
Oberbürgermeister Josef und Digitalministerin Sinemus eröffnen innovatives Lernzentrum für Jugendliche
Um 14.15 Uhr war es soweit: Gemeinsam durchschnitten die Ehrengäste das Band – und übergaben das TUMO-Lernzentrum in Frankfurt seiner Bestimmung. Ende Mai startet der Lehrbetrieb in dem 2000 Quadratmeter großen Digitalzentrum. Das Angebot richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren und ist komplett kostenfrei.
„Die Zukunft beginnt jetzt“, sagte Oberbürgermeister Mike Josef in seiner Begrüßungsrede am gestrigen Dienstag, 14. April, vor 180 geladenen Gästen. TUMO Frankfurt sei ein echtes Leuchtturmprojekt, mit Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus. „TUMO stellt die Kreativität der Jugendlichen in den Mittelpunkt. Alles dreht sich um ihre Ideen – und darum, wie sie mit neuester Digitaltechnologie Wirklichkeit werden.“
An der feierlichen Eröffnung nahmen auch Hessens Digitalministerin Prof. Kristina Sinemus, Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, Danijel Dejanovic, Direktor der Volkshochschule Frankfurt (VHS) Melanie Kahr, Vorständin der KfW, sowie Sahak Artazyan vom TUMO Förderverein teil. Für TUMO Armenien ist Mitgründer Pegor Papazien angereist.
In Panels kamen Freunde und Förderer von TUMO Frankfurt zu Wort, darunter auch zahlreiche Spenderinnen und Spender, die das innovative Lernzentrum durch ihr Engagement erst möglich gemacht haben. Insgesamt hat der TUMO Förderverein bislang 3,5 Millionen Euro für den Betrieb der ersten drei Jahre eingeworben. Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt unterstützen das Projekt ebenfalls.
Mehr Infos zu den Spenderinnen und Spendern sowie den Spendenmöglichkeiten gibt es unter tumoffm.de.
Statements zur Eröffnung von TUMO Frankfurt
Oberbürgermeister Josef sagte: „Weltweit entstehen TUMO-Lernzentren. Das zeigt, dass das Konzept funktioniert und ich freue mich sehr, dass es nun auch einen Standort in Frankfurt gibt. Bei TUMO wird nicht einfach ,gelernt’. Hier wird ausprobiert. Hier wird gestaltet. Hier wird gemeinsam gearbeitet, mit Profis aus Unternehmen, an echten Aufgaben, nah an der Praxis. Genau so können wir unsere IT-Fachkräfte für morgen, die wir dringend brauchen, entdecken, entwickeln und entfalten.“
Hessens Digitalministerin Prof. Sinemus sagte: „Digitale Zukunft braucht digitale Talente. Wir machen Jugendliche fit und begeistern sie für MINT und IT. Mit dem TUMO-Zentrum in Frankfurt schaffen wir dafür einen kostenfreien Lernort für alle.“
Bildungsdezernentin Weber ergänzte: „TUMO ist ein großer Schritt auf dem Weg zu mehr Chancengleichheit. Hier sind alle willkommen, die sich für Robotics, Gaming, Grafik-, Film- oder Musikproduktion interessieren und ihre Fähigkeiten entwickeln wollen. Mit TUMO investieren wir in die Zukunft unserer Jugendlichen, in ihre Kreativität, Urteils- und Teamfähigkeit, ihre Eigeninitiative und ihre digitalen Kompetenzen. Hier erfahren sie, wie viel Spaß es macht, wenn man mit Medien arbeiten und spannende Projekte gestalten kann. Und ganz nebenbei können sie ihr Interesse an einem kreativen Beruf entdecken.“
VHS-Direktor Dejanovic sagte: „Seit Anfang des Jahres haben wir an der VHS ein neues Gesprächsformat: ‚Frankfurt – Stadt der Träume‘. Mit TUMO wird heute einer dieser Träume Wirklichkeit. Im Nordwestzentrum ist ein Ort entstanden, der unseren Kindern und Jugendlichen Flügeln verleihen wird. Als VHS sind wir stolz darauf, Teil dieser Reise zu sein.“
KfW-Vorständin Kehr sagte: „Als KfW fördern wir seit vielen Jahren die Verbreitung von TUMO-Lernzentren in Deutschland und freuen uns sehr, dass nun auch an unserem Hauptsitz in Frankfurt ein neues TUMO-Lernzentrum seine Türen öffnet. Das innovative Bildungsangebot im Nordwestzentrum vermittelt nicht nur Wissen, sondern schafft echte Chancengleichheit. Kinder und Jugendliche aller Schulformen können dort in ihrer Freizeit kostenlos und praxisnah digitale Anwendungen und Technologien kennenlernen, selbstbestimmtes Lernen fördern und ihre digitalen Kompetenzen erweitern. So werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um die eigene berufliche Zukunft aktiv zu gestalten – und gleichzeitig die Basis für eine starke, digitale Gesellschaft gelegt.“
