Abwechslungsreiches Schülerkonzert der Musikschule Obertshausen

Unter dem Motto „Klangwelten im Dialog“ präsentierte sich die Musikschule Obertshausen mit einem abwechslungsreichen Schülerkonzert im Bürgerhaus.

Unter dem Motto „Klangwelten im Dialog“ präsentierte sich die Musikschule Obertshausen mit einem abwechslungsreichen Schülerkonzert im Bürgerhaus. Solisten, Duos und Ensembles gestalteten einen Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie vielfältig musikalische Ausdrucksformen sein können – von barocker Tanzmusik bis hin zu Filmmusik und Pop-Arrangements.


Den Auftakt machten Leonie Soltau am Cello und Coco Schaub am Klavier mit „Full Moon“ von Katherine und Hugh Colledge. Das Stück überzeugte mit ruhigem, getragenem Charakter und einem fein abgestimmten Zusammenspiel, das die lyrische Stimmung des Werkes sensibel einfing. Mit „City Lights“ von Kathy und David Blackwell entführte Kyra Rashkevych am Cello das Publikum in eine klangliche Großstadtszene: rhythmisch pointiert und zugleich kantabel gestaltet. Einen romantischen Akzent setzte Lena Kraft mit dem berühmten Schwanenseethema von Tschaikowski. Ausdrucksstark und mit klarem Anschlag ließ sie die weit gespannte Melodie erblühen.

Feierlich und würdevoll erklang anschließend Beethovens „Ode an die Freude“, vorgetragen von Selma Rotsch am Cello. Emely Melina Meyhöfer gestaltete „Song from Secret Garden“ mit viel Gefühl und weichem Klang, während Christopher Guske mit Diabellis „Rondino“ einen heiteren, tänzerischen Ton anschlug. Zu den pianistischen Höhepunkten zählte Chopins „Nocturne in b-Moll“, op. 9 Nr. 1. Deniz Niebuhr überzeugte hier mit feiner Dynamik und poetischer Tiefe. Einen Ausflug in die Welt der Filmmusik unternahm Helen Schultz mit „Beauty and the Beast“ – warm und gesanglich auf dem Cello interpretiert.

Besonders eindrucksvoll präsentierte sich die Cellogruppe mit „Tallis Canon“. Der ruhige, fließende Charakter des Renaissance-Stückes entfaltete in der mehrstimmigen Besetzung eine meditative Wirkung. Begleitet wurde das Ensemble einfühlsam von Verena Wilhelm am Klavier. Mit Lullys „Gavotte“ brachte Dorothee Happ barocke Eleganz und tänzerische Leichtigkeit auf die Bühne. Moderne Klangfarben erklangen mit Yann Tiersens „Comptine d’un autre été“, dassNoemi Kött-Casas transparent und mit feinem Gespür für die schlichte Melancholie des Stücks spielte. Das traditionelle „Scarborough Fair“ erhielt durch Helen Schultz’ Cellovortrag eine sanfte, fast schwebende Note.

Zum Abschluss sorgte die Cellogruppe mit dem kraftvollen Thema aus „Game of Thrones“ für einen imposanten Ausklang – rhythmisch markant und klanglich dicht. Das Konzert zeigte eindrucksvoll das Engagement der jungen Musikerinnen und Musiker sowie die musikalische Bandbreite der Musikschule Obertshausen. Der langanhaltende Applaus des Publikums war ein verdienter Lohn für einen gelungenen Abend voller Klangwelten im Dialog.

(Text: ah)