Fokus Frankfurt: Die Open – Design Week verwandelt die Stadt in einen Ort für Gestaltung und Begegnung

Frankfurt (Foto: Jan Philipp Thiele auf Unsplash)

Frankfurt verbindet wie kaum eine andere Stadt globale Wirtschaftskraft mit einer dynamischen Kreativ- und Kulturszene. Dieses Fundament baut auf einer großen Tradition auf: In den 1920er-Jahren setzte das Neue Frankfurt unter Ernst May internationale Maßstäbe für modernes Wohnen und funktionales Design – ein Erbe, das das Selbstverständnis der Stadt bis heute prägt. Im Rahmen der WDC wird Frankfurt nun zum Treffpunkt für zukunftsweisende Gestaltung: Der Fokustag der Open – Design Week widmet sich am Dienstag, 9. Juni, den Schwerpunkten urbane Räume, Marken und neue Technologien.


„Mit der Open – Design Week wird Frankfurt RheinMain zu einer Bühne für kreative Ideen, internationale Begegnungen und gesellschaftliche Innovation. Die Vielzahl der Veranstaltungen zeigt, welches Potenzial in der engen Verbindung von Kultur, Design, Wissenschaft und Wirtschaft steckt“, sagt Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt und Schirmherr der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 (WDC).

Spaces – Die Themenräume der Open

Frankfurt lädt im Juni gleich mit vier zentral gelegenen Themenräumen zur Open ein: Im „Next Generation Space“ im Museum Angewandte Kunst liegt der Fokus auf der jungen Designerinnen- und Designergeneration. Der „Shared Resources Space“ im Danzig am Platz, Eingang Henschelstraße 18, bietet der Design-Community und interessierten Besucherinnen und Besuchern eine Plattform, um neue Formen des urbanen Zusammenlebens und des bewussten Umgangs mit Ressourcen zu erörtern. Im „Creative Value Space“ im Neuen Kaiser, Kaiserstraße 30, widmet sich die Open – Design Week der Rolle von Design als Wirtschaftsfaktor. Zu sehen ist dort auch die Ausstellung „Ausgezeichnet – Design Value Made in Hessen“, ein Signature Event des Landes Hessen, das herausragendes Design hessischer Unternehmen präsentiert. Im Massif E an der Hauptwache ist der „Worldwide Creative Space“ beheimatet. Bei den hier stattfindenden Veranstaltungen stehen Vernetzung und Austausch der internationalen Designszene im Mittelpunkt.

Highlight-Events der Open in Frankfurt

Der offizielle Auftakt der Open – Design Week wird am Freitag, 5. Juni, mit dem neunten Kreativwirtschaftstag im Space Neue Kaiser, Kaiserstraße 30, eingeläutet. Als weiterer Höhepunkt wird von Freitag, 5., bis Donnerstag, 11. Juni, die „WDC x Brompton Special Edition“ im Massif Central präsentiert. Das Projekt entstand im Rahmen eines Open Calls, bei dem Designerinnen und Designer sowie Nachwuchstalente die leichte „P Line“ des ikonischen Faltrads mit eigenen Farben, Grafiken und gestalterischen Ansätzen neu interpretierten. Das limitierte Rad wird anschließend im Rahmen eines Gewinnspiels verlost.

Am Samstag, 6. Juni, öffnet der „Shared Resources Space“ im Danzig am Platz feierlich seine Türen. Gemeinsam mit der „rent.group“ widmet sich der Space Themen wie Kreislaufwirtschaft, Sharing und nachhaltigem Konsum. Junge Gestalterinnen und Gestalter wie das Studio Tobias Hirt und das RAFT Collective treffen hier auf Gestalter wie Jain&Kriz und DigitaLicht sowie Akteurinnen und Akteure aus Architektur und Wirtschaft. Die Ausstellung Constructive Alps zeigt ausgezeichnete Architekturprojekte aus dem Alpenraum, die nachhaltiges Bauen mit regionalen Bautraditionen verbinden.

Ein zentrales Zukunftsprojekt Frankfurts steht beim Rooftop Day am Samstag, 6. Juni, auf der Terrasse des Jüdischen Museums Frankfurt im Fokus: die geplante Kulturmeile entlang der historischen Wallanlagen. In Kooperation mit der WDC 2026 geben Vertreterinnen und Vertreter der Stadtpolitik ab 18 Uhr Einblicke in die aktuellen Planungen.

Unter dem Titel „Horsing Around – zügelt Euch nicht“ wird am Samstag, 6. Juni, die Rückkehr einiger durch die Vienna Design Week entführten und umgestalteten Objekte in die Kneipe „Gute Stute“ mit Arbeiten von Kai Linke gefeiert.

Film- und Designbegeisterte kommen ebenfalls am Samstagabend im Massif E auf ihre Kosten: Im Anschluss an die Weltpremiere von Gary Hustwits Dokumentation „What Are People For“ über den Designtheoretiker Patrick Whitney um 19.30 Uhr, findet bei freiem Eintritt ein Filmgespräch mit Regisseur Gary Hustwit, Produzentin Ashley Lukasik und Patrick Whitney über das Thema Gestaltung als gesellschaftliche Praxis statt.

