Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“: Wissenschaftsstadt Darmstadt belegt aktuell 2. Platz in der Kategorie „Großstädte“

Abgepflasterte Fläche nahe der Stiftskirche. (Foto: Wissenschaftsstadt Darmstadt)

Der Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“, an dem sich bundesweit Städte und Gemeinden beteiligen können, läuft noch bis zum 31. Oktober. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt nimmt seit dem Start am 21. März an diesem interkommunalen Wettbewerb zugunsten der Klimaanpassung teil. In der Kategorie „Großstädte“ belegt die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktuell Platz 2 mit fast 16.000 abgepflasterten Steinen.


Und es sollen noch mehr hinzukommen: Die Wissenschaftsstadt Darmstadt macht deshalb nochmals darauf aufmerksam, dass der laufende Wettbewerb ausdrücklich auch für Privatpersonen offensteht. Bürgerinnen und Bürger können sich mit eigenen Flächen an der Aktion beteiligen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Amts für Klimaschutz und Klimaanpassung bieten dazu Beratung an.

„Darmstadt hat eine tolle Zwischenplatzierung erreicht. Unser Ziel ist es, dass wir bis zum Ende des Wettbewerbs weitere Erfolge erzielen. Deshalb regen wir die Darmstädterinnen und Darmstädter weiter dazu an, sich mit eigenen Flächen an der Aktion aktiv zu beteiligen. Hierzu sind alle aufgerufen: Privatpersonen, Vereine, Unternehmen, Schulen und die Verwaltung. Gezählt werden Entsiegelungen auf allen Flächen im gesamten Stadtgebiet. Wenn Sie jetzt denken, ach die fünf Steine, die wir hinten im Garten im Frühjahr entfernt haben, um das neue Bäumchen zu pflanzen, die lohnen sich nicht. Dem sage ich: Doch! Auch die lohnen sich und zahlen auf unser gemeinsames ‘Darmstädter Konto’ ein. Es zählt im wahrsten Wortsinn jeder Stein“, erklärt Klimaschutzdezernent Michael Kolmer.

Die getätigten Entsiegelungen können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer online unter www.abpflastern.de dokumentieren. Hier können Fotos im „Vorher-Nachher-Vergleich“ hochgeladen und ein entsprechendes Formular ausgefüllt werden. Die Punkte werden dann dem „Kontostand“ der Wissenschaftsstadt Darmstadt zugeschrieben.

„Wer als Privatperson an dem Entsiegelungswettbewerb teilnehmen möchte, dem stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Klimaschutz und Klimaanpassung für kostenlose Initialberatungen zur Begrünung und Entsiegelung zur Verfügung, kommen Sie auf uns zu“, wirbt Kolmer.

Unter Klimaschutz@darmstadt.de können sich Interessierte per E-Mail melden. Über das Programm „Laub- und Nadelbäume“ können zudem Pflanzungen heimischer Baumarten auf den neu gewonnenen Flächen gefördert werden.

Bisherige Erfolge beim Entsiegelungswettbewerb

Mit den beiden Entsiegelungsprojekten an der Stiftskirche und in der Gundolfstraße konnte die Wissenschaftsstadt Darmstadt während des Entsiegelungswettbewerbs bereits viele Punkte sammeln und damit das Kleinklima in Darmstadt verbessern: Ende April wurde in einer Gemeinschaftsaktion zusammen mit dem BUND und der Anwohnerschaft 32 Quadratmeter Fläche nahe der Stiftskirche entsiegelt und biodivers mit heimischen Stauden und Gehölzen begrünt.

Die Fläche hat sich seitdem positiv entwickelt: Die trockenheitsverträglichen Pflanzen halten der Hitze der letzten Wochen stand und kühlen die unmittelbare Umgebung durch Verdunstungsprozesse. Eine weitere ökologisch wertvolle Begrünung in der bislang gekiesten Fläche am Ende der Gundolfstraße hilft ebenso dem Stadtklima: Hier wurden auf etwa 300 Quadratmetern Stauden und Gehölze gepflanzt sowie Blühmischungen ausgesät, welchen Insekten und Vögeln als Nahrungsquelle und Lebensraum dienen.

„Die Flächenentsiegelung ist eine zentrale Maßnahme des Klimaanpassungsplans und die wirksamste Maßnahme zur Reduzierung von Hitze im Stadtgebiet. Denn Grünflächen, Stauden, Sträucher und Bäume kühlen durch Schattenwurf und Verdunstung und tragen so maßgeblich dazu bei, das Aufenthaltsklima zu verbessern. Daher bleibt unser Ziel, weitere Flächen zu entsiegeln“, macht Kolmer deutlich und erklärt weiter: „Planungen hierzu sind in vollem Gange. Da ein erheblicher Anteil an Flächen im Stadtgebiet jedoch nicht im öffentlichen Besitz ist, sind auch alle Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, versiegelte Flächen zu prüfen und gemeinsam mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt dazu beizutragen, die Stadt weiter klimafreundlich zu gestalten.“

Weiterführende Informationen zum Wettbewerb „abpflastern“ stehen online unter http://www.darmstadt.de/abpflastern. Zudem steht das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung der Wissenschaftsstadt Darmstadt bei Rückfragen telefonisch zur Verfügung unter 06151 13-4902 und 13-4900.

(Text: PM Wissenschaftsstadt Darmstadt)