Frankfurter Schulpreis 2026: Schülerinnen und Schüler gestalten ihre Stadt mit

Alle fünf Gewinnerschulen präsentieren sich auf der Treppe im Rathaus Römer. (Foto: Holger Menzel)

Fünf Schulen im Kaisersaal des Frankfurter Römers ausgezeichnet

Mit einer feierlichen Preisverleihung im Kaisersaal des Rathauses Römer wurde am Freitag, 12. Juni, der zugleich Anne Frank Tag ist, der Frankfurter Schulpreis 2026 verliehen. Unter dem Motto „Unsere Stadt: gemeinsam, gerecht, gestaltet“ hatten sich Schülerinnen und Schüler aus ganz Frankfurt im laufenden Schuljahr mit Fragen zu Demokratie, Teilhabe, Vielfalt und Mitgestaltung auseinandergesetzt und eigene Projekte entwickelt.


Nach einer ersten Auswahlrunde im Herbst 2025 wurden fünf Schulen für die Umsetzungsphase nominiert und von der Stadt mit jeweils 2000 Euro Startgeld gefördert. In den vergangenen Monaten setzten die Schülerinnen und Schüler ihre Projektideen eigenverantwortlich um und präsentierten die Ergebnisse im Mai einer Fachjury. Die Jury bewertete die Projekte anhand der Kriterien thematische Relevanz, Kreativität und Perspektivenvielfalt, aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, Lern- und Erfahrungsgewinn sowie Nachhaltigkeit und Wirkung.

„Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie junge Menschen Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen und demokratisches Zusammenleben aktiv gestalten. Unsere Stadt ist ein Ort der Vielfalt und des sozialen Miteinanders. Hier wird Demokratie gelebt und das friedliche Zusammenleben erprobt. Vor Ort, in der Schule, im Stadtteil treffen unterschiedliche Meinungen und Lebensentwürfe aufeinander, wollen gesehen und akzeptiert werden. Unsere Stadt ist nicht nur der Ort, an dem wir aufwachsen und leben, sondern auch ein Umfeld, das wir selbst gestalten können. Hierbei leistet der Schulpreis einen wichtigen Beitrag“, sagte Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.

Die Bandbreite der ausgezeichneten Projekte reichte von Aktionen gegen Diskriminierung über Erinnerungsarbeit und digitale Beteiligungsformate bis hin zu Angeboten, die den Zusammenhalt innerhalb der Schulgemeinschaft stärken. Während der Umsetzungsphase wurden alle fünf Schulen von einem professionellen Filmteam begleitet. Die dabei entstandenen Kurzfilme gaben dem Publikum bei der Preisverleihung eindrucksvolle Einblicke in die Projektarbeit und das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam mit den Laudationes würdigten sie die Ideen, den Einsatz und die Erfolge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Preisverleihung wurde von Journalistin und Moderatorin Anne Chebu moderiert. Die Schirmherrschaft übernahm Hassan Annouri vom Verein „Wir sind alles Frankfurter“, der zugleich für den musikalischen Rahmen sorgte. Das Grußwort hielt Prof. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank.

Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind:

1. Platz (3000 Euro): Pestalozzischule – „Digitaler Stadtteil – Erforschungsraum“
2. Platz (2000 Euro): Max-Beckmann-Schule – „Antidiskriminierungskonzept“
3. Platz (1000 Euro): Philipp-Holzmannschule – „Ich bin (k)ein Opfer“

Aktionspreis (Volkshochschule Frankfurt): Engelbert-Humperdinck-Schule – „Friedensinsel“

Aktionspreis (Deutsches Architekturmuseum): Bethmannschule – „App zur Orientierung im Bildungszentrum Ost“

Der Frankfurter Schulpreis

Der Frankfurter Schulpreis wird von der Stadt Frankfurt ausgeschrieben und vom Stadtschulamt in Kooperation mit der „Jungen Volkshochschule“ seit 2026 durchgeführt. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler darin zu bestärken, Verantwortung zu übernehmen, gesellschaftliche Herausforderungen zu reflektieren und eigene Ideen für ein demokratisches Zusammenleben zu entwickeln.

Nähere Informationen können unter frankfurt.de || Frankfurter Schulpreis abgerufen werden.

(Text: PM Stadt Frankfurt)