Werke von Friedhelm Meinaß sind Teil der Sammlung Mathildenhöhe Darmstadt

Der Künstler Friedhelm Meinass vor einem seiner Werke aus den 70er Jahren. (Foto: privat)

Der Rodgauer Künstler hat weitere Aktivitäten für die nächsten Jahre geplant

Zu der zum Unesco Weltkulturerbe erklärten Mathildenhöhe in Darmstadt gehört auch das Institut Mathildenhöhe. Sie beherbergt eine sehr bedeutende Kunstsammlung, zu der Friedhelm Meinaß ein Diptychon beitragen durfte. Die Werke der Sammlung gehören inhaltlich zum Einflusskreis des Weltkulturerbes, wie der Direktor des Instituts Dr. Philipp Gutbrod dem Künstler mitteilte.


Der international beachtete Bildende Rodgauer Künstler hat nicht nur seine Grafik des Albums „Nina Hagen Band“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin platzieren können. Er hat durch seine Installationen PEACE (Frieden) und HOPE (Hoffnung) in Rodgau, in Berlin vor dem Brandenburger Tor, in Brüssel vor dem Europäischen Parlament, in Paris vor den Centre Pompidou oder auch in Frankfurt auf dem Goetheplatz das Interesse der Kunstwelt erlangt.

Bereits in den 70-er Jahren erwarb die Sammlung Mathildenhöhe in Darmstadt zwei seiner Werke, die auch im Verzeichnis von Hans F. Schweers Kompendium „Artists in German Museums“ im Band 2 aufgeführt sind. Die durch Vermittlung von Annelise Loth des Kunstvereins Darmstadt zu Stande gekommene Ankauf war die erste große Anerkennung im künstlerischen Leben des Malers, Skulpteurs und Musikers. Der Künstler hat sich mittlerweile einen enormen Aufmerksamkeitswert in der Kunstwelt erworben. In letzter Zeit hat er durch die Portraits von Rio Reiser und des alternativen Nobelpreisträgers Mycle Schneider auf sich aufmerksam gemacht. Der mittlerweile 78-Jährige findet das selbst als ganz normal. „Wer so lange wie ich dabei ist, hat einiges zu verzeichnen, das bleibt nicht aus“, meint er zurückhaltend.

Friedhelm Meinaß wird in der Kultur Mühle des rührigen Kai Mühle und seines Bruders Daniel Schluckebier in Rodgau, Nieder-Roden, am 13. und 14. Juni 2026 seine neuesten Arbeiten zeigen. Es wird sich hauptsächlich um Kleinplastiken handeln, die mit Hilfe einer Freundin und Künstlerkollegin Hildegard Dauenhauer aus Pirmasens gebrannt wurden. Er ist besonders stolz auf ein 1 x 1 Meter großes Schachspiel, das von ihm mit 32 individuell gestalteten Figuren gestaltet wurde. Der Künstler, oft als Tausendsassa bezeichnet, wird am 18. Juni 2026 im Internationalen Lesecafé in Jügesheim aus seinen Erinnerungen lesen und eigene Stücke auf der zwölfsaitigen Gitarre vortragen. „Rodgau ist für mich als Künstler eine sehr fruchtbare Stadt, ein kreatives Betätigungsfeld – auch durch die engagierte Arbeit von Gabi Ziegler und des ehemaligen Leiters Martin Winter der Agentur für Kunst und Kultur.“

Seine weiteren Aktivitäten für die nächsten Jahre hat er bereits akribisch geplant und verweist auf Lehrtätigkeiten bei verschiedenen Europäischen Kunsthochschulen und Akademien. Hier wird er hauptsächlich per Live-Stream unterrichten. „Die moderne Technik der Kommunikation erleichtert die Arbeit auch auf internationaler Ebene.

(Text: RZ)