Magistrat Frankfurt beschließt die Bau- und Finanzierungsvorlage
Der Günthersburgpark im Nordend ist eine der wichtigsten und meistgenutzten Grünanlagen Frankfurts. Nach der ersten Erweiterung in den 1990er Jahren soll die Parkanlage nun erneut wachsen. Der Magistrat hat die vom Grünflächenamt vorgelegte Bau- und Finanzierungsvorlage beschlossen und damit den Weg für die nächsten Schritte freigemacht. Die Stadtverordnetenversammlung wird in ihrer ersten Sitzung nach den hessischen Sommerferien am Donnerstag, 27. August, über die Vorlage abstimmen.
„Dieser Extrem-Sommer zeigt uns erneut, wie dringend wir unsere Stadt auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten müssen: Gerade in dicht bebauten Stadtteilen brauchen wir mehr Grün und mehr Freiräume. Mit der Erweiterung des Günthersburgparks schaffen wir konkret mehr davon. Wir geben den Menschen im Nordend zusätzlichen Raum für Erholung, Spiel und Bewegung und stärken zugleich die Grünverbindung bis zum Huthpark. Solche Flächen sind in der Klimakrise keine Nebensache, sondern Teil einer Stadtentwicklung, die die Lebensqualität der Menschen schützt“, sagt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.
Auf dem neuen Gelände entstehen zusätzliche Wege, Sitzmöglichkeiten und Grünflächen. Geplant sind außerdem ein großer Spielplatz im Nordosten und eine Fitnessanlage im Westen. Den nördlichen Abschluss bildet ein Aussichtspunkt, der einen besonderen Blick auf Park und die Frankfurter Skyline bietet.
Der neue Parkabschnitt entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Betriebshofs des Grünflächenamts sowie auf angrenzenden städtischen Grundstücken. Der 2015 aufgegebene Betriebshof stand mehrere Jahre leer und wurde inzwischen vollständig zurückgebaut. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts geschaffen.
„Mit der zweiten Parkerweiterung führen wir den großzügigen Charakter des bestehenden Parks nach Norden fort. Das durchgehende Wegenetz verbindet den historischen Günthersburgpark mit der zusätzlichen Fläche und sorgt für eine gute Erschließung des gesamten Areals“, sagt Heike Appel, Leiterin des Grünflächenamts.
Die Pläne sind das Ergebnis eines langjährigen Beteiligungsprozesses gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils. So konnten beispielsweise Kinder ihre Wünsche und Ideen für den neuen Spielplatz einbringen. Der Ortsbeirat 3 war ebenfalls in den Prozess eingebunden und hat der Maßnahme zugestimmt.
Nach einer Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung folgen die Ausführungsplanung und die Ausschreibung der Bauleistungen. Geplant ist der Baubeginn für den Sommer 2027. Die Umsetzung soll in mehreren Bauabschnitten erfolgen, um die Beeinträchtigungen für die Besucherinnen und Besucher des Parks so gering wie möglich zu halten.
Die Kosten für das Gesamtprojekt einschließlich des Rückbaus des ehemaligen Betriebshofs belaufen sich auf rund 14,2 Millionen Euro.
(Text: PM Stadt Frankfurt)


