
Am heutigen frühen Mittwochmorgen (3.) wurde die Heusenstammer Feuerwehr zunächst um 0.39 Uhr zu einer Unterstützung für den Rettungsdienst alarmiert. Eine Person sollte sich im Uferbereich des Goldbergsees an der Landstraße Richtung Obertshausen in hilfloser Lage befinden. Wenige Minuten nach dieser Alarmierung veränderte sich das Stichwort aufgrund weiterer Erkenntnisse auf Menschenrettung aus einem Gewässer – Person in Not im Wasser. Dies hatte die Alarmierung beider Stadtteile der Stadt Heusenstamm und überörtlicher Einheiten aus Rodgau mit Booten und aus Hainburg mit einer Drohne zur Ortung der hilflosen Person zur Folge.
Vor Ort angekommen bestätigte sich die Lage. Im nördlichen Bereich des Sees am Goldberg machte sich eine Person durch Rufe und Taschenlampenlicht im kühlen Wasser auf sich aufmerksam. Besondere Herausforderungen waren die genaue Lokalisierung der männlichen Person im Wasser und die Zuwegung zu diesem der Natur überlassenen Gebiet nur über einen schmalen und mit Fahrzeugen nicht befahrbaren Waldweg.
Über die Drohne mit Wärmebildkamera und mit Fußtrupps im Uferbereich konnte die Person schließlich aufgefunden und über ein Boot der Feuerwehr Rodgau gerettet werden. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der Gerettete äußerlich unversehrt aber mit deutlichen Anzeichen für eine Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht. Ein Spezialfahrzeug aus Rodgau brachte eine Vielzahl von akkubetriebenen Leuchten an die Einsatzstelle, um den direkten Einsatzbereich und den Rettungsweg beleuchten zu können.
Von Seiten der Feuerwehr waren knapp 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Heusenstamm, Rembrücken, Rodgau und Hainburg im Einsatz. Hinzu kamen vier Einsatzkräfte des hauptamtlichen Rettungsdienstes und die Polizei mit zwei Streifenwagenbesatzungen. Die Landstraße Richtung Obertshausen war während der Einsatz- und Rettungsmaßnahmen bis gegen 2.30 Uhr am frühen Mittwoch gesperrt. Der Einsatz für die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer war gegen 3 Uhr beendet.
(Text: PM Feuerwehr Heusenstamm)

