Millionenschaden bei Hallenbrand in Neu-Isenburg

Symbolbild Feuerwehreinsatz (Foto: Pixabay)

Update: Nach dem Brand in einem Kfz-Betrieb in der Schleussnerstraße am gestrigen Sonntagnachmittag (3.) haben Beamte der Kriminalpolizei am heutigen Montag (4.) den Schadensort in Augenschein genommen. Der Spurenlage zufolge dürfte das Feuer in einer Restmülltonne, die sich im Außenbereich unmittelbar neben den Reifen befunden hatte, ausgebrochen sein. Was hierin wiederum zur Entzündung führte, ist jedoch noch unklar. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen bislang jedenfalls nicht vor. Die Ermittlungen dauern an.


Originalmeldung: Zahlreiche Notrufe kennzeichneten am gestrigen Sonntagnachmittag (3.) die Anfangsphase eines größeren Einsatzes von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Süden von Neu-Isenburg. Anlass war ein Feuer, das aus noch unbekannter Ursache kurz nach 15.30 Uhr auf dem Areal einer Kfz-Betriebes in der Schleussnerstraße ausgebrochen war. Bereits kurz nach den ersten Meldungen stieg eine große schwarze Rauchsäule in den Himmel auf, die von Weitem sichtbar war und die zum Absetzen einer Warnmeldung führte, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Erste Hinweise, wonach sich in einem dazugehörigen Gebäude womöglich noch Personen aufhalten könnten, bestätigten sich nicht. Die Flammen, die sich Zeugenangaben zufolge im Außenbereich bei gelagerten Altreifen bildeten, griffen rasch auf den Gebäudekomplex über, in dem sich eine Werkstatt befindet.

Letztlich wurde das Gebäude erheblich in Mitleidenschaft gezogen und auch mehrere dort abgestellte Fahrzeuge wurden beschädigt.

Verletzt wurde nach derzeitigem Stand niemand, allerdings wurden acht Einsatzkräfte vor Ort vorsorglich medizinisch durchgecheckt. Die angrenzende Carl-Ullrich-Straße musste für die Dauer der Einsatzmaßnahmen vorübergehend bis etwa 19.30 Uhr gesperrt werden. Der Sachschaden wird nach vorläufiger Bewertung auf über eine Million Euro geschätzt. Wie es zu dem Feuer kam, soll nun durch weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei geklärt werden. Hinweise nehmen die Beamten unter der Rufnummer 069 8098-1234 entgegen.

Da sich der Brandort im Bereich der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens befand, wurden auch mögliche Auswirkungen auf den Flugverkehr geprüft; letztlich blieb der Flugbetrieb unbeeinträchtigt.

Im Stadtgebiet wurden Messungen durchgeführt, um eventuelle Auswirkungen des Brandrauchs für die Bevölkerung einschätzen zu können. Die Messungen ergaben keine Anzeichen für eine Gefährdung. Eine anfängliche Warnung der Bevölkerung aufgrund der Rauchentwicklung wurde aufgehoben.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass beispielsweise Balkone in der Nähe des Brandortes durch Rauchpartikel verschmutzt wurden. Wie die Feuerwehr mitteilt, kann die Reinigung mit normalem Haushaltsreiniger erfolgen. Es wird empfohlen, dabei Einweghandschuhe oder Gummihandschuhe sowie eine FFP-2-Maske zu tragen. Verschmutzte Kleidung sollte nach Ende der Reinigungsarbeiten mit haushaltsüblichem Waschmittel in der Maschine gewaschen werden. Hände und gegebenenfalls andere beaufschlagte Körperteile können mit Seife oder Duschgel gereinigt werden.

„Unser Dank gilt allen eingesetzten Kräften, die unter schwierigen Bedingungen, mit großem Engagement und Professionalität gearbeitet haben. So konnte ein Übergreifen des Feuers verhindert und die Gefahr für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt abgewendet werden. Ihr Einsatz verdient unseren größten Respekt. Unser besonderer Dank geht auch an die Wehren aus den Nachbarstädten für die schnelle Unterstützung“, sagen Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein und Erster Stadtrat Stefan Schmitt.

(Text: PM PP Südosthessen/Stadt Neu-Isenburg)