Regenbogenempfang im Römer: Frankfurt setzt Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte

Gut besuchter Kaisersaal: Vertreterinnen und Vertreter der queeren Community sowie zahlreiche Engagierte aus Vereinen und Initiativen kamen zum Regenbogenempfang. (Foto: Chris Christes)

„Queeres Leben gehört selbstverständlich zu Frankfurt, weil Sichtbarkeit kein Privileg ist.“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Mike Josef beim Regenbogenempfang am Montag, 29. Juni, das Bekenntnis der Stadt zu Vielfalt, Gleichberechtigung und einer offenen Stadtgesellschaft bekräftigt. Anlässlich des 34. Christopher Street Days (CSD) begrüßte Josef Vertreterinnen und Vertreter der queeren Community sowie zahlreiche Engagierte aus Vereinen und Initiativen im Kaisersaal des Römers.


„Der CSD und alle Beteiligten kämpfen für unsere Demokratie und stehen für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte der Oberbürgermeister. „Gerade jetzt sind selbstbewusste Demos wie der CSD wichtig. Die große Präsenz und breite Akzeptanz auf den Straßen zeigen: Viele Menschen stehen für Sicherheit, Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung ein.“

Der diesjährige CSD steht unter dem Motto „Demokratie braucht keine Alternative!“ – ein Bekenntnis zu den europäischen Werten „In Vielfalt vereint!“, betonte Josef und erinnerte mit Blick auf die Entwicklungen in Frankfurts Partnerstadt Budapest daran, dass der dortige Christopher Street Day im vergangenen Jahr trotz staatlicher Verbotsversuche mit der Unterstützung des Oberbürgermeisters Gergely Karácsony stattfinden konnte. Hunderttausende Menschen seien auf die Straße gegangen und hätten deutlich gemacht, dass sich Sichtbarkeit, Freiheit und Menschenwürde nicht verbieten lassen. Frankfurt habe dabei fest an der Seite seiner Partnerstadt gestanden und sich zu den gemeinsamen europäischen Werten bekannt.

„Der Christopher Street Day ist mehr als eine fröhliche Party“, sagte Josef. „Er ist Ausdruck einer offenen Stadtgesellschaft. Er ist Sichtbarkeit, Schutzraum und politisches Signal zugleich. Und er erinnert uns daran, dass Freiheit nur dann selbstverständlich bleibt, wenn man sie kontinuierlich aktiv verteidigt. Deshalb steht Frankfurt klar an der Seite aller, die sich für Vielfalt, Gleichberechtigung und Menschenwürde einsetzen.“

Sebastian Reggentin, Pressesprecher des Vereins CSD Frankfurt, sprach ebenfalls zu den Gästen. Er sagte: „Die Demokratie ist eines der größten Geschenke, die der Mensch sich selbst je gemacht hat. Auch wenn sie anstrengend, zeitintensiv und oft auch nervenaufreibend ist. Sie muss heute mehr denn je verteidigt werden. Unser diesjähriger CSD steht deshalb unter genau diesem Motto.“

Der CSD bildet den Höhepunkt des Frankfurter Pride Month und findet seit 1992 statt. Von Donnerstag, 16., bis Sonntag, 19. Juli, werden tausende Menschen aus Frankfurt und der Region Liebe, Toleranz und die LGBTIQ+-Community am nördlichen Mainufer feiern.

(Text: PM Stadt Frankfurt)