Im Jahr 2025 hat jede fünfte private Lebensform in Hessen (20,3 Prozent) aus einer Familie mit minderjährigen Kindern bestanden. Darunter war die Zwei-Kinder-Familie mit einem Anteil von 43,8 Prozent am weitesten verbreitet. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Familie lag bei 1,9. Der Anteil von Alleinstehenden an den Lebensformen insgesamt stieg seit 2005 um 6,6 Prozentpunkte auf 45,2 Prozent.
Aktuelle Zahlen des Mikrozensus zum Familienleben in Hessen zeigen, dass von insgesamt knapp 3,2 Millionen Lebensformen im Jahr 2025 rund 642.000 Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind im eigenen Haushalt gelebt haben. Daneben gab es 282.000 hessische Familien, in denen ausschließlich erwachsene Kinder zusammen mit den Eltern in einem Haushalt lebten, sowie 808.000 Paare ohne Kinder und gut 1,4 Millionen Alleinstehende.
Mehr Alleinstehende und weniger verheiratete Eltern als vor 20 Jahren
Insgesamt bestand jede fünfte private Lebensform in Hessen (20,3 Prozent) aus einer Familie mit minderjährigen Kindern. Gegenüber dem Jahr 2005 (22,9 Prozent) sank ihr Anteil um 2,6 Prozentpunkte. Im selben Zeitraum stieg der Anteil von alleinstehenden Hessinnen und Hessen um 6,6 Prozentpunkte auf 45,2 Prozent (2005: 38,7 Prozent). Paare ohne Kinder machten 25,5 Prozent (2005: 29,6 Prozent) und Familien mit erwachsenen Kindern 8,9 Prozent (2005: 8,8 Prozent) an allen Lebensformen in Hessen im Jahr 2025 aus.
In 71,1 Prozent aller hessischen Familien mit minderjährigen Kindern im Jahr 2025 waren die Eltern verheiratet. Ihr Anteil ging im Vergleich zu 2005 um 7,2 Prozentpunkte zurück. Der Anteil unverheirateter Eltern stieg demgegenüber um 3,7 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent. Der Anteil von Alleinerziehenden nahm im selben Zeitraum mit 3,6 Prozentpunkten fast genauso stark zu und belief sich 2025 auf 19,4 Prozent.
Zwei-Kinder-Familie weiterhin am stärksten verbreitet, mehr Kinder in Familien mit Einwanderungsgeschichte
Betrachtet man weiterhin nur die Familien mit minderjährigen Kindern, so lebten rein rechnerisch im Jahr 2025 in Hessen 1,9 Kinder in einer Familie (2005: 1,8 Kinder). Dabei war der Anteil von Familien mit zwei Kindern mit 43,8 Prozent am höchsten (2005: 43,6 Prozent), gefolgt von Ein-Kind-Familien mit einem Anteil von 37,9 Prozent (2005: 40,3 Prozent). Der Anteil von Familien mit drei oder mehr Kindern stieg von 16,0 Prozent im Jahr 2005 auf 18,3 Prozent im Jahr 2025.
Die Familiengröße unterschied sich deutlich danach, ob die Eltern eine Einwanderungsgeschichte aufwiesen: In 26,0 Prozent aller Familien mit Einwanderungsgeschichte gab es drei oder mehr Kinder, während dies auf 12,5 Prozent aller Familien ohne Einwanderungsgeschichte zutraf. Dies schlug sich auch in der durchschnittlichen Kinderzahl je Familie nieder: Im Jahr 2025 lag sie in Familien mit Einwanderungsgeschichte rechnerisch bei 2,1 Kindern, in Familien ohne Einwanderungsgeschichte bei 1,7 Kindern.
Hinweise
Die privaten Lebensformen der Bevölkerung werden im Mikrozensus anhand der Elternschaft und der Partnerschaft erfasst. Entsprechend dieser Systematik zählen zu den Lebensformen der Bevölkerung Paare mit Kindern und ohne Kinder, alleinerziehende Elternteile mit Kindern sowie alleinstehende Personen ohne Partnerin/Partner und ohne Kinder im Haushalt.
Die Ergebnisse beziehen sich auf Familien in privaten Hauptwohnsitzhaushalten. Familien umfassen im Mikrozensus alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt gemischtgeschlechtliche und gleichgeschlechtliche Ehepaare/Lebensgemeinschaften sowie alleinerziehende Mütter und Väter mit Kindern im Haushalt. Einbezogen sind in diesen Familienbegriff – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.
Die Zahl der Kinder einer Familie entspricht der Zahl der Kinder, die zum Zeitpunkt der Befragung im elterlichen Haushalt leben. Kinder, die aus dem elterlichen Haushalt ausgezogen sind, werden nicht berücksichtigt. Zudem können künftig noch weitere Kinder in der Familie geboren werden, das heißt, eine Teilmenge der Kinder ohne Geschwister im Jahr 2025 wird in Zukunft mit Geschwistern in der Familie leben. Kinder, die noch gemeinsam mit ihren Eltern in einem Haushalt leben, dort aber bereits eigene Kinder versorgen oder in einer Partnerschaft leben, werden nicht der Herkunftsfamilie zugerechnet, sondern bilden eine eigene Lebensform.
In die Auswertungen zu Familien mit Einwanderungsgeschichte wurden nur Familien einbezogen, in denen beide Elternteile eine Einwanderungsgeschichte haben, also entweder selbst seit dem Jahr 1950 nach Deutschland eingewandert oder Nachkommen von Eingewanderten sind. Familien, in denen nur ein Elternteil eine Einwanderungsgeschichte hat, wurden nicht betrachtet. Eine Familie hat keine Einwanderungsgeschichte, wenn beide Elternteile entweder keine oder eine einseitige Einwanderungsgeschichte haben.
Alle Angaben werden gerundet ausgewiesen. Berechnungen von Differenzen basieren auf den ungerundeten Werten. Daher kann es zu geringfügigen Abweichungen gegenüber einer Berechnung auf Basis der gerundeten Werte kommen.
Die dargestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Rechtliche Grundlage der Erhebung ist das Mikrozensusgesetz (MZG). Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen belastbare statistische Daten zu Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor.
Die Ergebnisse des Mikrozensus stehen der Politik, der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung und dienen als Grundlage für faktenbasierte Planungen und Entscheidungen.
(Text: PM Hessisches Statistisches Landesamt)