Am Sonntag, 7. Juni, zeigt das Massif E den bekannten Porträtfilm „Rams“ über Dieter Rams, dessen Entwürfe insbesondere für Braun das moderne Produktdesign weltweit prägten, ebenfalls ein Film von Gary Hustwit.

Das Museum Angewandte Kunst stellt in seinem „Next Generation Space“ von Freitag, 5., bis Sonntag, 7. Juni, Nachwuchsprojekte und aktuelle Arbeiten der Hessen Design Competition aus. Von Dienstag, 9., bis Donnerstag, 11. Juni, geht es am selben Ort um Gender-Design: Das Netzwerk international Gender Design Network (iGDN) lädt zu Ausstellungen, Workshops und Diskussionen ein, um sichtbar zu machen, wie Gender-Design Teilhabe, digitale Entwicklung und interdisziplinären Austausch neu denkt.

Im „Creative Value Space“ im Neue Kaiser findet anlässlich der Ausstellung „Ausgezeichnet – Design Value Made in Hessen“ ein Konferenzprogramm des Landes Hessen mit hessischen Unternehmen und der Kreativwirtschaft statt. Mit Einblicken in Innovationsprozesse und der Vorstellung spannender Designprojekte dreht sich von Montag, 8., bis Freitag, 12. Juni, alles um Design Value. Von täglichen kompakten Innovators Coffee-Formaten über Workshops und einen halbtägigen Kongress am Freitag, 12. Juni, wird ein vielfältiges Programm geboten.

Am Dienstag, 9. Juni, dem Fokustag der Open in Frankfurt, öffnen namhafte Akteurinnen und Akteure ihre Türen für das Publikum: Den Start macht die Designagentur hauser lacour mit einem Breakfast Talk gemeinsam mit dem Trendforscher Raphael Gielgen zum Thema New Democratic Work. Der Verlag form untersucht an diesem Tag zusammen mit der Künstlerin Sandra Spoo im Colour Research Studio das gesellschaftliche und politische Potenzial von Farbe. Der Fokustag klingt aus mit der Brand Experience Night bei der Markenagentur Jazzunique.

Wer den Frankfurter Fokustag nicht auf eigene Faust erkunden möchte, kann an geführten Touren teilnehmen. Ob zu Fuß bei den Design Trails, per Design Shuttle mit Mobilitätspartner Mazda, oder mit dem Fahrrad bei den Design Rides: Die Touren führen unter anderem zu NSYNK, JOP Architekten, Studio Sasch, Trickfilmland & Playlist4You, e15, Moogoo sowie zur Ausstellung „New Neues Frankfurt“ im historischen mayhaus. Ein Design Shuttle verbindet zudem Design-Orte in Frankfurt, Offenbach und Darmstadt. Der Abend klingt anschließend bei einem Drink im „Shared Resources Space“ im Danzig am Platz aus.

Am Mittwoch, 10. Juni, widmet sich der World Industrial Design Day FRM von 18 bis 22 Uhr in der Evangelischen Akademie am Römerberg im Rahmen offener Dialogformate der Frage, wie Design zu einer wertebasierten Transformation beitragen kann.

Am Freitag, 12. Juni, setzt sich die urbane Tanzperformance „Beats by bits“ mitten in Frankfurts Innenstadt mit den sozialen und politischen Facetten von Techno auseinander. Das Projekt der Company Haptic Hide unter der Leitung von Paula Rosolen bindet zehn Tänzerinnen und Tänzer sowie Künstlerinnen und Künstler aus der Region ein und bringt im Anschluss an die Shows um 17 und 19 Uhr für jeweils circa 35 Minuten auf dem Goetheplatz das Frankfurter Publikum selbst zum Tanzen.

Gegen Ende der Woche bündelt sich das internationale Interesse im Massif E, wo am Donnerstag, 11., und Freitag, 12. Juni, das renommierte Forward Festival gastiert und neue Impulse für digitale Kultur und Kommunikation setzt. Parallel feiert der globale Nachwuchs beim „iF DESIGN STUDENT AWARD 2026“ am Donnerstag, 11. Juni, im Westhafen Pier 1 seine Auszeichnungen.

Von Freitag, 12., bis Sonntag, 14. Juni, verwandelt das Projekt „Off the wall“ die Frankfurter Wallanlagen mit temporären Installationen und Aktionen in ein Reallabor für Begegnung, Biodiversität und klimafreundliche Mobilität. Was als Vision im Rahmen des Open Calls der WDC 2026 bereits im Oktober 2024 seinen Anfang nahm, erreicht nun in einer dreitägigen interaktiven Intervention seinen bisherigen Höhepunkt.

Zum Abschluss der Open – Design Week erwartet die Besucherinnen und Besucher am Samstagabend, 13. Juni, beim brand eins-Talk „Echt jetzt. Ein Abend für das Analoge” im Massif E ab 19.30 Uhr ein Plädoyer für echte Begegnungen.

Das vollständige Programm gibt es unter WDC 2026 | Open – Design Week Frankfurt RheinMain.

(Text: PM Stadt Frankfurt)