Verkehrsversuch für mehr Sicherheit in Darmstadt

(Symbolbild: Asya Vee auf Unsplash)

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt startet Ende Juni/Anfang Juli den geplanten Verkehrsversuch in der Eschollbrücker Straße zwischen Donnersbergring und Groß-Gerauer Weg. Die entsprechenden Markierungen werden in der Woche vom 29. Juni bis 5. Juli 2026 vorgenommen.


Die Maßnahme zielt darauf ab, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Straßenraum neu zu ordnen. Der ursprünglich früher vorgesehene Verkehrsversuch hatte sich aufgrund eines Wohnungs- und Kitaneubaus sowie Arbeiten von Versorgungsträgern im Straßenbereich um mehrere Jahre verzögert.

„Die bestehenden Fahrstreifenbreiten für den Rad- und Kfz-Verkehr entsprechen in diesem Abschnitt der Eschollbrücker Straße nicht mehr dem heutigen Stand der Regelwerke und unterschreiten die geltenden Regelmaße teilweise deutlich. Deshalb wird der bestehende Radfahrstreifen im Rahmen des Verkehrsversuchs auf der Nordseite von bislang 1,40 Meter Breite auf 2,30 Meter nutzbare Breite erweitert und zusätzlich baulich geschützt. Dafür entfallen 16 Längsparkstände“, erläutert Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey.

Auf der Südseite wird der Radverkehr abschnittsweise geschützt auf dem bisherigen Parkstreifen geführt. Gleichzeitig wird der Gehweg von derzeit 1,70 Metern auf 3,25 Meter verbreitert. Damit wird insbesondere die sogenannte „Dooring-Gefahr“ durch plötzlich geöffnete Autotüren deutlich reduziert. Für diese Umgestaltung entfallen zehn Längsparkstände.

„Verkehrsversuche nach der Straßenverkehrsordnung bieten Kommunen die Möglichkeit, neue Konzepte der Verkehrsführung zeitlich befristet zu testen, bevor sie dauerhaft implementiert werden. Wie bereits bei früheren Verkehrsversuchen werden die neuen Markierungen in gelber Farbe ausgeführt. Der Versuch ist zunächst auf ein Jahr angelegt“, so Wandrey weiter. Während dieses Zeitraums wird insbesondere die Entwicklung der Parkraumnachfrage untersucht und bewertet. Nach einer erfolgreichen Testphase könnten die Maßnahmen dauerhaft umgesetzt und baulich verstetigt werden.

„Mit dem Verkehrsversuch schaffen wir mehr Sicherheit und bessere Bedingungen für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Gleichzeitig gewinnen wir wichtige Erkenntnisse darüber, wie der Straßenraum im Sinne des Mobilitätsfriedens künftig vorteilhaft und ausgewogen genutzt werden kann“, so Wandrey abschließend.

Bereits 2020 hatte die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Roßdörfer Platz, an der Bleichstraße/Steubenplatz, in der Neckar- und in der Zeughausstraße Verkehrsversuche eingerichtet, die mittlerweile alle verstetigt wurden.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)