Empfang im Frankfurter Kaisersaal würdigt Dienst und gesellschaftliches Engagement von Veteraninnen und Veteranen

Umtrunk im Foyer vor dem Kaisersaal. (Foto: Michael Braunschädel)

Die Stadt Frankfurt am Main hat am Montag, 15. Juni, Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bundeswehr, Hilfsorganisationen und dem Ehrenamt anlässlich des zweiten Nationalen Veteranentags empfangen. Oberbürgermeister Mike Josef begrüßte die Gäste im Kaisersaal des Römers. Prof. Roman Poseck, Hessens Minister des Inneren, für Sicherheit und Heimatschutz, sowie Oberst a.D. Reinhold Janke sprachen Grußworte. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Holzbläserquintett des Landespolizeiorchesters.


Mit dem Veteranentag würdigt Deutschland seit 2025 den Dienst aktiver und ehemaliger Soldatinnen und Soldaten. Der Deutsche Bundestag hatte die Einführung des Gedenk- und Aktionstages im Jahr 2024 mit großer Mehrheit beschlossen. Ziel ist es, die Leistungen von Veteraninnen und Veteranen sichtbar zu machen und den Dialog zwischen Bundeswehr und Gesellschaft zu stärken.

Oberbürgermeister Mike Josef betonte in seiner Begrüßungsrede die besondere Bedeutung des Veteranentags als Zeichen von Respekt und Wertschätzung. „Der Veteranentag ist ein Tag des Dankes“, sagte Josef. „Ein Tag der Anerkennung für die Frauen und Männer, die in den Streitkräften der Bundesrepublik Deutschland gedient haben oder noch heute dienen.“

Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand insbesondere das gesellschaftliche Engagement vieler Veteraninnen und Veteranen über ihre aktive Dienstzeit hinaus. Verantwortung, Verlässlichkeit und Einsatzbereitschaft seien Werte, die viele von ihnen auch nach dem Ablegen der Uniform in Vereinen, Verbänden, sozialen Initiativen, der Jugendarbeit oder der Kommunalpolitik einbringen.

„Frankfurt lebt von Menschen, die sich einbringen. Von Menschen, die nicht wegschauen, sondern anpacken. Von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – für ihre Nachbarschaft, für ihre Stadt und für unsere Demokratie“, sagte der Oberbürgermeister.

Als Beispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von Bundeswehr und Stadtgesellschaft hob Josef die Reservistenkameradschaft Frankfurt am Main hervor. Sie leiste seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur sicherheitspolitischen Bildung und zum Austausch zwischen Bundeswehr und Bevölkerung.

Zugleich verwies der Oberbürgermeister auf die Bedeutung eines starken gesellschaftlichen Zusammenhalts für die Sicherheit und Stabilität einer demokratischen Gesellschaft. Sicherheit beginne nicht erst an den Grenzen eines Landes, sondern dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernähmen, staatliche Institutionen funktionierten und ehrenamtliches Engagement gelebt werde.

Der Veteranentag erinnere deshalb nicht nur an den Dienst von Soldatinnen und Soldaten, sondern richte den Blick auch auf die Zukunft. „Der Veteranentag macht deutlich, dass Frieden, Freiheit und Demokratie Menschen brauchen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Josef. „Menschen, die sich engagieren, Haltung zeigen und sich für das Gemeinwohl einsetzen.“

(Text: PM Stadt Frankfurt)