
Beim TSV Altheim herrscht derzeit in mehrerer Hinsicht Bewegung. Der Turn- und Sportverein als größter Zusammenschluss im Münsterer Ortsteil hat in seinem Biergarten nicht nur in eine Bühne investiert, sondern plant dazu auch gleich die ersten Events. Unter anderem soll am 15. August ein kleines Festival steigen. Auch sportlich gibt es gute Nachrichten. Überdies wird gerade der Jugend-Förderverein reaktiviert.
„Er lag sieben Jahre lang etwas brach“, sagt Frank Pauxberger. Er fungiert derzeit als Vorsitzender des Fördervereins, der bereits kurz vor den Sommerferien frische Aktivität zeigte und sich in die „Sommerturniere“ – Fußball-Juniorenturniere des Gesamtvereins, dessen wichtigste Sparte der deutsche Volkssport ist – einbrachte. Auch dem Vereinsvorsitzenden Olaf Herd ist das positiv aufgefallen: „Ich muss dafür sowohl der Jugendabteilung als auch dem Förderverein ein großes Lob aussprechen!“
Die Sommerturniere wollen die Altheimer zum festen Bestandteil ihres Jahresprogramms machen, und der Förderverein will künftig nicht nur hierbei wieder verstärkt flankieren. „Unser Fokus liegt erstmal auf der Fußball-Jugend“, sagt Pauxberger. „Je nachdem, wie viel Geld fließt, kann man vielleicht auch was in anderen Bereichen des Vereins machen.“ Zunächst mal sieht der Förderverein Möglichkeiten der Unterstützung darin, Mittel zu beschaffen, um beispielsweise den Kauf von Winter-Trainingsklamotten und neuen Toren zu fördern. „Wir wollen auch unseren Beitrag dazu leisten, die Hallenzeiten zu bezahlen“, führt Pauxberger aus.
Großes perspektivisches Ziel sei es, „mal auf ein internationales Jugendturnier zu fahren“. Dies könne „den Austausch junger Menschen aus verschiedenen Ländern fördern und Barrieren abbauen“. Weil der Förderverein nach der langen Phase weitgehender Inaktivität fast ohne Unterstützer dasteht – was auch passive Förderer meint -, gehe es jetzt jedoch erst einmal darum, „Werbung zu machen, dass wir Mitglieder bekommen“. Derzeit konsolidiere sich der Jugend-Förderverein des TSV Altheim noch intern, „nächstes Jahr soll das aber erledigt sein, so dass wir mit allen Mechanismen, die uns zur Verfügung stehen, werben können“.
Basis ist freilich, dass es überhaupt eine nennenswerte Zahl an kickenden Kindern und Jugendlichen im Ortsteil gibt. Dem sei so, stellt Olaf Herd heraus: Von den aktuell 420 TSV-Mitgliedern entfielen 100 auf den Junioren-Fußball. „Von den G- bis zu den C-Junioren haben wir alle Altersklassen allein besetzt. Bei den B-Junioren bilden wir zur neuen Saison eine Spielgemeinschaft mit der DJK Dieburg.“ In drei, vier Jahren sollen wieder Altheimer Eigengewächse den Übergang in die beiden Aktiventeams (Gruppenliga Darnstadt und Kreisliga C Dieburg) absolvieren. „Die Altheimer Zuschauer wollen ihre Altheimer in der ersten Mannschaft sehen – sonst kommen sie nicht“, weiß der Vereinschef. Der derzeitige Erfolg der ersten Mannschaft sei aber trotzdem „eine gute Werbemaßnahme für unsere Jugendabteilung“. Die profitiere zurzeit indes vor allem davon, dass sich dort „eine gute
Trainermannschaft gebildet hat“.
Optimiert hat der TSV Altheim kürzlich auch seinen Biergarten, der seit Mai wieder dienstags bis freitags ab 17 Uhr geöffnet hat und bei Heimspielen der Aktiven auch sonntags ab 13 Uhr für seine Gäste da sein wird. Markanteste Veränderung ist die neue Bühne. Hier veranstaltete der Verein zuletzt schon Public Viewings zur Fußball-WM.
„Wir wollen den Biergarten auch durch die Bühne noch stärker für Events nutzen“, blickt Herd voraus. Am 15. August – ebenfalls bei freiem Eintritt – wird ein ganzes Festival draus: Dann veranstaltet der Turn- und Sportverein einen „Bembel-Rock“. Am Samstag und Montag der Altheimer Kerb (zweites Oktober-Wochenende) soll im TSV-Biergarten ebenfalls Programm sein.
(Text: jedö)

