Frankfurt: Hitze verstärkt Starkregengefahr

Ausschnitt aus der Karte „Überflutungsbetroffenheit von Objekten“ mit hinterlegten Fachkarten im Geoportal Frankfurt. (Karte: Stadt Frankfurt am Main)

Umweltamt informiert und ruft zur Vorsorge auf

Kurz vor dem kalendarischen Sommerbeginn steigen die Temperaturen zum Wochenende hin deutlich an. Die nächste Hitzewelle rollt auf Deutschland zu. Mit den anhaltend hohen Temperaturen steigt auch in Frankfurt am Main die Gefahr von Starkregenereignissen deutlich. Starkregen kann überall auftreten, oft plötzlich und mit großer Intensität. In den vergangenen Jahren kam es zwischen Mai und September immer wieder zu heftigen Niederschlägen. Auch in diesem Jahr wurde bereits das erste Starkregenereignis im Einzugsgebiet des Eschbachs registriert.


Starkregenereignisse können innerhalb kurzer Zeit die Regenmenge eines ganzen Monats freisetzen. Die daraus entstehenden Wassermassen führen zu Überflutungen auf Straßen, an kleinen Gewässern und zu erheblichen Schäden an Gebäuden. „Es ist wichtig, dass die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger ihre individuelle Gefährdung kennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen treffen“, rät das Umweltamt. Eine gute Grundlage für die erste Einschätzung der eigenen Gefährdungssituation bildet die Starkregengefahrenkarte der Stadt Frankfurt am Main unter geoportal.frankfurt.de/starkregen.

Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass die Starkregengefahrenkarte im Geoportal Frankfurt bereits sehr intensiv genutzt wird. Mit über zehn Millionen Aufrufen zählt sie zu den meistgenutzten Fachdiensten der Stadt. Die Karte ist seit 2021 online verfügbar und ermöglicht es, die potenzielle Starkregengefährdung an der eigenen Adresse einzuschätzen – inklusive möglicher Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten.

„Die große Resonanz auf die Starkregengefahrenkarte zeigt, wie wichtig Klimaanpassung und Starkregenvorsorge für Frankfurt sind. Die Karte macht Risiken für Gebäude und Grundstücke sichtbar und unterstützt Bürger:innen dabei, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Denn nur wer seine Gefährdung kennt, kann sein Eigentum wirksam schützen“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.

Beim Museumsuferfest vom 28. bis 30. August wird es auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit geben, sich persönlich über Starkregen- und Hochwassergefahren zu informieren. Bürgerinnen und Bürger können auf Basis der Starkregengefahrenkarte einen individuellen Überflutungscheck durchführen und sich zu geeigneten Vorsorgemaßnahmen beraten lassen. In Zusammenarbeit mit der Branddirektion und dem HochwasserKompetenzCentrum (HKC) Köln werden verschiedene Möglichkeiten der Eigenvorsorge sowie Objektschutzmaßnahmen vorgestellt, die anschaulich zeigen, wie sich Gebäude wirksam gegen eindringendes Wasser schützen lassen. Dazu gehören unter anderem Rückstausicherungen, druckdichte Fenster und Türen sowie mobile Hochwasserschutzsysteme.

Interessierte können sich bei weiteren Fragen zum Thema per E-Mail an starkregenvorsorge@stadt-frankfurt.de wenden.

(Text: PM Umweltamt Frankfurt)