Eindrucksvolles Passionskonzert des Katholischen Kirchenchors St. Cäcilia Nieder-Roden

Unter dem Titel „O Haupt voll Blut und Wunden“ gestaltete der Katholische Kirchenchor St. Cäcilia gemeinsam mit den Organisten Fabian Schäfer und Bernhard Koser ein musikalisch wie geistlich bewegendes Programm, das die Leidensgeschichte Christi in eindringlicher Weise zum Ausdruck brachte. (Foto: ah)

Ein eindrucksvolles Passionskonzert erlebten die Besucher am Palmsonntag in der katholischen Kirche St. Matthias in Nieder-Roden. Unter dem Titel „O Haupt voll Blut und Wunden“ gestaltete der Katholische Kirchenchor St. Cäcilia gemeinsam mit den Organisten Fabian Schäfer und Bernhard Koser ein musikalisch wie geistlich bewegendes Programm, das die Leidensgeschichte Christi in eindringlicher Weise zum Ausdruck brachte.


Bereits zu Beginn setzte Fabian Schäfer mit dem „Prélude in h-Moll“ von César Franck einen klangvollen und zugleich nachdenklichen Akzent. Der Chor knüpfte daran mit fein abgestimmten a-cappella-Werken an. Besonders das „Adoramus te“ von Clemens non Papa sowie „Popule meus“ von Palestrina zeichneten sich durch klare Linienführung und eine ausgewogene Dynamik aus. Mit „Tenebrae factae sunt“ von Michael Haydn gelang es dem Ensemble, die düstere Stimmung der Karfreitagsliturgie eindrucksvoll zu vermitteln. Ein besonderes Element des Konzerts war das gemeinsame Singen mit den Gästen.

Chor und Gemeinde vereinten sich bei bekannten Passionsliedern wie „Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“ und „Wir danken dir, Herr Jesu Christ“, wodurch eine intensive Gemeinschaft zwischen Ausführenden und Zuhörern entstand. Im weiteren Verlauf überzeugte der Chor mit Werken wie „De profundis“ von Gluck und „Per signum crucis“ von Durante durch Ausdruckskraft und klangliche Geschlossenheit. Höhepunkt war die Choralfassung „O Haupt voll Blut und Wunden“ von Johann Sebastian Bach, die dem Konzert seinen Titel gab und die zentrale Botschaft eindrucksvoll verdichtete.
Im letzten Teil spannten Werke wie das „Stabat mater“ von Palestrina, „Bogoroditse Djevo“ von Arvo Pärt und Brahms’ „In stiller Nacht“ einen Bogen von der Renaissance bis zur Moderne.

Den feierlichen Abschluss bildete Bachs „Kleines Präludium und Fuge in d-Moll“, erneut virtuos vorgetragen von Fabian Schäfer. Lang anhaltender Applaus dankte allen Mitwirkenden für ein Konzert, das musikalisch überzeugte und zugleich Raum für Besinnung bot.

(Text: ah)