahrungen aufgegriffen. Der Austausch bot Betroffenen die Möglichkeit, individuelle Anliegen direkt mit Fachleuten zu besprechen.
Die hybride Durchführung ermöglichte eine internationale Teilnahme, und war sowohl für Ärztinnen und Ärzte wie auch Physiotherapeutinnen und -therapeuten als zertifizierte Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Der 2. Wiesbadener Skoliosetag hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll interdisziplinäre Formate für die Versorgung und Begleitung von Menschen mit Skoliose sind.
Kontakt Sekretariat Wirbelsäulen- und Skoliosezentrum: Tel.: (0611) 847 2082 // E-Mail: wirbelsauelenzentrum.wiesbaden@asklepios.com
(Text: PM LPR)

