BUGA-Gesellschaft reserviert das Jahr 2045 für Frankfurt

Grüner Bogen – Einhausung A 661 als Chance für Stadtgrün, Stadtklima und Teil der BUGA 2045, Visualisierung Einhausung. (Copyright: HH-Vision)

Nachhaltige, innovative und weltoffene Bundesgartenschau rückt näher

Frankfurts Bundesgartenschau-Pläne kommen einen wichtigen Schritt voran: Die Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft (DBG) hat auf die gemeinsame Interessensbekundung von Oberbürgermeister Mike Josef, Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, sowie Marcus Gwechenberger, Dezernent für Planen und Wohnen, positiv reagiert. Sie sieht in der Bewerbung der Stadt „hervorragende Chancen, in und mit Frankfurt am Main das Konzept Bundesgartenschau neu zu interpretieren und dazu beizutragen, eine verdichtete Großstadt hin zu einer grünen und energieeffizienten Stadtlandschaft zu transformieren“. Zugleich hat die DBG der Stadt nun das Durchführungsjahr 2045 zunächst bis zum Jahresende verbindlich reserviert.


Frankfurt spricht sich für eine neue Generation der Bundesgartenschau aus – als offene und zukunftsorientierte Stadtentwicklung mit dauerhaftem Mehrwert für die Stadtteile. Im Mittelpunkt steht dabei ein Ansatz, bei dem sich Klimaanpassung, Biodiversität und soziale Teilhabe miteinander verbinden.

„Dass unsere Interessensbekundung bei der DBG auf so viel Begeisterung gestoßen ist und eine so schnelle und positive Reaktion ausgelöst hat, freut uns sehr“, erklären Josef, Zapf-Rodríguez und Gwechenberger. „Frankfurt hat eine lange Tradition innovativer Stadt- und Landschaftsentwicklung. Eine BUGA 2045 kann diese Linie fortführen und zeigen, dass es heute nicht nur um Gestaltung, sondern auch um Resilienz, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit unserer Stadtlandschaft geht. Grünere Gebäude und eine innovative, klimabewusste Stadt- und Landschaftsentwicklung sind eine zentrale Zukunftsaufgabe in Zeiten der Klimakrise.“

Städte wie Frankfurt am Main trügen als große Emittenten eine besondere Verantwortung, aber auch das Potenzial, mit ihrer Innovationskraft Vorbild zu sein. Die Konzeption setze daher konsequent auf die Anpassung an die Herausforderungen des Klimawandels – etwa durch Fassaden- und Dachbegrünung, den Schutz und Ausbau von Grünanlagen, Entsiegelung, Verkehrsberuhigung und Dachgärten.

Zugleich sollen zukunftsweisende Stadtentwicklungsprojekte in die BUGA-Planung integriert werden, darunter der künftige Stadtteil der Quartiere im Nordwesten mit einer „Koproduktiven Landschaft“. Dabei handelt es sich um einen Freiraum, in dem Landwirtschaft, ökologische Funktionen und Erholung gemeinschaftlich organisiert und miteinander verknüpft werden. Auch die Einhausung der A661 soll eine Rolle spielen. Durch die Überdeckelung soll ein durchgehender Grünzug vom Günthersburgpark bis zum Huthpark ermöglicht und damit die klimatische Durchlüftung des Stadtraums gestärkt werden.

Im nächsten Schritt soll eine Ausschreibung für eine Machbarkeitsstudie erfolgen, die ab 2027 erstellt werden soll und die Grundlage für die dann konkret zu schließenden Vereinbarungen mit der DGB bildet. Im Sommer wird zudem der Verwaltungsrat der DBG im Rahmen seiner Klausur in Frankfurt tagen und die Gespräche mit der Stadt vertiefen.

(Text: PM Stadt Frankfurt)