Weltkriegsbombe in Erbenheim erfolgreich entschärft

Alexander Majunke (rechts), Leiter des Hessischen Kampfmittelräumdiensts beim RP Darmstadt, sowie Bodo Stahn von der RP-Vertragsfirma Tauber. (Foto: RP Darmstadt)

Update: Der Kampfmittelräumdienst hat die Weltkriegsbombe in Erbenheim in Nähe der Lucius D. Clay Kaserne am heutigen Mittwoch, 13. Mai, gegen 12.15 Uhr erfolgreich entschärft. Die Evakuierung ist beendet. Das Sperrgebiet darf wieder betreten werden.


Anwohnerinnen und Anwohner dürfen in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Straßensperrungen werden aufgehoben. Auch die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt ist wieder befahrbar. Der Busverkehr wird so schnell wie möglich wieder den gewohnten Betrieb aufnehmen. Nähere Informationen gibt es unter www.eswe-verkehr.de.

Über das Ende der Evakuierung informieren die Einsatzkräfte auch über Lautsprecherdurchsagen und unter wiesbaden.de/krisenfall.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Ordnungsdezernentin Maral Koohestanian bedankten sich bei allen Einsatzkräften für ihre Arbeit. „Wir sind froh, dass alles reibungslos verlaufen ist. Einsatzkräfte, Behörden und Ämter haben professionell Hand in Hand gearbeitet“, bedankten sich Mende und Koohestanian.

Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Verwaltung waren die Berufsfeuerwehr Wiesbaden, die Freiwillige Feuerwehr Heßloch sowie die Stadt- und Landespolizei im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren die Logistikgruppe der Feuerwehr Wiesbaden, die IuK-Gruppe der Feuerwehr Wiesbaden, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) der Stadt Wiesbaden.

Für die Entschärfung der 500 Kilogramm schweren Bombe war eine Evakuierung in einem Radius von etwa 700 Metern notwendig.

Originalmeldung: Ab heutigen Mittwoch, 13. Mai, 11 Uhr wird eine Weltkriegsbombe im Bereich der Lucius D. Clay Kaserne in Erbenheim entschärft beziehungsweise kontrolliert gesprengt. Das betroffene Gebiet muss bis Mittwoch, 13. Mai, 9 Uhr, evakuiert werden.

Eine Karte des Evakuierungsbereiches sowie aktuelle Informationen stehen unter wiesbaden.de/krisenfall zur Verfügung. Betroffene Personen können außerdem ein Bürgertelefon unter (0611) 318080 anrufen.

Am Mittwochvormittag ist mit Behinderungen im Straßenverkehr zu rechnen, insbesondere auf der A66. Die Autobahn wird zwischen Erbenheim und Nordenstadt ab 10.30 Uhr bis zum Ende der Maßnahme gesperrt. Die Zufahrt von der B455 zur Lucius D. Clay Kaserne und zur Domäne Mechtildshausen ist ebenfalls ab 10.30 Uhr bis zum Ende der Maßnahme nicht mehr möglich. Alle weiteren Straßen sowie Feldwege im Evakuierungsbereich werden ab 9 Uhr gesperrt.

Im gesamten Raum Erbenheim kann es während der Maßnahme zu Verspätungen im Liniennetz von ESWE Verkehr kommen. Busse werden umgeleitet, umfahren das Gebiet spätestens ab 9.30 Uhr bis zum Ende der Maßnahme und lassen Erbenheim weitgehend aus. Folgende Fahrtwege sind geplant.

Linie 28: Normaler Fahrtweg bis zur Haltestelle Berliner Straße, dann rechts in den Siegfriedring bis zur Mainzer Straße, anschließend links in die Mainzer Straße über die A671 bis Kastel und weiter zum normalen Fahrtweg.

Linien 46 sowie 48: Fahrtweg analog der Linie 15 über Nordenstadt.

Nach dem Fund der 500-Kilo-Weltkriegsbombe am Dienstagnachmittag, 12. Mai, wurde sie gesichert und ein Krisenstab einberufen. Dieser tagte erstmals am frühen Dienstagabend und koordiniert alle Maßnahmen im Zusammenhang mit der Entschärfung beziehungsweise kontrollierten Sprengung der Bombe. Landes- und Stadtpolizei informierten am Dienstagabend die etwas mehr als fünfzig Personen, die in dem Evakuierungsgebiet wohnen, über die Evakuierung. Die Einsatzkräfte klingelten an Haustüren und machten Lautsprecherdurchsagen.

Wie lange die Entschärfung oder kontrollierte Sprengung von Weltkriegsbomben dauert, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt von zahlreichen Faktoren ab. Neben Herkunft, der Bauart und Zündsystem spielen Gegebenheiten vor Ort eine Rolle. Die Einsatzkräfte informieren über das Ende der Evakuierung über die Medien (Zeitung, Radio, Rundfunk, …) und durch Lautsprecherdurchsagen vor Ort. Das Ende der Evakuierung wird auch auf wiesbaden.de/krisenfall bekannt gegeben.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)