Ferienstart zwischen Flamingos und Pinguinen im Zoo Frankfurt

Wie jagt eigentlich ein Schützenfisch? Die Gäste der Rallye hören gespannt zu. (Foto: Andreas Varnhorn)

Oberbürgermeister Josef sowie die Stadträtinnen Weber und Hartwig laden Kinder zu Rallye im Zoo ein

Schützenfische, Flamingos und Schildkröten statt Mathe, Deutsch und Englisch: Für rund 110 Frankfurter Kinder haben die Sommerferien am Freitag, 3. Juli, mit einer Entdeckungstour durch den Zoo Frankfurt begonnen. Bei einer Rallye mit Spielen, Quizfragen und Mitmachaktionen lernten die sechs bis zehn Jahre alten Jungen und Mädchen aus Kinderzentren und schulischen Betreuungseinrichtungen Tiere und ihre Lebensräume kennen. Dazu eingeladen hatte Oberbürgermeister Mike Josef im Namen des Magistrats.


Josef begrüßte die Kinder gemeinsam mit Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, sowie Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. Anschließend begleiteten sie die Rallye an verschiedenen Stationen im Zoo und kamen mit den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch.

„Der Zoo Frankfurt hat das Motto ‚Tiere erleben – Natur bewahren‘ und es gibt heute für uns alle viel zu entdecken“, sagte Josef. „Gemeinsam mit den Kindern habe ich an meiner Station die besondere Jagdtechnik der Schützenfische ausprobiert. Die Tiere treffen ihre Beute mit gezielten Wasserstrahlen – wir haben das mit Wasserpistolen nachgestellt und Kunststoffinsekten von ihren Plätzen geschossen. Das hat nicht nur riesigen Spaß gemacht, sondern auch eindrucksvoll gezeigt, wie erstaunlich und einfallsreich die Natur ist. Solche Erlebnisse wecken Wissensdurst und machen verständlich, warum es sich lohnt, Tiere und ihre Lebensräume zu schützen.“

„Lernen muss nicht immer im Klassenzimmer, im Kindergarten oder im Hort stattfinden. Überall dort, wo Kinder neugierig sind, Fragen stellen und Neues entdecken, lernen sie. Deshalb ist auch der Zoo ein wichtiger Lernort. Ich freue mich, dass die Kinder die Gelegenheit haben, Tiere und Natur heute auf so spielerische Weise kennenzulernen“, sagte Weber.

An der Flamingo-Station testeten die Kinder ihr Gleichgewicht und erfuhren, warum die langen Beine der Vögel für ihr Leben im Wasser so wichtig sind. Bei den Schildkröten in den Vogelhallen ging es um heimische und invasive Tierarten. In einem Quiz ordneten die Kinder verschiedene Tiere den beiden Gruppen zu und lernten ihre Bedeutung für das Ökosystem kennen.

Hartwig, die unter anderem für den Zoo Frankfurt zuständig ist, hat die Station der invasiven Arten betreut, zu denen unter anderem auch die Schildkröten gehören, und resümiert: „Alle Kinder, die zu meiner Station kamen, waren begeistert und voller Wissensdrang und haben die Rallye durch den Zoo wirklich toll gemeistert. Besonders hat mich gefreut, dass sie dabei nicht an der Oberfläche geblieben sind, sondern voller Neugier ziemlich tiefgehende Detailfragen gestellt haben, die ich zum Teil gar nicht alle direkt beantworten konnte. Genau das zeigt mir erneut die wichtige Rolle unseres Zoos, wenn es darum geht, Wissen über die verschiedenen Tierarten auf unserem Planeten, ihre Lebensgewohnheiten und besonderen Merkmale kindgerecht zu vermitteln. Und wie großartig es ist, wenn Kinder und Jugendliche frühzeitig lernen, wie schützenswert unsere Natur und Tierwelt sind.“

An insgesamt acht Stationen konnten die Kinder den Zoo auf abwechslungsreiche Weise erkunden. Spiele, Rätsel und Mitmachaktionen vermittelten Wissen über Tiere, ihre Lebensräume und den Artenschutz. Nach der Rallye hatten die jungen Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, den Zoo auf eigene Faust weiter zu entdecken und den Tag dort ausklingen zu lassen.

(Text: Stadt Frankfurt)