Es gibt eigentlich nur eine Voraussetzung, damit das Osterfeuer des Feuerwehrvereins Rodgau-Süd ein voller Erfolg wird: Es darf nicht regnen. Diese Bedingung war am Karfreitag erfüllt – und so konnte sich der Verein erneut über großen Andrang freuen.
Auch in diesem Jahr schien die Zahl der Besucher weiter gestiegen zu sein. Seit Jahren verzeichnet der Feuerwehrverein einen stetigen Aufwärtstrend. Entsprechend kalkulieren die Organisatoren inzwischen vorsorglich rund zehn Prozent mehr an Speisen und Getränken ein. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass kurzfristig nachgelegt werden muss. Insgesamt schätzt der Veranstalter die Besucherzahl auf einen vierstelligen Bereich – eine genaue Zahl lässt sich jedoch kaum ermitteln, da den ganzen Abend über ein reges Kommen und Gehen herrscht. Zu den ersten Gästen zählen meist Familien mit Kindern, die früh den Weg zum Feuer finden. Später am Abend treffen sich dann vermehrt Gruppen von Freunden oder Stammgäste, für die das Osterfeuer längst zur festen Tradition geworden ist. Auf den großen Andrang zeigte sich die Feuerwehr gut vorbereitet. Vier Ausgabestellen für Speisen sowie zwei separate Getränkeinseln sorgten dafür, dass die Wartezeiten überschaubar blieben.
Besonders gefragt waren einmal mehr die Crêpes der Jugendfeuerwehr sowie das beliebte Stockbrot, das vor allem bei den jüngeren Besuchern großen Anklang fand. Während die Bänke rund um das Feuer anfangs noch mit respektvollem Abstand aufgestellt sind, rücken die Gäste im Laufe des Abends näher zusammen. Mit sinkenden Temperaturen und zunehmender Dunkelheit wird die Wärme des Feuers immer attraktiver – stets jedoch unter Beachtung der Hinweisschilder, die rund um die Feuerstelle vor Funkenflug warnen. Der Erlös der Veranstaltung wird zur Unterstützung der Einsatzabteilung verwendet.
Diesmal gab es auch noch eine besonders schöne Überraschung. Tobi Schott und Amelie Laufer von Bauwerk überreichten einen Scheck über 2500 Euro an die Jugendfeuerwehr. „Wir haben zur Zeit kein Einsatzgebiet und da war es naheliegend, einen Teil der Spenden vor Ort zu verwenden“, erklärte Schott. Bauwerk Rodgau entstand als spontanen Reaktion auf die Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021, um dort zu helfen und unterstützte später in Moldawien, Slowenien, Türkei und Syrien Hilfsaktionen.
(Text: ah)

