Wähler bescheren Münsters Bürgermeister 75,9 Prozent und eine zweite Amtszeit

Strahlender Sieger: der alte und neue Münsterer Bürgermeister Joachim Schledt (l.) nach Auszählung der letzten Stimmen am Sonntagabend in der DJK-Halle, wo Jörn Müller (r.) die zentrale Wahlveranstaltung im Ort moderierte. (Foto: jedö)

Joachim Schledt bleibt bis 2032 Bürgermeister der Gemeinde Münster. Die Wähler ermöglichten dem parteilosen Amtsinhaber bei der Direktwahl am Sonntag mit 75,9-prozentiger Zustimmung eine zweite Amtszeit, die der Verwaltungschef formal in wenigen Monaten antreten wird.


Schledt war ohne Gegenkandidaten in die Abstimmung gegangen, nachdem die CDU ihren zunächst nominierten Kandidaten Marcus Milligan im Spätherbst zurückgezogen hatte. Somit hatten die Wahlberechtigten die Möglichkeit, mit „Ja“ für oder mit „Nein“ gegen Schledt zu stimmen. Der Bürgermeister hatte vor der Bekanntgabe der Ergebnisse auf mindestens 70 Prozent Ja-Stimmen gehofft. Sein Ziel erreichte er und legte sogar noch ein bisschen was drauf.

59 Prozent der wahlberechtigten Münsterer hatten von ihrer Möglichkeit Gebrauch gemacht, für oder gegen eine Weiterbeschäftigung Schledts im Rathaus zu votieren. Schon nach Bekanntgabe des Resultats aus dem ersten ausgezählten Wahlbezirk entspannte sich der 56-Jährige am Sonntagabend auf der zentralen Wahlveranstaltung in der Sporthalle der DJK Blau-Weiß sichtlich. „Die Anspannung ist doch größer als gedacht“, hatte er wenige Minuten vor Veröffentlichung der ersten Zahlen zugegeben.

Große Unterschiede zwischen seinen Werten in den einzelnen Wahllokalen gab es nicht. Am schwächsten schnitt Schledt in jenem Wahlbezirk im Münsterer Süden ab, der seine Stimmen im Feuerwehrhaus abgab. Auch hier lag er mit 72,6 Prozent jedoch über seiner Zielmarke. Im Bezirk, der in der Seniorenwohnanlage votierte, kam der aus Münster stammende und im Darmstädter Stadtteil Eberstadt wohnende Familienvater auf 78,2 Prozent. Auch im Ortsteil Altheim erreichte er mit rund 75 Prozent kein nennenswert vom Gesamtresultat abweichendes Teilergebnis.

„Ich finde es ein klasse Ergebnis und eine schöne Bestätigung meiner Arbeit!“, freute sich Schledt über eine „große Beflügelung für die nächsten sechs Jahre“. Seine Parteilosigkeit habe ihm „geholfen“. Er werde mit „derselben Energie, Konsequenz und Neutralität“ weitermachen. Münster solle weiter „mit wechselnden Mehrheiten sachorientiert“ Entscheidungen treffen.

Mit Blick in die nähere Zukunft warte er „erstmal ab, wie sich die Mehrheiten in der Gemeindevertretung zusammensetzen“. Er werde „weiter mit allen Beteiligten den Dialog suchen“. Hinzu kämen durch den neuen Altheimer Ortsbeirat „weitere Termine“. Die Aussage aus einem früheren Interview, dass die nächsten sechs Jahre sein „letzter großer Vertrag“ würden, bestätigte Joachim Schledt am Sonntagabend: „Stand jetzt plane ich keine dritte Amtszeit.“

(Text: jedö)