Erfolgreiche Cannabisprävention an Offenbacher Schulen

(Symbolfoto: Pixabay)

Hoher Bedarf und starke Kooperationen führen zu Ausbau der Angebote

Um die Suchtprävention an Schulen zu stärken und damit gesundheitliche Schäden durch Cannabis-Konsum bei Jugendlichen zu vermeiden, wurde ein Cannabispräventionsprojekt an verschiedenen Offenbacher Schulen durchgeführt. Das vom Suchthilfezentrum Wildhof in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Offenbach initiierte und umgesetzte Projekt hat 2024/2025 bereits hunderte Schülerinnen und Schüler erreicht und für das Thema sensibilisiert. Die essenzielle Förderung von bisher 59.250 Euro durch den Verein Sicheres Offenbach macht diese wichtige Präventionsarbeit überhaupt erst möglich.


„Eine frühe und gezielte Prävention ist besonders wichtig und wirkungsvoll. Mein besonderer Dank gilt dem Verein Sicheres Offenbach, dessen Förderungen die Basis für diese wichtige Arbeit legen, sowie dem Suchthilfezentrum Wildhof für die engagierte Umsetzung dieser wertvollen Initiative“, betont Dr. Christiane Faust, Leiterin des Offenbacher Gesundheitsamts.

Zum Start des Projektes 2024 konnten 30 Workshops an Offenbacher Schulen durchgeführt werden, die insgesamt über 550 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 20 Jahren direkt erreichten. In den Workshops lernen die Schülerinnen und Schüler für sie relevante Inhalte zum Cannabiskonsumgesetz, setzen sich kritisch mit dem Konsum von Cannabis auseinander. Zudem werden die jungen Menschen interaktiv und spielerisch sowie altersgerecht über mögliche Gefahren und Risiken von Cannabiskonsum aufgeklärt. Die positive Resonanz und die hohe Nachfrage der Schulen unterstrichen den dringenden Bedarf an dieser Art der Präventionsarbeit. Dies führte zu einer signifikanten Ausweitung der Angebote im Jahr 2025, in dem weitere 46 Workshops angeboten und über 1000 Jugendliche erreicht werden konnten.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für das Projekt ist die enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und die Etablierung strategischer Partnerschaften. Dies verbesserte nicht nur den Zugang zu den Schulen, sondern führte auch dazu, dass das Gesundheitsamt die bewährte Cannabisprävention erfolgreich in den so genannten „Methodenkoffer“ des Jugendamtes überführen konnte – ein wichtiger Schritt zur Etablierung fester Strukturen und der Verstetigung des Angebots. Der „Methodenkoffer“ wurde vor über 20 Jahren im Auftrag des Fördervereins Sicheres Offenbach erstellt und gibt den Schulen eine gute Orientierung zur Präventionsarbeit. Die Schulen können aus einer Fülle an Kursen und Workshops das für sie passende Angebot auswählen und eine Finanzierung beim Jugendamt beantragen.

Die Öffentlichkeitsarbeit und die strategische Ausrichtung der Suchtprävention in Offenbach wurden zudem durch die Einrichtung eines „Runden Tisches Suchtprävention“ maßgeblich gestärkt. Dieser wurde von Wildhof angeregt und wird vom Gesundheitsamt der Stadt Offenbach koordiniert und moderiert. Im Jahr 2025 kam dieses wichtige Gremium zweimal zusammen und vereint Akteure wie das Jugendamt, Ordnungsamt, Staatliche Schulamt, Gesundheitsamt, Wildhof sowie Vertreter der Polizei.

„Wir sind hocherfreut über den Erfolg und die immense Resonanz, die unsere Präventionsarbeit an den Offenbacher Schulen gefunden hat“, erklärt Kim Schön, Vorstandsmitglied des Suchthilfezentrums Wildhof. „Dies unterstreicht den dringenden Bedarf an Aufklärung und Unterstützung für junge Menschen im Umgang mit Cannabis. Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern, insbesondere, dem Gesundheitsamt und dem Jugendamt, ist entscheidend für diese positive Entwicklung.“

Das gemeinsame Ziel des Runden Tisches ist es, die drogenpräventiven Angebote und Strukturen in Offenbach zu begleiten, zu strukturieren und auszuweiten. Die erfolgreiche Übernahme des Cannabispräventionsprojekts in den Methodenkoffer stellt bereits einen ersten konkreten Erfolg dieser Zusammenarbeit dar.

Die erfolgreichen Maßnahmen sollen auch im Jahr 2026 fortgeführt werden. Der „Runde Tisch Suchtprävention“ wird seine Arbeit fortsetzen, mit einem ersten Termin bereits im Januar 2026. Ziel ist es außerdem, die Cannabisprävention an Offenbacher Schulen weiterzuführen und erneut möglichst viele Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Es ist geplant, wieder über 40 Workshops anzubieten, wofür bereits zahlreiche Anfragen von Schulen vorliegen.

Die regelmäßigen gemeinsamen Treffen mit den relevanten Ämtern der Stadt Offenbach sind auch zukünftig ein fester Bestandteil der Kooperationsstrategie, um die Präventionsarbeit nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln. Ein besonderes Augenmerk soll zukünftig, neben der Präventionsarbeit an Schulen, auch auf den besonders gefährdeten oder bereits konsumierenden jungen Menschen liegen.

(Text: PM Stadt Offenbach)