Zeltunterkunft für Obdachlose in Eschersheimer Anlage errichtet

(Symbolfoto: José Manuel de Laá auf Pixabay)

Stadt Frankfurt reagiert auf Kündigung der Notübernachtung Eschenheimer Tor

Nach der Kündigung der Notübernachtung in der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor hat die Stadt Frankfurt am Montag, 29. Juni, in der Eschenheimer Anlage eine provisorische Zeltunterkunft für obdachlose Menschen errichtet. Damit ist sichergestellt, dass obdachlose Menschen einen geschützten Schlafplatz haben. „Es ist erschreckend zu sehen, dass in einer Millionenstadt wie Frankfurt kein Gebäude und keine Halle zur Verfügung steht, damit Menschen in Not – obdachlose Menschen – darin Schutz suchen können. Wir haben daher unmittelbar gehandelt. Innerhalb weniger Stunden hat die Stadt gemeinsam mit der Feuerwehr eine funktionierende Lösung auf die Beine gestellt. Entscheidend war für uns einzig, dass niemand ohne Schutz für die Nacht bleiben musste“, sagt Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit.


Mehr als 60 Einsatzkräfte sowie freiwillige Helferinnen und Helfer haben am Montagnachmittag insgesamt fünf Zelte für jeweils 20 Menschen aufgebaut. Gemeinsam mit dem Frankfurter Verein wurde die Versorgung sichergestellt. Die Feldbetten waren in der Nacht zum Dienstag komplett belegt. Die Situation vor Ort war geordnet. Weitere Informationen zur Zeltunterkunft hält die Feuerwehr Frankfurt bereit. Für Dienstag ist geplant, mobile Toilettenanlagen aufzustellen.

Mit Blick auf die angespannte Wetterlage erklärt Voitl: „Gerade angesichts der angekündigten Gewitter ist der Einsatz der Feuerwehr von besonderer Bedeutung. Umso dankbarer bin ich allen Einsatzkräften, die diese zusätzliche Aufgabe kurzfristig übernommen haben. Unser gemeinsames Ziel war und bleibt, keinen Menschen in unserer Stadt schutzlos zurückzulassen.“

Die Stadt Frankfurt sucht intensiv weiter nach einer Ersatzlösung für eine Notübernachtung im Stadtzentrum. „Obdachlose Menschen sind oftmals immobil. Wir brauchen also einen Standort, der leicht zu erreichen ist“, sagt Voitl.

(Text: PM Stadt Frankfurt)