Die Auswirkungen des Klimawandels sind heute längst auch schon in Offenbach spürbar und verändern die Lebensbedingungen für alle. Erst vor Kurzem wurden in Offenbach bei der langanhaltenden Hitzeperiode Temperaturen von mehr als 40°C gemessen. Gleichzeitig stieg der Trinkwasserverbrauch auf einen neuen Höchststand. Dieses neue Allzeithoch überstieg kurzzeitig die Kapazität der technischen Anlagen des Wasserversorgers deutlich.
Mit dem bereits seit 2023 laufenden Förderprogramm zur Klimaanpassung sollen Offenbacherinnen und Offenbacher finanziell dabei unterstützt werden, die vor Ort spürbaren Folgen des Klimawandels zu reduzieren und das eigene Grundstück klimaresilienter zu gestalten. „Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch in Offenbach immer spürbarer. Um ihm gezielt zu begegnen, spielen neben den städtischen Flächen auch private Grundstücke eine entscheidende Rolle. Gerade dort können viele Maßnahmen umgesetzt werden, die Hitze mindern, Wasser zurückhalten und das Stadtklima verbessern. Mit unserem Förderprogramm schaffen wir trotz begrenzter finanzieller Möglichkeiten gezielt Anreize und unterstützen private Investitionen in den Klimaschutz und die Klimaanpassung“, erklärt Umweltdezernentin Helena Wolf.
Gefördert werden freiwillige Maßnahmen, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind. Dazu gehören: Dachbegrünungen, Fassadenbegrünungen, Voll- und Teilentsiegelung von Flächen mit Begrünungen sowie der Einbau von unter- und überirdischen Zisternen zur Speicherung von Regenwasser.
Alle Maßnahmen tragen dazu bei, die Folgen von Hitze und Trockenheit zu verringern. Der Einbau von Zisternen kann helfen, die Spitzenlast beim Trinkwasserverbrauch in Hitze- und Dürreperioden abzumildern, da gesammeltes Regenwasser für Gartenbewässerung oder zum Auffüllen natürlicher privater Wasserflächen wie beispielsweise Teiche genutzt werden kann. Die Dachbegrünungen können dabei extensiv – also einfach aufgebaut und mit geringer Pflege verbunden – oder als intensive Dachbegrünung, wie bei einem Dachgarten, erfolgen. Mit Hilfe von Fassadenbegrünungen können Gebäude und Mauern, die sich normalerweise stark aufheizen, beschattet werden. Gleiches gilt für gepflasterte oder asphaltierte Flächen, die entsiegelt und bepflanzt werden, was letztendlich lokale Hitzeinseln auf dem eigenen Grundstück minimiert. Zusätzlich erfolgt durch die Gestaltung mit Pflanzen Verdunstungskühlung (Transpiration). Pflanzen nehmen über ihre Wurzeln Wasser aus dem Boden auf und geben es über die Blätter an die Umgebung ab.
Die Stadt Offenbach übernimmt für alle Förderschwerpunkte 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Die maximal möglichen Fördersummen liegen je nach Fördermaßnahme zwischen 5.000 und 7.500 Euro. Zisternen sind hier ausgenommen. Diese können je nach Größe bis zu 500 bis maximal 1.000 Euro bezuschusst werden. Pro Grundstück gibt es einen Zuschuss von maximal 10.000 Euro, wenn mehrere Förderschwerpunkte beantragt werden.
Antrags- und förderberechtigt sind Personen mit privatem oder gewerblichem Eigentum in Offenbach. Hierzu gehören auch Wohnungseigentümergemeinschaften mit schriftlichem Einverständnis aller Eigentümerinnen und Eigentümer, Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter sowie Mietergemeinschaften mit schriftlichem Einverständnis der Eigentümerinnen und Eigentümer. Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, religiöse Gemeinden, eingetragene Vereine und Genossenschaften spricht das Förderprogramm ebenfalls explizit an, wenn sie zu den oben beschriebenen Gruppen gehören.
Informationen und Antragsdokumente sowie alle Fördersätze sowie- bedingungen sind auf der Internetseite www.offenbach.de/umweltfoerderung zu finden.
Bei Fragen steht das Amt für Umwelt und Klima über umweltfoerderung@offenbach.de oder unter der Rufnummer 069-8065 2557 zur Verfügung.
(Text: PM Stadt Offenbach)

