Heusenstamm: TSV Blasorchester lud zu einem besonderen Kirchenkonzert in der Fastenzeit

So unterschiedlich Gebete sein können, mal leise, mal dringender oder klagend, aber auch fröhlich und dankbar, waren die ausgewählten musikalischen Werke. (Foto: ah)

Das TSV Blasorchester in Heusenstamm hat zu einem besonderen Kirchenkonzert in der Fastenzeit unter dem Titel „Gebete“ in die Pfarrkirche Maria Himmelskron eingeladen. So unterschiedlich Gebete sein können, mal leise, mal dringender oder klagend, aber auch fröhlich und dankbar, waren die ausgewählten musikalischen Werke, die das TSV Blasorchester,(Leitung Philip Bräutigam) das Feierabend-Orchester (ehemals Erwachsenen-Bläserklasse mit Leiterin Sarah Werner) sowie das Blechbläser- und Saxophonensembles in der Kirche Maria Himmelskron in Heusenstamm präsentierten.


Es begann mit „Domus“ von Jan van der Roost. Wirkt wie ein feierliches, würdiges Gebet – fast eine musikalische Darstellung von „Heimat“ oder „Haus Gottes“., andächtig, getragen, suchend, dann folgte „Lied ohne Worte“ von Rolf Rudin. Ein sehr innerliches, persönliches Gebet ohne konkrete Worte für still, nachdenklich, introspektiv. Weiter ging es mit „Kol Nidrei“ von Max Bruch). Ursprünglich für Violoncello und Orchester geschrieben, war eine Bearbeitung für Blasorchester zuhören. Die Solostimme übernahm dabei Sarah Werner mit dem Euphonium. Das Stück ist tief verwurzelt in der jüdischen Tradition, geprägt von großer emotionaler Tiefe und hat klagend, bittend, reuevollen Charakter. „Canterbury Chorale“ von Jan van der Roost) erinnert an einen festlichen Choral, wie er in einer Kathedrale erklingen könnte und wirkt hoffnungsvoll, erhebend, gemeinschaftlich. „Kia Hora“ von Christopher Tin vermittelte mit seinen weltmusikalischen Einflüssen eine universelle, verbindende Spiritualität und eher freudig, lebensbejahend, dankbar.

Der „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck, ein klassisches, sehr bekanntes Gebet zur Ruhe des Tages, war dann ein friedvoller, geborgener und vertrauensvoll wirkender Abschluss des Konzertes. So entstand über das Programm hinweg ein weiter Bogen: von der inneren Einkehr über Klage und Bitte bis hin zu Hoffnung, Dankbarkeit und einem friedlichen Abschluss.

(Text: ah)