Bierfest in Dudenhofen war ein voller Erfolg

Die Helfer in den Bierständen kamen nicht nur wegen der Temperaturen ins Schwitzen. Tempo war angesagt beim Bierausschenken. (Foto: ah)

Die Schweißperlen auf den Helfern in den Bierwagen kam nicht nur von den hochsommerlichen Temperaturen, sondern waren dem Tempo geschuldet, in dem das Bier ausgegeben werden musste, denn der Bedarf war groß. Spätestens am Samstagabend war beim Bierfest des Partnerschaftsvereinigung Dudenhofen-Nieuwpoort und dem Männerchor klar: Viel mehr Menschen hätten auf den Platz zwischen Bürgerhaus und Alter Schule kaum noch gepasst.


Wo am Freitag bereits sämtliche Sitzgarnituren besetzt waren, wurde am zweiten Festabend getanzt, gesungen und gefeiert, dass kaum noch ein Durchkommen möglich war. Das Bierfest hatte sich einmal mehr als Treffpunkt der Gemütlichkeit erwiesen – und zog dabei längst nicht nur die Freunde des Gerstensafts an. Rund drei Dutzend verschiedene Biersorten standen an den Zapfstellen und auf den Getränkekarten. Doch zunächst sorgte die Musik dafür, dass es viele Besucher gar nicht lange auf ihren Plätzen hielt. Am Freitag begeisterte die Band „Jam Box“ mit Rockmusik der Spitzenklasse und gewann nach Einschätzung der Veranstalter dabei gleich zahlreiche neue Fans. Am Samstag übernahmen dann die Lokalmatadoren von der „Lieblingsband“. Die gelten beim Bierfest ohnehin als Garant für Stimmung – und wurden diesem Ruf einmal mehr gerecht. Vor der Bühne wurde dicht an dicht eifrig mitgesungen und getanzt. „Der Samstag war der absolute Knaller“, berichtet Winfried Seib, Vorsitzender des mitveranstaltenden Männerchors. An den Versorgungsständen sei man zeitweise derart gefordert gewesen, dass kaum fünf Minuten Zeit blieben, um einmal den eigenen Stand zu verlassen. „Da war nicht mal mehr Platz, um umzufallen“, beschreibt Seib augenzwinkernd die Enge vor der Bühne.

Doch nicht nur die Musik machte das Fest zu einem Publikumsmagneten. Auch die Vielfalt der Biere konnte sich sehen lassen. Wer wollte, konnte sich buchstäblich durch die unterschiedlichsten Brauereien trinken. An den Getränkeinseln wartete eine Auswahl von Hellem, Pils, Kölsch, Lager und Dunkelbier. Erstmals wurde auch glutenfreies Bier angeboten. Besonders gefragt waren die internationalen Spezialitäten. Estrella Damm, der „Stern“ aus Spanien, weckte bei vielen Besuchern Urlaubserinnerungen. Aus Tschechien kam das würzige Staropramen. Belgien war ebenfalls vertreten – unter anderem mit Spezialitäten aus Nieuwpoort und dem fruchtigen Kirschbier, das bei den Gästen besonders gut ankam. Auch das traditionelle Abteibier St. Bernardus aus Watou in Westflandern fand seine Liebhaber. Die fruchtig-leichte Variante mit Noten von Datteln und Feigen und einem Hauch Exotik hatte es allerdings in sich: Der Alkoholgehalt liegt hier bei stolzen acht Prozent. Aber auch heimische und deutsche Brauereien waren vertreten. Die Seligenstädter Glaabsbräu war ebenso dabei wie das Benediktiner Hell aus Lich und Allgäuer Büble. So mancher Besucher blieb allerdings seinem persönlichen Favoriten treu. Und wer mit Bier nicht viel anfangen konnte, musste natürlich ebenfalls nicht auf dem Trockenen sitzen. An der Bar gab es unter anderem Spritz, Weinschorle und Hütchen sowie alkoholfreie Getränke. Das besondere Konzept des Festes ging ebenfalls auf. Verschiedene Bereiche boten unterschiedliche Möglichkeiten, den Abend zu verbringen.

Vor der Gaststätte ging es eher ruhig zu, ein Eisstand lockte Familien und Schleckermäuler. Im Weißbiergarten konnte man es sich mit einer frischen Brezel gemütlich machen. Rund um Dancefloor, Bar und die übrigen Stände dagegen wurde bis spät in den Abend gefeiert. Bemerkenswert war dabei die friedliche und ausgelassene Atmosphäre. „Lauter glückliche und begeisterte Menschen, mal mehr, mal weniger schwankend“, fasst Seib das Geschehen mit einem Augenzwinkern zusammen. Die internationalen Bierspezialitäten waren übrigens besonders schnell ausgetrunken. Als Erstes gingen unter anderem das belgische Kirschbier, Staropramen und vor allem das spanische Estrella Damm zur Neige. Gegen Ende wurde dann ganz pragmatisch ausgeschenkt, was noch vorhanden war – unabhängig davon, was ursprünglich auf dem Stand oder den Gläsern gestanden hatte. Bis Mitternacht floss schließlich noch das letzte Bier. Danach leerte sich der Platz ganz allmählich und ohne großes Aufheben. Zwei erfolgreiche Festtage gingen zu Ende. Seib zieht eine rundum positive Bilanz: „Das ganze Bierfest war aus unserer Sicht ein überwältigender Erfolg.“

Auch beim Ablauf habe alles gepasst – vom angenehmen Wetter beim Aufbau am Donnerstag über den perfekten Freitag für die Bierfreunde bis zum heißen Samstag, an dem ohnehin galt: Hauptsache Flüssigkeit. Lediglich der sonntägliche Abbau stellte die Helfer angesichts des Wetters noch einmal vor eine Herausforderung. Am Ende bleibt vor allem der Dank an diejenigen, die das Fest möglich gemacht haben. „Ein großes Lob an alle Helfer, die dieses Event ermöglichten, und an alle Gäste, die zum Erfolg beitrugen“, sagt Seib. Und nach zwei Tagen mit Musik, Tanz, rund drei Dutzend Biersorten und einem bestens gefüllten Festplatz dürfte eines feststehen: Das Bierfest hat seinen Platz im Veranstaltungskalender längst gefunden.

(Text: ah)