Bunte Hingucker statt Einheitsgrau: Künstler Solly Guigui auf dem Taunusplatz in Langen aktiv

Mit spielerischen Gestaltungselementen hat Solly Guigui (Zweiter von rechts) mit Hilfe von Sara Lungu Farbe auf den Taunusplatz gebracht. Bürgermeister Jan Werner und Erster Stadtrat Stefan Löbig (links) schauten es sich vor Ort an. (Foto: Schaible/Stadt Langen)

Bei der Umgestaltung des Taunusplatzes in Langen ist nun zusätzliche Farbe ins Spiel gekommen: Der Langener Künstler Solly Guigui hat auf einem Teil der Asphaltfläche bunte, spielerische Gestaltungselemente und ein Labyrinth aufgebracht. Unterstützt wurde er dabei von Sara Lungu und Andreas Roth.


Im Rahmen eines Stadtexperiments wird derzeit erprobt, wie die Verkehrsführung, die Optik und die Aufenthaltsqualität der jahrzehntelang tristen Fläche am Kreuzungsbereich Garten-/Walter-Rathenau-Straße verbessert werden können. „In der aktuell angespannten kommunalen Finanzlage haben wir keine Gelder für einen großen Umbau, doch wir zeigen, dass auch mit kleinen Mitteln schon einiges bewirkt werden kann“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „So ist der Platz durch neue Pflanzkübel mit Bäumen schon deutlich grüner geworden, nun kommen durch die aufgemalten Gestaltungselemente noch bunte Farbtupfer dazu“, lobt Erster Stadtrat Stefan Löbig. „Gerade Kindern, aber auch Erwachsenen bieten sie ein wenig spielerische Abwechslung“, ergänzt Sebastian Hauf, als städtischer Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport federführend für das Stadtexperiment zuständig.

Im Herbst legt der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung einen ersten Bericht mit den Erkenntnissen des Stadtexperiments und Empfehlungen für das weitere Vorgehen vor. Bei der Erstellung werden auch die unmittelbaren Anwohner einbezogen. „Schon jetzt kann aber festgestellt werden, dass die veränderte Verkehrsführung positive Auswirkungen auf die dort gefahrenen Geschwindigkeiten hat“, betont Jan Werner. „Wir werden im Mai noch einmal Messungen vornehmen, damit wir dies zweifelsfrei belegen können.“

Stimmt die Stadtverordnetenversammlung zu, ist zudem geplant, einen Teil des Taunusplatzes zu entsiegeln. Dafür hat das Land Hessen im Rahmen des Landesprogramms „Zukunft Innenstadt“ einen Zuschuss von 200.000 Euro zugesagt. „Die Entsiegelung würde auch die mikroklimatischen Verhältnisse im gesamten Umfeld verbessern“, erläutert Stefan Löbig.

„So wünschenswert ein kompletter Platzumbau wäre, realistisch ist das auf absehbare Zeit nicht. Aber mit dem Stadtexperiment werden wir die bestmöglich machbare Lösung erreichen“, sind sich Jan Werner, Stefan Löbig und Sebastian Hauf einig.

(Text: PM Stadt Langen)