Junge Menschen für die Risiken von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sensibilisiert
Wie kommt man nach einer feuchtfröhlichen Feier sicher nach Hause? Welche Regeln gelten für Fahranfängerinnen und Fahranfänger? Und wie viel Alkohol ist auf dem E-Scooter erlaubt? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gab es für Schülerinnen und Schüler bei den diesjährigen Aktionstagen der Aufklärungskampagne „Check, wer fährt!“, die über die Folgen von Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr informiert.
Etwa 1000 Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen in Frankfurt haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachstelle Prävention des Vereins Arbeits- und Erziehungshilfe kurz vor den Sommerferien mit ihren mobilen Beratungsständen und Mitmachaktionen rund um das Thema Verkehrssicherheit erreicht. Auch bei den Jugendgesundheitstagen des Gesundheitsamtes war das Projekt vor Ort.
Besonders beliebt bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren der Parcours mit der Rauschbrille und der Klingeldraht-Test. Beide Aktionen lassen die Auswirkungen von Alkohol und anderen Drogen auf Wahrnehmung, Reaktionsvermögen und Koordination unmittelbar am eigenen Leib erleben. Bei Quizspielen konnten die Jugendlichen außerdem das eigene Wissen zu Verkehrsregeln, Promillegrenzen und rechtlichen Konsequenzen testen und nicht zuletzt nehmen alle Schulen wieder an einem großen Gewinnspiel teil. Die Auslosung der Preise folgt in den kommenden Tagen.
„Bei jungen Menschen kommt die Kampagne sehr gut an“, sagt Annika Funke, Leiterin des Drogenreferats der Stadt Frankfurt. „Die Mitmachaktionen schaffen für junge Fahrerinnen und Fahrer einen unkomplizierten Zugang zu Themen wie Drogen und Verkehrssicherheit.“ Besonders wichtig ist dabei der Erlebnischarakter, sagt Funke: „Wer einmal mit der Rauschbrille über den Hof geschwankt ist, wird das nicht so schnell vergessen. Das bleibt länger im Gedächtnis als jede Broschüre.“
Seit dem Jahr 2000 unterstützt das Drogenreferat die Kampagne „Check, wer fährt!“ der Fachstelle Prävention, ebenso die Aktionstage an Frankfurter Schulen, die es seit nunmehr 13 Jahren gibt. Für die Leiterin des Drogenreferats ist die Kampagne auch nach mehr als zwei Jahrzehnten noch ein Erfolgsmodell in Sachen Prävention und Aufklärung – und hochaktuell: „Nach den aktuellen Verkehrsunfallstatistiken zählen insbesondere junge Menschen, die feiern, ausgehen und erst seit kurzer Zeit einen Führerschein besitzen, zu den besonders gefährdeten Gruppen im Straßenverkehr.“ Neben den Risiken des Alkoholkonsums thematisiert die Kampagne auch die Folgen von Cannabiskonsum und Partydrogen im Straßenverkehr. „Wir wollen junge Menschen frühzeitig für die Gefahren berauschten Fahrens sensibilisieren und sie motivieren, sich rechtzeitig Alternativen für den Heimweg zu überlegen, anstatt sich berauscht mit dem Fahrrad, E-Scooter oder Auto auf den Weg zu machen.“
Seit vier Jahren ist das Aktionsmobil von „Check, wer fährt!“ auch ein fester und stark nachgefragter Programmpunkt beim Sommerfest der Goethe-Universität auf dem Campus Westend mit mehreren Tausend Besucherinnen und Besuchern. Für die Leiterin des Drogenreferats ist dies ein „toller Abschluss der Aktionstage“, weil die Kampagne dort auch viele junge Erwachsene außerhalb des schulischen Umfelds erreicht. „Jede vermiedene Fahrt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss kann dazu beitragen, Unfälle zu verhindern und Menschen zu schützen“, sagt Funke.
Weitere Informationen sind unter checkwerfaehrt.de oder telefonisch beim Drogenreferat unter 069/212-30124 erhältlich.
(Text: PM Stadt Frankfurt)

