Aufbruch beim TAV Eppertshausen

Der neue TAV-Vorstand. (Foto: TAV)

Verein hat neue Satzung, neuen Vorstand und noch in diesem Jahr viel vor

Nach langer Anbahnung hat sich der TAV Eppertshausen im März auf seiner Mitgliederversammlung für die Zukunft aufgestellt – mit neuer Satzung, neuem Vorstandsteam sowie frischen Ideen. Noch in diesem Jahr hat der Turn-Athletik-Verein viel vor. Unter anderem soll das Sommerfest sein Comeback feiern.


Lange hatte der TAV nach einem neuen Vorstand gesucht. Die Vorsitzende Elke Arntz-Müller hatte ihr Amt schon seit geraumer Zeit abgeben wollen, blieb aber noch bis zur jüngsten Versammlung an der Spitze. Insgesamt übte Arntz-Müller diese Funktion im Eppertshäuser Mehrspartenverein (Turnen, Tennis, Leichtathletik sowie Handball, letzterer in einer Spielgemeinschaft mit dem TV Münster und dem BSC Urberach) fast ein Jahrzehnt lang aus. In anderen Ämtern gehörte sie dem Vorstand gar seit 1987 an. Damals übernahm sie auch die Leitung der Fitnessgymnastik-Gruppe, die sie bis 2022 leitete.

Nun hat der TAV Eppertshausen einen neuen Vorstand mit fünf gleichberechtigten Mitgliedern gewählt. Dafür ebnete man in derselben Sitzung per Satzungsänderung den Weg. Das neue Führungsquintett besteht aus Sebastian Engel, Christine Groh, Thorsten Herd, Manfred Lackner und Ellen Müller-Hiefner und repräsentiert verschiedene Altersgruppen und Sparten. Sieben Beisitzer flankieren sie: Mirjam Mädel, Stefanie Schultheiß, Reiner Groh, Klaus Caps, Valentin Waldmann, Marie-Sophie Schledt und Adriano Acri. Verantwortung übernehmen darüber hinaus die Leiter der vier Abteilungen. Die Tennissparte führt derzeit Yvonne Vor, die Handballsparte Georg Caps und die Leichtathletiksparte Silvia Grewenig. Die Leitung der Turnsparte ist formal vakant und wird kommissarisch von Sebastian Engel geführt.

Engel ist es auch, der für den neuen TAV-Vorstand einen Ausblick auf die Ambitionen gibt. „Wir gehen mit einem positiven Mindset in die Amtszeit rein“, sagt er. „Wir wollen zurück zu einem Verein, in dem jeder gern mitmacht.“ Das werde allerdings „ein längerer Prozess“. Generell sollen das Sportangebot erweitert und Kurse auch für Nichtmitglieder geöffnet werden. In den vergangenen Jahren verlor der einst größte Eppertshäuser Sportverein (das ist inzwischen der Fußball-Verein) deutlich an Mitgliedern und hatte mitunter auch Probleme, genug Helfer für Veranstaltungen zu mobilisieren.

Comeback des Sommerfests

Dem fiel 2025 etwa das TAV-Sommerfest zum Opfer, das im Zuge des jetzigen Aufbruchs am 22. und 23. August wieder steigen soll. Wie im Vorjahr soll es im Winter den TAV-Familienabend in der Bürgerhalle geben (5. Dezember). Am 3. Oktober will sich der Verein außerdem am Eppertshäuser Kerbumzug beteiligen und schon am 28. Juli mit einem Ausflug im Rahmen der lokalen Ferienfreizeit.

Die stark geschrumpfte Tennisabteilung baut sich bereits seit einem Jahr wieder auf. Am 25. und 26. April (Erwachsene) sowie 12. und 13. September (Erwachsene und Jugendliche) ist sie auf der vereinseigenen Anlage mit den vier ganzjährig nutzbaren Allwetterplätzen (und einen fünften Platz in Reserve) Gastgeber zweier Leistungsklassen-Turniere. Am 8. August soll an der Jahnstraße zudem ein Fußballtennis-Turnier steigen.

2027 wieder „Storchenlauf“?

Erneut auf der Suche ist der TAV derweil nach einem Trainer für die Kinderleichtathletik. Dennoch strebt der Verein für 2027 auch das Comeback seines Volkslaufs an, dem 2025 und 2026 aus personellen Gründen abgesagten „Storchenlauf“. Dabei handelte es sich bislang um ein „Baby“ der Leichtathleten; künftig soll der gesamte Verein daran mitwirken.

(Text: jedö)