Anzahl der Arbeitsplätze in Offenbach steigt auch 2025 weiter an

(Symbolfoto: Pixabay)

Der wirtschaftliche Aufwärtstrend Offenbachs setzt sich fort. Die Anzahl der Arbeitsplätze ist im vergangenen Jahr 2025 nochmals deutlich gestiegen – trotz der unverändert schwierigen Wirtschaftslage in Deutschland und dem andauernden Krieg in der Ukraine. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 arbeiteten 54.754 Menschen in Offenbach – und damit fast 1.500 Menschen mehr als Ende 2024 (53.296 Beschäftigte). Das ist der höchste Stand seit 52 Jahren (1974). Die Zahl der Arbeitsplätze ist neben der Gewerbesteuer und der Beschäftigtendichte ein guter Indikator für die Frage, in wie weit die Offenbacher Wirtschafts- und Ansiedlungspolitik zu Ergebnissen für die Bevölkerung führt. Diese Politik zählt zu den Schwerpunkten der Arbeit von Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke.


Mit dieser Entwicklung steht Offenbach auch bundesweit vorne: Nachdem die Stadt zum Stichtag 30.06.2024 bundesweit sogar auf Platz 1 war und den höchsten Zuwachs an Arbeitsplätzen innerhalb eines Jahres in Deutschland verzeichnet hatte, bestätigte sich dieser positive Trend auch für das gesamte Jahr 2025: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt Offenbach demnach auf Platz 7 und gehört erneut zu den zehn Städten in Deutschland mit dem stärksten Zuwachs an Beschäftigten.

Neue Arbeitgeber fließen erstmals in die Statistik ein

Oberbürgermeister Schwenke erläutert: „Erstmals fließen nun nach und nach die neuen Arbeitsplätze von Arbeitgebern etwa wie Samson und Lorenz Snacks in die Statistik ein. Die ersten Mitarbeitenden beider Unternehmen sind seit Herbst / Winter 2025 an ihren neuen Standorten auf dem Innovationscampus und im Kaiserlei-Viertel tätig“, sagt Schwenke und macht die positive Entwicklung deutlich: „Mehr Arbeitsplätze als heute gab es zuletzt 1973 – bevor zunächst langsam und ab 1992 dramatisch der große Strukturwandel unsere Stadt über drei Jahrzehnte lang vor enorme, vor allem finanzielle Herausforderungen gestellt hat. Die jetzt über mehrere Jahre verfestigte Trendumkehr ist kein Zufall, sondern das Ergebnis unserer konsequenten Wirtschaftsstrategie und der lösungsorientierten sowie fokussierten Arbeit in Stadtverwaltung, Stadtkonzern und Wirtschaft, um Offenbach wieder zu einem attraktiven Standort für Unternehmen und Zukunftstechnologien zu machen.“

Die Neuansiedlungen von Samson, Biospring und jüngst Siemens sind aus Sicht Schwenkes zugleich ein Signal an den Industriestandort Deutschland: „Die Ansiedlungen zeigen, dass Industrie auch in Deutschland Zukunft hat – wenn Politik, Verwaltung und Wirtschaft eng und vertrauensvoll wie hier in Offenbach zusammenarbeiten.“ Neben der lösungsorientierten Arbeit der Verwaltung – also den Prozessen – ist auch entscheidend, dass Offenbach eine konsequente Flächenstrategie verfolgt. „Dies geschieht in breitem politischem Konsens und gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer, wofür ich sehr dankbar bin“, so OB Schwenke. „So werden gezielt Flächen für Industrie und Gewerbe gesichert. Das schafft die Grundlage für solche Entwicklungen und neue hochqualifizierte Industriearbeitsplätze, die unserer Stadt so lange gefehlt haben. Gleichzeitig ist es ein guter Imagegewinn, dass sich zunehmend wieder Unternehmenszentralen für Offenbach entscheiden.“

