Im benachbarten Kreis Bergstraße ist bei einem Rind ein Fall der Blauzungenkrankheit (BTV8-Fall) festgestellt worden. Für den Landkreis Darmstadt-Dieburg ergeben sich daraus derzeit keine zusätzlichen unmittelbaren Auswirkungen. Die bereits geltenden Schutz- und Überwachungsmaßnahmen bleiben unverändert bestehen.
Damit ist die Tierseuche weiterhin auf dem Vormarsch. Aufgrund weiterer Nachweise im Landkreis Mainz-Bingen wurde die sogenannte Handelsrestriktionszone ausgeweitet und gilt mittlerweile nahezu in gesamt Hessen. Diese Maßnahmen dienen dazu, Tiertransporte zu regeln und eine weitere Verbreitung des Virus einzudämmen. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg befindet sich bereits innerhalb dieser Kulisse, sodass sich durch den aktuellen Fall im Kreis Bergstraße keine neue Rechtslage ergibt.
Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte Tierseuche, die vor allem Wiederkäuer betrifft. Dazu zählen insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen. Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern durch blutsaugende Stechmücken, sogenannte Gnitzen. Die Erkrankung kann bei betroffenen Tieren Fieber, Entzündungen im Maul- und Nasenbereich, Schwellungen sowie allgemeine Schwäche verursachen. Vor allem Schafe zeigen häufig schwere Krankheitsverläufe, während Rinder neben klinischen Symptomen auch als Virusträger eine Rolle bei der Verbreitung spielen können.
„Für den Menschen ist die Blauzungenkrankheit ungefährlich. Weder besteht eine Ansteckungsgefahr durch den Kontakt mit infizierten Tieren noch durch den Verzehr von Fleisch- oder Milchprodukten,“ so Vize-Landrat Lutz Köhler.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ruft alle Halterinnen und Halter von Rindern, Schafen und Ziegen erneut eindringlich dazu auf, ihre Tiere impfen zu lassen. Die Impfung stellt den wirksamsten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen dar und ist ein entscheidender Baustein, um die weitere Ausbreitung des Virus in Hessen einzudämmen. Das Veterinäramt steht den Tierhalterinnen und Tierhaltern beratend zur Seite und beobachtet die Lage weiterhin aufmerksam.
(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)

