Am Donnerstag (28.) machten falsche Polizeibeamte in Bad Homburg durch Telefonbetrügereien Beute.
Mit der inzwischen geläufigen Masche, ein nahestehender Familienangehöriger habe einen Verkehrsunfall verursacht, meldeten sich die Telefonbetrüger gegen 13 Uhr bei einer Rentnerin. Am Telefon gaben sie sich als Polizeibeamte aus und forderten Vermögenswerte und Bargeld, um eine angeblich drohende Untersuchungshaft durch Zahlung einer “Kaution” abzuwenden. Durch das perfide, aber dennoch professionelle Vorgehen der Betrüger immer weiter unter Druck gesetzt, willigte die Angerufene ein. Gegen 15 Uhr erschien ein Mann an ihrer Wohnanschrift in einem Wohngebiet nördlich des Kurparks und nahm Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren Zehntausend Euro entgegen. Leider fiel der Schwindel erst auf, als die Betrüger schon über alle Berge waren.
Die Kriminalpolizei fahndet nun nach dem Geldabholer. Er war 20 bis 25 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, hatte blaue Augen, kurze, glatte, blonde Haare und sprach akzentfreies Deutsch. Bei der Tat trug er ein beiges Langarmhemd und eine beige Hose.
Mögliche Hinweise nimmt die Polizeistation Bad Homburg unter der Rufnummer (06172) 120-0 entgegen.
Die Maschen der Betrüger sind vielfältig, das Ergebnis jedoch immer das gleiche: Das Vermögen der Angerufenen ist in Gefahr und die Polizei müsse dies nun sichern! Grundsätzlich gilt: “Die Polizei wird niemals Wertsachen bei Ihnen abholen oder sichern wollen! Auch keine Staatsanwaltschaft oder eine andere “Behörde” wird dies tun. Bei solchen Telefonaten einfach aufzulegen ist nicht etwa unhöflich, sondern meist die einzige Möglichkeit, um die Täter los zu werden. Die Betrüger erreichen mittels geschickter Gesprächsführung, dass die Angerufenen ihr gesamtes Bargeld oder hochwertige Wertgegenstände an einem Ort deponieren oder an Unbekannte übergeben. Daher der dringende Appell: Sollten Sie solche Anrufe erhalten, legen Sie sofort den Hörer auf. Weiterführende Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.”
(Text: PM PP Westhessen)


