Amerikanische Faulbrut breitet sich aus: Fall in Mainhausen bestätigt

Symbolbild Bienenstock (Foto: ulleo auf Pixabay)

Trotz umfangreicher Bekämpfungsmaßnahmen breitet sich die Amerikanische Faulbrut (kurz: AFB) im Kreis Offenbach aus. Nach dem Verdachtsfall bei einem Bienenvolk in Langen wurde bei einer Monitoring-Probe nun eine weitere Infektion mit der AFB, dieses Mal in Mainhausen, bestätigt. Aufgrund der geographischen Distanz zwischen Langen und Mainhausen wird ein neuer AFB-Sperrbezirk im Umkreis von 800 Meter um den Ausbruchsherd eingerichtet. Dieser betrifft den Mainhäuser Ortsteil Mainflingen sowie den Seligenstädter Stadtteil Klein-Welzheim und endet am Main als natürlicher Grenze. In diesem Bereich muss das Veterinäramt in den kommenden Wochen bei allen Bienenvölkern, aktuell sind 13 Bienenvölker registriert, eine amtliche Probenahme durchführen, um eine Verbreitung der Faulbrut zu verhindern.


Das Veterinäramt des Kreises Offenbach erinnert alle, die Bienen halten, nicht nur in den betroffenen Bereichen, sondern im gesamten Kreisgebiet, um die gesetzlich geforderte Meldung, Verzugsmeldung oder Abmeldung aller Standorte mit möglichst genauen Angaben, wie Koordinaten, gegebenenfalls Straße, Hausnummer und Flurstück, ihrer Bienenvölker. Diese kann per E-Mail an veterinaeramt@kreis-offenbach.de erfolgen. Vorsorglich wird darauf hinweisen, dass eine nicht erfolgte Meldung eines Standortes gegebenenfalls mit einem Bußgeld geahndet werden kann.

Die Amerikanische Faulbrut kann sich sehr schnell flächenhaft ausbreiten und zu hohen Völkerverlusten bis hin zu Totalverlusten führen, wenn die Restriktionsmaßnahmen nicht eingehalten werden. Wenngleich das Infektionsrisiko im Sperrgebiet besonders hoch ist, so sind die Imker außerhalb der Restriktionszone dennoch nicht gänzlich risikofrei und deshalb gut beraten, wenn sie bei den Völkerdurchsichten stets gewissenhaft auf Faulbrut‐Symptome achten. Typische Anzeichen sind:

  • dunkel verfärbte, eingesunkene und teils löchrige Zelldeckel
  • lückiges beziehungsweise mosaikartiges Brutbild
  • fadenziehende kaffeebraune Masse in Inneren der Zellen, sogenannte Streichholzprobe
  • teilweise fauliger Geruch der erkrankten Larven
  • schwaches Bienenvolk

Bei entsprechenden Verdachtsbefunden muss immer unverzüglich das Veterinäramt informiert werden.

Die Erkrankung ist für den Menschen ungefährlich. Auch der Verzehr von Honig betroffener Bienenvölker ist unbedenklich.

(Text: PM Kreis Offenbach)