
Anzeige
Marktkommentar von Paul Huelsmann, CEO FINEXITY Group: Was digitale Technologie für Anleger möglich macht
Die größte Fehlannahme beim Investieren
Die meisten Anleger orientieren sich an dem, was gerade sichtbar ist: steigende Kurse, Schlagzeilen, Trends. Das ist menschlich. Aber genau hier liegt der Denkfehler. Denn was heute offensichtlich ist, ist in der Regel bereits im Preis enthalten. Wer Vermögen aufbauen will, muss verstehen, was sich im Hintergrund verändert. Genau eine solche Veränderung erleben wir gerade am Kapitalmarkt.
Ein Markt öffnet sich – und das ist kein Zufall
Über viele Jahre war der Zugang zu attraktiven Investments stark eingeschränkt. Beteiligungen an Unternehmen außerhalb der Börse, Infrastruktur oder große Immobilienprojekte waren institutionellen Investoren vorbehalten. Für Privatanleger waren diese Chancen kaum erreichbar.
Das beginnt sich jetzt zu ändern. Ein zentraler Treiber ist die Regulierung. In Europa wurden gezielt neue Rahmenwerke geschaffen, etwa der ELTIF, ein Fondsformat, das langfristige Investitionen wie Infrastruktur oder Unternehmensbeteiligungen auch für Privatanleger zugänglich macht. Märkte werden geöffnet. Und das verändert die Spielregeln nachhaltig.
Technologie verändert den Zugang
Parallel dazu entwickelt sich die technologische Infrastruktur weiter. Tokenisierung bedeutet, dass Wertpapiere digital auf einer Blockchain abgebildet werden, einer fälschungssicheren Datenbank. Wichtig ist: Das Investment bleibt das gleiche, nur die Abwicklung wird effizienter.
Transaktionen werden schneller, Kosten sinken und Investments werden teilbar. Große Projekte können in kleine Einheiten zerlegt werden. Damit werden Anlageklassen zugänglich, die zuvor außerhalb der Reichweite vieler Anleger lagen.
Warum sich Portfolios verändern
Auch beim Portfolioaufbau findet ein Umdenken statt. Die klassische Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen basiert auf der Idee, Risiken durch Mischung zu reduzieren. Dieses Prinzip bleibt, wird aber erweitert. Große Vermögensverwalter empfehlen heute, auch in sogenannte private Märkte zu investieren, also in Anlagen, die nicht an der Börse gehandelt werden. Dort entstehen Renditechancen, die an öffentlichen Märkten oft nicht verfügbar sind. Bisher scheiterte der Zugang – genau das ändert sich jetzt.
Die nächste Evolutionsstufe der Finanzmärkte
Der eigentliche Umbruch geht noch weiter. Bisher sprechen wir über Werte, die nicht an der Börse gehandelt werden. Doch was passiert, wenn genau diese handelbar werden? Genau hier liegt der Gamechanger. Erste Modelle zeigen bereits, wie Anleger sich an Unternehmen vor dem Börsengang beteiligen können. So wurde es beispielsweise möglich, indirekt an Firmen wie SpaceX zu partizipieren – also an einem der wertvollsten privaten Technologieunternehmen, noch bevor ein möglicher Börsengang stattfindet.
Solche Entwicklungen zeigen, wohin sich Märkte bewegen: Zugang zu Wertschöpfung, die bisher nur wenigen vorbehalten war. Digitale Plattformen verbinden Regulierung und Technologie und machen solche Investments breiter zugänglich. Die Dimension ist enorm. Schätzungen zufolge könnte der Markt für tokenisierte Vermögenswerte bis 2030 rund 2 Billionen US-Dollar erreichen – etwa doppelt so viel wie die Wirtschaftsleistung der Schweiz. Das ist kein Trend, sondern ein neuer Markt.
Warum Anleger jetzt anders denken müssen
Für Privatanleger bedeutet das vor allem eines: Es reicht nicht mehr, nur auf bekannte Anlageklassen zu setzen. Wer Vermögen aufbauen will, muss verstehen, wo strukturelle Veränderungen stattfinden. Die größten Chancen liegen oft dort, wo heute noch Unsicherheit herrscht. Zugleich bleibt eine zentrale Wahrheit bestehen: Vermögensaufbau braucht Zeit. Investieren ist kein kurzfristiges Spiel, sondern ein langfristiger Prozess. Die Rahmenbedingungen waren selten so gut wie heute. Märkte öffnen sich, Technologie senkt Hürden und neue Möglichkeiten entstehen. Die entscheidende Frage ist nicht, ob sich diese Entwicklung durchsetzt. Sondern, wer sie rechtzeitig versteht – und nutzt.
Mehr Infos: www.finexity-group.com.


