Abwechslungsreiche Matinee am Dalles in Dudenhofen

Die Besucher erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus Chormusik, Instrumentalklängen und Kunst. (Foto: ah)

Auch die zweite Auflage der „Matinee am Dalles“ hatte mit dem Wetter zu kämpfen. Wie schon bei der Premiere musste die Veranstaltung vom Dalles vor dem Bürgerhaus Dudenhofen kurzerhand nach innen verlegt werden. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.


Die Besucher erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus Chormusik, Instrumentalklängen und Kunst. Die Wurzeln der Veranstaltung reichen inzwischen elf Jahre zurück. Damals hatten Barbara und Harald Deichmann im Rahmen des Tages der offenen Gärten zu einer Serenade hinter ihrem Haus eingeladen. Nach der Corona-Pandemie wurde die Reihe als „Abendmusik im Grünen“ in den Jahren 2023 und 2024 fortgeführt. Da der organisatorische Aufwand jedoch immer größer wurde, entstand die Idee, das Format in eine Sonntags-Matinee auf dem Dalles zu überführen und die Verantwortung an den Männerchor Dudenhofen zu übergeben. Die künstlerische Leitung liegt weiterhin in den bewährten Händen von Harald Deichmann.

Ebenso souverän wie charmant führte Barbara Deichmann erneut durch das Programm. Tradition hat bei der Matinee auch die Verbindung von Musik und bildender Kunst. Begleitend zur Veranstaltung waren Werke von Irene Resch ausgestellt. Zwei Bilder fanden noch während der Matinee neue Besitzer. Der Verkaufserlös von 800 Euro kommt dem Hospiz in Jügesheim zugute. Musikalisch setzte gleich der Auftakt ein besonderes Zeichen. Die Barbershop-Singphoniker des Männerchors und die jungen Sängerinnen von Elysian Voices eröffneten gemeinsam mit „You Are The New Day“ die Matinee. Das Lied, das Hoffnung und Aufbruch symbolisiert, bildete zugleich die Brücke zur Kunstausstellung.

Später überzeugten die neun Sängerinnen aus Seligenstadt mit einem breiten Repertoire von Taylor Swifts „Blank Space“ bis zur schwedischen Volksweise „Vem kan segla“. Unter der Leitung von Julia Kuhn beeindruckte der Chor mit präzisen Harmonien und großer musikalischer Ausdruckskraft. Für ganz andere Klänge sorgte Saxpower. Mit acht Saxofonen und zwei Schlagwerkern fegte das Ensemble musikalisch förmlich durch den Saal. Mitreißende Arrangements, viel Druck und Stücke von Barry Manilow bis Michael Bublé begeisterten das Publikum.

Etwas ruhiger, aber nicht weniger eindrucksvoll präsentierte sich die Soundwerkstatt aus Hanau. Das Trio interpretierten mit mehrstimmigem Gesang, Akustikgitarren und Percussion Told on me, Too close, Don´tknow why, Nur noch kurz die Welt retten und stellten zudem eigene Kompositionen vor.

Die Matinee zeigte einmal mehr, wie gut unterschiedliche Generationen und Musikstile zusammenfinden können.

(Text: ah)