Beschäftigtendichte nimmt zu, aber noch weit von Höchstständen entfernt

Zugleich ist es Oberbürgermeister Schwenke wichtig, diese Entwicklungen sachlich genau einzuordnen: „Der wirtschaftliche Aufstieg ist gut für die Finanzen der Stadt und davon profitieren am Ende alle Bürgerinnen und Bürger. Aber es ist noch lange nicht alles gut. Die wirtschaftliche Lage ist weltweit äußerst fragil und wird seit diesem Jahr durch den Iran-Krieg zusätzlich belastet. Deshalb wäre es keine Überraschung, wenn wir auch in Offenbach künftig noch Rückschläge erleben müssen, wie jüngst mit der Insolvenz von Manroland, die für die Beschäftigten so unsagbar bitter ist.“

Zudem spielt ein weiterer Indikator eine wichtige Rolle: die Beschäftigtendichte – das Verhältnis von Arbeitsplätzen zur Einwohnerzahl. Wenn die Bevölkerung wächst, nicht aber die Anzahl der Arbeitsplätze, geht zwangsläufig die Beschäftigtendichte zurück. „Hier haben wir weiterhin Nachholbedarf“, betont Schwenke klar und deutlich: „Mit einer Beschäftigtendichte von 37,5 Prozent haben wir Ende 2025 zwar den höchsten Stand seit 14 Jahren erreicht und damit auch bei diesem Indikator den Abwärtstrend endlich über mehrere Jahre hinweg nachhaltig gebrochen. Die Richtung stimmt, aber der große Unterschied zu 1974 ist: Damals lag die Beschäftigtenquote noch bei 45,5 Prozent. Genau deshalb dürfen wir uns auf den bisherigen Zahlen nicht ausruhen, sondern müssen unsere Wirtschaftsstrategie konsequent fortsetzen.“

Alteingesessene nicht vergessen

Service-Orientierung und Flächenpolitik helfen dabei nicht nur neuen Unternehmen, sondern auch den Alteingesessenen. „Es ist mir selbstverständlich wichtig, für schon länger in Offenbach aktive Unternehmen den gleichen Service zu bieten. Auch für bestehende Unternehmen ist es wichtig, dass bei nötigen Veränderungen Flächen verfügbar sind. Dieses Alltagsgeschäft erfährt nicht immer die gleiche öffentliche Aufmerksamkeit, ist aber eine ebenso wichtige Grundlage für unsere aktuell gute Situation“, so OB Schwenke.

Potenzial für weiteren wirtschaftlichen Aufstieg

Die Entwicklung der Arbeitsplätze in Offenbach hat das Potenzial, den weltwirtschaftlichen Turbulenzen weiterhin trotzen zu können: In der Statistik werden sich (erst) in den kommenden Jahren weitere neue Arbeitsplätze niederschlagen, die durch bereits beschlossene Ansiedlungen entstehen werden. Zu den Arbeitgebern gehören unter anderem das Biotechnologie-Unternehmen BioSpring, der Automobilhersteller BYD (der seit Frühjahr 2026 in Offenbach vertreten ist), und der IT- und Netzwerkausrüster Pan Dacom, der inzwischen den Bauantrag für seinen neuen Standort im Hafen gestellt hat. Auch bei Samson entstehen mit dem weiteren Ausbau des Produktionsgeländes auf dem Innovationscampus noch zusätzliche Arbeitsplätze.

Hintergrundinformation Datenerfassung

Quellen der hier zitierten Arbeitsplatzzahlen sind die halbjährlichen Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit sowie die Berichte des Hessischen Statistischen Landesamts. Bei der Wirtschaftsförderung und der Abteilung Statistik wurden auf dieser Basis umfangreich historische Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit zusammengetragen. Da von der Bundesagentur Daten bis 1976 jeweils ausschließlich zum 30. Juni und erst ab 1977 auch zum 31. Dezember erhoben wurden, liegen alle Daten zum 31. Dezember rückwirkend nur bis 1977 vor. Die historischen Daten der Bundesagentur für diesen Stichtag wurden zuletzt von den städtischen Fachstellen zusammengetragen. Damit verfügt die Stadt über einen Datensatz der Bundesagentur als Grundlage für einen belastbaren Vergleich. Hinzu kommen alle bei der Stadt schon länger verfügbaren Daten der Bundesagentur zum 30. Juni rückwirkend bis 1970.

(Text: PM Stadt Offenbach)