
Bürgerinnen und Bürger bringen Straßennamensschilder im Martinsviertel wieder zum Glänzen
Verkehrsdezernent Paul Georg Wandrey und Heiko Behrendt, ehrenamtlicher Vorstand der Genossenschaft Unverpackt Darmstadt, haben am Dienstag im Darmstädter Martinsviertel eine besondere Reinigungsaktion vorgestellt: Hier setzen engagierte Bürgerinnen und Bürger der Genossenschaft Unverpackt Darmstadt ein sichtbares Zeichen für gelebten Gemeinsinn und sorgen mit ihrer Aktion dafür, dass Straßennamensschilder wieder besser lesbar werden. Die Idee entstand aus der einfachen Beobachtung heraus, dass viele Straßennamensschilder kaum noch lesbar sind. Gerade Menschen mit Sehbeeinträchtigungen oder Personen, die eine Adresse suchen, sind aber auf gut erkennbare Beschilderung angewiesen.
Die Aktion wird von Verkehrsdezernent Wandrey ausdrücklich begrüßt und unterstützt: „Ich finde diese Initiative außerordentlich gelungen. Und sie ist weit mehr als eine Reinigungsaktion. Sie zeigt, wie vielfältig und wirkungsvoll bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt sein kann. Wenn Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen, entsteht ein starkes Miteinander. Genau dieses Engagement brauchen wir für eine starke Stadtgesellschaft. Diese Aktion im Martinsviertel ist dafür ein hervorragendes Beispiel, dem ich gerne zugestimmt habe.“
Anstatt auf Maßnahmen der Stadt zu warten bzw. diese einzufordern, ergriffen die Initiatoren selbst die Initiative und wandten sich mit ihrem Vorhaben an die Stadt. Neben der konkreten Verbesserung vor Ort steht auch ein übergeordnetes Anliegen im Mittelpunkt: zu zeigen, dass bürgerschaftliches Engagement bereits im Kleinen beginnen kann und nicht immer auf das Handeln der öffentlichen Hand gewartet werden muss.
Die Initiatoren haben im Martinsviertel insgesamt rund 65 Straßennamensschilder identifiziert, die im Rahmen der Aktion gereinigt wurden. Zwei Teams mit jeweils drei Personen führten die Reinigung durch. Putzmittel und Lappen stellte der Unverpackt-Laden in der Gutenbergstraße 5 b zur Verfügung. Von dort aus machten sich die Gruppen mit Leitern und Eimern auf den Weg durch das westliche und östliche Martinsviertel.
„Ein Stadtteil wirkt oft allein durch Kleinigkeiten etwas vernachlässigt: hier etwas Müll, dort wilde Aufkleber oder eben verschmutzte, kaum noch lesbare Schilder“, so Heiko Behrendt, ehrenamtlicher Vorstand der Genossenschaft Unverpackt Darmstadt. „Unsere Aktion zeigt: Es braucht nicht viel, um etwas zu verändern – nur ein wenig Zeit, Engagement und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Das häufig gehörte Argument ‚Ich zahle ja schließlich Steuern‘ greift aus meiner Sicht zu kurz. Wir hoffen, dass wir andere ermutigen können, im eigenen Umfeld aktiv zu werden. Stadt lebt vom Mitmachen.“
(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)

