Seit mehr als sieben Monaten kein neuer ASP-Nachweis im Kreis Groß-Gerau

(Symbolfoto: Thomas B. auf Pixabay)

Seuchenbekämpfung zeigt Wirkung

Seit gut sieben Monaten wurde im Kreis Groß-Gerau kein weiterer Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei verendeten Wildschweinen nachgewiesen. Bereits in den Monaten zuvor waren die Fallzahlen deutlich rückläufig. Diese Entwicklung wertet der Kreis als wichtigen Erfolg der intensiven und koordinierten Seuchenbekämpfung.


„Dass seit mehr als sieben Monaten kein weiterer ASP-Fall nachgewiesen wurde, ist ein ermutigendes Signal. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer außergewöhnlich engagierten Zusammenarbeit vieler Beteiligter“, betont Erster Kreisbeigeordneter Adil Oyan.

Der Kreis hebt insbesondere das Zusammenwirken zahlreicher Akteure hervor. Maßgeblich beteiligt sind die Jägerschaft, Hessen Forst, die Ausbilder und Prüfer der Kadaverspürhundeausbildung, Kadaversuchteams mit Drohnen und Kadaverspürhunden, Bergeteams der Städte und Gemeinden, Betreiber der Kadaversammelstellen, Zaunwartungsfirmen, Gefahrenabwehr, Feuerwehren und weitere Hilfskräfte. Ebenso dankt der Kreis den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Mitwirkung sowie das entgegengebrachte Verständnis. Unterstützt wird die Arbeit zudem durch das Regierungspräsidium Darmstadt, das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt sowie die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung.

Im Kreis Groß-Gerau wurden bislang zwei Ausbildungsdurchgänge für Kadaverspürhundeteams erfolgreich absolviert. Die Teams zeigen in der praktischen Suche eine hohe Einsatzbereitschaft und tragen wesentlich dazu bei, potenziell infektiöses Kadavermaterial frühzeitig aufzuspüren und zu bergen. Die festgelegten Drohnengebiete werden in einem kontinuierlichen Vier-Wochen-Rhythmus abgesucht, Kadaverspürhunde kommen wöchentlich und bedarfsorientiert zum Einsatz. Inzwischen ist das Kreisgebiet außerhalb bebauter Ortschaften nahezu vollständig abgesucht und geräumt.

Ein entscheidender Faktor bleibt auch die Rolle der Jägerschaft. Die vermehrt angeordnete Jagd wird konsequent umgesetzt, wodurch der Schwarzwildbestand bereits deutlich reduziert werden konnte. Darüber hinaus unterstützen die Jägerinnen und Jäger die Seuchenbekämpfung durch Beobachtungen zu Wildschweinbewegungen, Kirrungen sowie die Nicht-Verwertung des erlegten Schwarzwildes. Der enge und kontinuierliche Informationsaustausch erweist sich hierbei als besonders wertvoll.

„Die bisherigen Entwicklungen zeigen, dass die ergriffenen Maßnahmen greifen. Gleichzeitig dürfen wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen. ASP bleibt eine ernstzunehmende Tierseuche, die weiterhin höchste Aufmerksamkeit erfordert“, so Oyan.

Auch die Schutzmaßnahmen entlang der Zauntrassen wurden fortlaufend an aktuelle Gegebenheiten angepasst. Die Zäune leisten einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung von Wildschweinbewegungen. Der Kreis erneuert daher seinen Appell, installierte Tore stets geschlossen zu halten. Festgestellte Zaunschäden können über diesen Link gemeldet werden.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage wird derzeit eine großflächige Aufhebung des Kerngebietes im Kreis geprüft. Zudem laufen Vorbereitungen für eine mögliche Rückstufung in Sperrzone I, sofern bis zum Herbst keine weiteren positiven ASP-Fälle auftreten.

„Unser gemeinsames Ziel bleibt es, die ASP dauerhaft aus dem Kreisgebiet zu verdrängen. Die bisherigen Ergebnisse stimmen zuversichtlich, sind aber zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen“, erklärt Adil Oyan abschließend.

(Text: PM Kreis Groß-Gerau)