Pegor Papazian, Mitgründer von TUMO aus Armenien, ergänzte: „Der rasante Wandel in der Arbeitswelt und das Unternehmertum erfordern eine neue Art der Bildung – eine, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, kreativ und zukunftsfähig ist. Genau das baut TUMO seit über einem Jahrzehnt auf, und genau das bringen wir nun nach Frankfurt.“
Sahak Artazyan, Vorstandsvorsitzender des TUMO Fördervereins, betonte: „Das TUMO-Konzept durfte ich bereits 2011 kennenlernen, als das erste Zentrum in Armenien seine Pforten öffnete. Zu sehen, wie Kinder und Jugendliche dort gefördert und gefordert werden, um ihre Zukunft aktiv zu gestalten, weckte schon damals in mir den Wunsch, ein solches Zentrum auch in Frankfurt zu etablieren. Als Frankfurter, Vater und jemand, der zudem in der Tech-Industrie tätig ist, ist es für mich ein großes Privileg, heute Teil dieser Initiative zu sein. Rund um TUMO ist mit unserem Förderverein eine engagierte Community entstanden: Menschen, die sich gemeinsam für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit in unserer Stadt einsetzen. Wer unsere Mission teilt, ist herzlich eingeladen, Teil dieser Gemeinschaft zu werden und sich einzubringen – denn die Relevanz dieses Projekts steht außer Frage.”
Prof. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, sagte: „Mit der Eröffnung des TUMO-Lernzentrums in Frankfurt schaffen wir einen Ort, an dem Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen Herkunft Zugang zu modernen Technologien und Lernmöglichkeiten erhalten sowie Ihre Kreativität und Gestaltungsleidenschaft ausleben können. Zugleich stärken wir die individuelle Entwicklung junger Menschen und investieren gezielt in die Innovationskraft und den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft. Das ist Lernen für das neue Jahrhundert.“
Prof. Christiane Riedel, Vorständin der Crespo Foundation, sagte: „Wir freuen uns, dass mit TUMO ein neuer Ort für alle Jugendlichen in Frankfurt begründet wird, an dem sie ganz im Sinne unseres Stiftungsmottos „Menschen stark machen“ selbstbestimmt ihr eigenes kreatives Potential in der Digitalität entdecken können. Damit lernen sie, auf einen wichtigen Teil ihrer Lebenswelt selber gestaltend Einfluss zu nehmen und empowern hoffentlich viele weitere Jugendliche, sich Ihnen anzuschließen, sodass TUMO ein Place to be für digitales kreatives Lernen in Frankfurt wird.“
Aurelio Fichter von Rotary Frankfurt am Main sagte: „Bürgerschaftliches Engagement ist eine tragende Säule Frankfurts – und treibt auch Rotary und seine 850 Mitglieder in Frankfurt an, sich persönlich für Bildung und Chancengleichheit einzusetzen. Gemeinsam mit TUMO sind wir überzeugt: Bildung ist der Schlüssel zu einer freien und selbstbestimmten Zukunft – jedes Kind bei TUMO stärkt damit auch ein geeintes und prosperierendes Frankfurt.“
Über TUMO
Das Konzept für TUMO stammt aus Armenien. Dort eröffnete 2011 das erste Zentrum. In den innovativen Lernzentren, die auf allen Kontinenten entstehen, erweitern Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren außerhalb des Schulunterrichts ihre digitalen und kreativen Kompetenzen. Mit TUMO Frankfurt geht das siebte Zentrum in Deutschland an den Start, weltweit sind es über 20. TUMO bringt als Franchisekonzept nicht nur ein pädagogisches Konzept mit, sondern auch eine eigene Architektur. Die Pläne für den Innenausbau des Zentrums wurden von TUMO in Armenien entwickelt und gemeinsam mit dem Vermieter im Nordwestzentrum, der den Umbau umsetzt, durchgeführt. So bekommt jedes TUMO-Lernzentrum weltweit seine eigene Handschrift, ist aber eine wiedererkennbare Marke. Die Glasqubes, die in Frankfurt für die Workshopräume entstehen, werden hier weltweit zum ersten Mal entwickelt und gebaut.
Sitz von TUMO Frankfurt ist das Nordwestzentrum. Zum Start Ende Mai können Jugendliche aus acht Bereichen wählen: Robotics, 3D-Modelling, Animation, Game Development, Filmproduktion, Musikproduktion, Grafikdesign und Programmieren. Es stehen bis zu 1.000 Plätze zur Verfügung. Sämtliche Angebote sind kostenlos.
Mehr Informationen zu TUMO Frankfurt und zur Anmeldung finden sich unter frankfurt.tumo.de.
(Text: PM Stadt Frankfurt)

