Aktion „Stadtradeln“ in Heusenstamm gestartet

Unter dem Motto „Rad statt Auto“ beteiligt sich die Stadt Heusenstamm noch bis zum 6. Juni an der bundesweiten Aktion "Stadtradeln", die Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren soll, im Alltag häufiger auf das Fahrrad umzusteigen.(Foto: ah)

Bei strahlendem Sonnenschein und besten Bedingungen für eine Fahrradtour ist Heusenstamm am Sonntag in die diesjährige Aktion „Stadtradeln“ gestartet. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am Treffpunkt eingefunden, um gemeinsam mit Bürgermeister Steffen Ball und dem ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten Roland Heidl den Auftakt der dreiwöchigen Kampagne zu feiern. Unter dem Motto „Rad statt Auto“ beteiligt sich die Stadt noch bis zum 6. Juni an der bundesweiten Aktion, die Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren soll, im Alltag häufiger auf das Fahrrad umzusteigen.


Schon bei der Begrüßung zeigte sich Bürgermeister Steffen Ball erfreut über die große Resonanz. Mit einem Augenzwinkern verwies er dabei auch auf die parallel anwesenden Mitglieder des Morgan-Clubs, die mit rund 17 Oldtimern vor Ort waren. „Wir sind mehr Fahrräder. Die Verkehrswende ist im Gange“, sagte Ball schmunzelnd. Besonders bedankte er sich bei Roland Heidl, der die rund 17 Kilometer lange Auftaktroute ausgearbeitet hatte. Die Strecke führte bewusst an Orten vorbei, an denen sich Heusenstamm städtebaulich verändert oder Verbesserungen für den Radverkehr sichtbar werden. „Wir wollten Punkte ansteuern, wo man Stadtentwicklung und Fortschritt erkennen kann“, erklärte der Bürgermeister.

Die Tour führte zunächst durch verschiedene Bereiche des Stadtgebiets und anschließend über den Martinssee nach Rembrücken sowie weiter bis nach Patershausen. Dort sollte der gemeinsame Abschluss stattfinden. Bevor sich die Gruppe auf den Weg machte, gab Ball den Teilnehmern noch einige praktische Hinweise mit auf die Strecke. Auch Roland Heidl richtete einige Worte an die Gruppe und erklärte die Hintergründe der Aktion. Besonders warb er für die Nutzung der Stadtradeln-App. Diese diene nicht nur dem Sammeln der gefahrenen Kilometer, sondern liefere zugleich wertvolle anonymisierte Daten zur Radverkehrsplanung. „Wir schauen uns im Rathaus regelmäßig verschiedene Aspekte des Radverkehrs an. Dazu gehört auch die Frage: Wo wird überhaupt geradelt?“, erläuterte Heidl. Die per App erfassten Daten würden von der Technischen Universität Dresden ausgewertet und den Kommunen später zur Verfügung gestellt. Daraus könnten wichtige Erkenntnisse für die Verbesserung der Infrastruktur gewonnen werden. Heidl appellierte deshalb an die Teilnehmer, die App möglichst häufig zu nutzen – nicht nur während der offiziellen Stadtradeln-Wochen. Die Anwendung sei inzwischen technisch überarbeitet worden und einfach zu bedienen. Gleichzeitig erinnerte er an die Regeln für größere Fahrradgruppen im Straßenverkehr. Da mehr als 15 Radfahrer an der Tour teilnahmen, gelte die Gruppe theoretisch als geschlossener Verband. Dennoch solle jeder verantwortungsvoll und aufmerksam fahren.

Mitmachen beim Stadtradeln ist weiterhin möglich. Interessierte können sich online unter https://www.stadtradeln.de/heusenstamm registrieren, einem Team beitreten oder selbst eine Mannschaft gründen. Auch schon zwei sind ein Team. Die gefahrenen Kilometer werden anschließend über die Internetseite oder direkt per App erfasst. Ganz im Sinne des Mottos der Aktion: Klimaschutz und Radförderung funktionieren am besten gemeinsam.

(Text: ah)