Darmstadt: „Feminismus stärken – Demokratie schützen“

(Grafik: EyestetixStudio auf Pixabay)

„Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des städtischen Frauenbüros am 6. März

Mit Bezug zum Internationalen Frauentag (8. März) und anlässlich seines 40-jährigen Bestehens lädt das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung „Feminismus stärken – Demokratie schützen“ am Freitag, 6. März, in das Justus-Liebig-Haus ein. Die Veranstaltung beginnt um 16.45 Uhr. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Thema Antifeminismus.


„Wir möchten mit möglichst vielen Darmstädterinnen und Darmstädtern zusammenkommen und gemeinsam den Blick auf die drängenden gleichstellungspolitischen Herausforderungen unserer Zeit richten“, so Bürgermeisterin und Frauendezernentin Barbara Akdeniz. „Denn die Entwicklung der letzten Jahre zeigt deutlich: Nicht nur unsere Demokratie ist durch das Erstarken rechter und chauvinistischer Positionen weltweit in Gefahr – auch Frauenrechte und längst verständlich geglaubte Errungenschaften der Frauenbewegung sind akut bedroht. Daher wollen wir uns diesen aktuellen Themen widmen, um kommunale Handlungsansätze für die Zukunft zu entwickeln.“

„Das Schlagwort Antifeminismus bezeichnet eine ideologische Bewegung und gesellschaftliche Praxis, die sich zum Teil organisiert gegen die Gleichberechtigung der Geschlechter, feministische Anliegen und geschlechtliche Vielfalt richtet. Antifeminismus dient als Brückenideologie, die rechten Positionen – genauso wie rassistische Argumente zum Thema Migration – ein Profil und gemeinsames Feindbild verleiht“, so Akdeniz weiter.

Bei der Veranstaltung werden die Hintergründe und Funktionsweisen des Antifeminismus sowie dessen Verbindung zu antidemokratischen Positionen in den Blick genommen. Eröffnet wird das Podium mit der Begrüßung durch Bürgermeisterin Akdeniz und Edda Feess, Leiterin des Frauenbüros. Danach gibt es einen Impulsvortrag von Dr. Laura Sasse, in dem sie theoretische Grundlagen des Antifeminismus beleuchtet und verdeutlicht, wie sich antifeministische Konflikte und Argumente im Alltag zeigen. In einer anschließenden Fishbowl-Runde haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, konkrete Handlungsideen zu entwickeln und diese mit der Impulsgeberin zu diskutieren. Dabei wird auch gefragt, welche Möglichkeiten des zivilgesellschaftlichen Widerstands es gibt, um feministische Positionen zu stärken und ein allgemeines Demokratiebewusstsein zu fördern.

Ziel ist es, die auf dem Podium entwickelten Ideen in den dritten Gleichstellungsaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt einfließen zu lassen, der im Rahmen der Europäischen Charta zur Gleichstellung von Männern und Frauen auf lokaler Ebene (Beitritt Darmstadts 2015) aufgestellt wird. Die Veranstaltung wird von Susanne Ebert (Schmid
Stiftung) moderiert. Ein Rahmenprogramm mit Einblicken in das Darmstädter Frauennetzwerk gibt die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen.

Hintergrund

Der Internationale Frauentag, Weltfrauentag, Frauenkampftag, Internationaler Frauenkampftag oder Frauentag wird weltweit jährlich am 8. März begangen. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen. Die Vereinten Nationen riefen ihn später als Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden aus.

Rund um den Internationalen Frauentag haben Frauenorganisationen Aktionen und Veranstaltungen geplant. Das Frauenbüro veröffentlicht wieder eine Übersicht über die Veranstaltungen des Darmstädter Frauennetzwerks, die dieses Mal in eine Broschüre zum 40-jährigen Jubiläum des Frauenbüros integriert ist. Die Broschüre ist im Bürgerinformationszentrum auf dem Luisenplatz und beim Frauenbüro erhältlich, sie ist außerdem digital auf der Webseite www.frauenbuero.darmstadt.de unter „Aktuelles“ abrufbar.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)