Sicher feiern: Neuer Zufahrtsschutz am Opernplatz in Frankfurt

Einweihung des neuen Zufahrtsschutz auf dem Opernplatz mit (v.l.n.r.) Christian Müller von der TCF, Oberbürgermeister Mike Josef, Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und Ulrike Gaube vom Mobilitätsdezernat. (Foto: Chris Christes)

19 massive Schutzelemente sichern die sensible Westseite des Opernplatzes

Bevor die Veranstaltungssaison im Frühjahr startet und sich die Menschen zum Flanieren, Shoppen oder auch zum Demonstrieren auf dem Opernplatz treffen, installiert die Stadt Frankfurt am Main nun einen neuen, stabileren und zudem begrünten Zufahrtsschutz am Opernplatz.


Die ersten beiden Zufahrtssperren, die die Besucherinnen und Besucher des Opernplatzes vor Überfahrtaten schützen sollen, haben Oberbürgermeister Mike Josef, Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und Christian Müller, Abteilungsleiter Volksfeste und Veranstaltungen bei der Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt (TCF) am Montag, 23. Februar, eingeweiht. Bis Ende April folgen 17 weitere Objekte, die die Westseite des Opernplatzes – von der südlichen Fußgängerquerung bis zum Operngebäude – wirksam schützen sollen.

Interimslösung wird durch dauerhafte Sicherung ersetzt

Bisher sind besonders sensible Zufahrtsstellen zu öffentlichen Plätzen in der Frankfurter Innenstadt mit Betonbarrieren gesichert, neben dem Opernplatz zum Beispiel die Hauptwache und die Freßgass. Die Objekte, von Frankfurterinnen und Frankfurtern gerne als „Beton-Legosteine“ bezeichnet, sind ein Nebenprodukt aus der Bauindustrie. Nach dem Terroranschlag in Nizza im Juli 2016 hatte die Stadt Frankfurt entschlossen reagiert und diese als schnelle Interimslösung eingeführt. Nun ersetzt die Stadt diese pragmatische Lösung durch eine langfristig ausgelegte, funktionale und gestalterisch integrierte Sicherung.

Robuste Stahlobjekte mit Begrünung statt grauer Betonblöcke

Die 19 neuen mobilen Sperren bestehen aus massiven, zehn Tonnen schweren Stahlquadern mit einer Grundfläche von 2,60 Meter mal 1,20 Meter und einer Höhe von knapp einem Meter. Sie sind deutlich größer und widerstandsfähiger als die bisherigen Elemente. Zudem sind sie mit grauem Aluminiumblech verkleidet und an den Seiten mit einer Prägung – dem Frankfurt-Adler – versehen. In ihrer Doppelfunktion als bepflanzbare Elemente tragen sie zugleich zu einem grüneren und lebenswerteren Stadtbild bei. Die Sperren werden in einem Abstand von bis zu knapp 1,50 Metern aufgestellt. Feuerwehr und Rettungsdienste behalten jederzeit Zufahrt; der Zugang für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen bleibt uneingeschränkt möglich.

„Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger ist Kern staatlicher Verantwortung. Deshalb freue ich mich, dass die provisorische Lösung durch dauerhafte, deutlich widerstandsfähigere Zufahrtssperren ersetzt werden“, sagte Josef.

Siefert ergänzte: „Der neue Zufahrtsschutz macht den Opernplatz nicht nur sicherer, sondern verbessert auch die Aufenthaltsqualität. Robust, flexibel und begrünt fügt er sich in das Stadtbild ein und zeigt: Sicherheit und attraktive öffentliche Räume schließen einander nicht aus.“

„Der neue Zufahrtsschutz lässt sich in die Sicherheitskonzepte für unsere Veranstaltungen integrieren. Das erleichtert den Aufbau unserer Veranstaltungen in Teilen – etwa beim Opernplatzfest im Juni – und schafft die Voraussetzung dafür, dass Besucherinnen und Besucher unbeschwert und sicher feiern können“, erklärte Müller von der TCF.

Wie geht es weiter?

Die restlichen 17 mobilen Zufahrtssperren werden im Laufe des Aprils am Opernplatz installiert. Konzepte für weitere Plätze sind in Planung. Aufgrund der unterschiedlichen räumlichen Bedingungen in der dicht bebauten, verkehrsintensiven Innenstadt und des architektonisch heterogenen Erscheinungsbildes der Frankfurter Plätze werden Gestaltung und Anordnung der Objekte individuell an den jeweiligen Standort angepasst. Die 19 Elemente kosten inklusive Installation voraussichtlich rund 870.000 Euro.

(Text: PM Stadt Frankfurt)