Asklepios Klinik Seligenstadt setzt Zeichen für Menschen mit Demenz

Die blauen Blumen stehen symbolisch für die kreisweite Vergissmeinnicht-Aktion unter dem Motto „Gemeinsam pflanzen, gemeinsam erinnern!“. Mit den Pflanzungen setzen sie ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit und Solidarität. (Foto: Asklepios)

Mit Vergissmeinnicht gegen das Vergessen

Unter dem Motto „Gemeinsam pflanzen, gemeinsam erinnern!“ wurde am Mittwoch, den 25. März, in elf Kommunen im Kreis Offenbach, darunter auch in der Asklepios Klinik Seligenstadt, ein symbolisches Zeichen für Menschen mit Demenz gesetzt. Die blauen Blumen stehen symbolisch für die kreisweite Vergissmeinnicht-Aktion unter dem Motto „Gemeinsam pflanzen, gemeinsam erinnern!“. Mit den Pflanzungen setzen sie ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit und Solidarität, sowohl gegenüber den an Demenz erkrankten Menschen als auch gegenüber ihren Angehörigen, die sie begleiten und unterstützen.


Die blühendenden Beete und Pflanzkübel erfreuen nicht nur die Passantinnen und Passanten, sondern verweisen zugleich auf weiterführende Informationen: Über einen QR-Code auf den Pflanzschildern gelangen Interessierte zur Landingpage www.kreis-offenbach.de/vergissmeinnicht mit umfassenden Hinweisen zum Krankheitsbild Demenz, zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten im Kreisgebiet sowie zur Aktion selbst. Über 1.150 Vergissmeinnicht wurden anlässlich des Vergissmeinnicht-Pflanzaktion im Kreis Offenbach gepflanzt. Die Asklepios Psychiatrie Langen, die Asklepios Klinik Seligenstadt und die Löwer GmbH Seligenstadt ermöglichen mit ihrem Sponsoring den kreisweiten „Vergissmeinnichttag“. Die organisatorische Federführung liegt bei der Leitstelle Älterwerden sowie dem Pflegestützunkt des Kreises Offenbach.

Dr. med. Tobias Richter (links), Teamleitung der Geriatrie und Dr. Christian Seifried, Facharzt für Geriatrie und Neurologie. (Foto: Asklepios)

Die Asklepios Klinik Seligenstadt mit ihrer Spezialisierung insbesondere im Bereich der Altersmedizin und der Behandlung hochbetagter Patientinnen und Patienten nimmt im Kreis eine besondere Rolle in der klinischen Versorgung von Menschen mit Demenz ein.
„In der geriatrischen Abteilung unserer Klinik behandeln wir häufig Patienten, die bereits unter einer dementiellen Entwicklung leiden oder bei denen sich im Rahmen unserer Untersuchungen ein entsprechender Verdacht ergibt. Die Behandlung solcher Patienten ist mitunter fordernd und stellt besondere Anforderungen an Erfahrung, Fachwissen und Einfühlungsvermögen. Unser Personal ist im Umgang mit Demenzpatienten speziell geschult und durch unseren berufsgruppenübergreifenden, multiprofessionellen Ansatz gelingen uns immer wieder schöne Therapieerfolge“, erläutert Dr. Tobias Richter, Geriater und Teamleiter der Geriatrie.

Eröffnung einer Memory-Klinik

Mit dem Ziel, Gedächtnisstörungen künftig noch spezialisierter diagnostizieren und behandeln zu können, eröffnet das Krankenhaus im Sommer eine Memory-Klinik. Damit baut das Krankenhaus in seinen Räumlichkeiten sein medizinisches Leistungsspektrum gezielt aus und schafft eine spezialisierte Anlaufstelle für Gedächtnisstörungen. In der Memory-Klinik arbeiten verschiedene Fachdisziplinen eng zusammen, um die Ursachen der Beschwerden umfassend zu untersuchen. Neben ausführlichen Gesprächen kommen standardisierte Gedächtnistests und weiterführende diagnostische Verfahren zum Einsatz. Ziel ist es, frühzeitig zu erkennen, ob es sich um altersbedingte Veränderungen, psychische Belastungen oder Erkrankungen wie Demenz handelt.

Darauf aufbauend erhalten die Betroffenen sowie ihre Angehörigen individuelle Beratung, Empfehlungen zu Therapiemöglichkeiten und Unterstützung für den Alltag. Die frühzeitige Diagnose spielt dabei eine entscheidende Rolle, um den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Mit dem neuen Angebot setzt das Krankenhaus ein wichtiges Zeichen angesichts einer alternden Gesellschaft und des steigenden Bedarfs an spezialisierter Versorgung im Bereich kognitiver Erkrankungen.

(Text: PM LPR)