
Sicherheit auf Schulwegen stärken
Mit dem Ende der Sommerferien beginnt für tausende Frankfurter Schülerinnen und Schüler wieder der tägliche Weg zur Schule. Gerade für Schulanfängerinnen und Schulanfänger bedeutet dies einen wichtigen Schritt hin zu mehr Selbstständigkeit. Um Kinder auf ihrem Schulweg bestmöglich zu schützen, führt die Städtische Verkehrspolizei des Straßenverkehrsamtes bereits seit Montag, 10., bis Freitag, 21. August, die Verkehrssicherheitswochen durch.
Im Mittelpunkt der zweiwöchigen Schwerpunktaktion stehen sichere Schulwege, Geschwindigkeitsmessungen, Kontrollen des ruhenden Verkehrs sowie Maßnahmen gegen sogenannte Elterntaxis im unmittelbaren Umfeld von Schulen.
„Wir investieren konsequent in Prävention und Überwachung, um die Zahl der Schulwegunfälle zu reduzieren. Die regelmäßigen Verkehrssicherheitswochen sind ein wichtiger Anlass, um Kinder, Eltern und alle anderen Verkehrsteilnehmenden auf die Problematik aufmerksam zu machen und ein aufmerksames und weitsichtiges Verkehrsverhalten zu trainieren“, sagt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert.
Verkehrstraining an der Käthe-Kollwitz-Schule
Zum Start der Verkehrssicherheitswochen fand ein gemeinsamer Pressetermin an der Käthe-Kollwitz-Schule in Zeilsheim statt.
Bereits vor Unterrichtsbeginn sorgte die Städtische Verkehrspolizei mit Kontrollen des ruhenden Verkehrs dafür, dass Gehwege, Querungsstellen und Sichtbeziehungen nicht durch verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge beeinträchtigt wurden. Ein besonderer Schwerpunkt zu Schulbeginn lag dabei auf der Elterntaxi-Problematik.
Im Mittelpunkt des Pressetermins stand erstmals der „Schulwegpass-Check“, welcher mit zwölf Schülerinnen und Schülern der Käthe-Kollwitz-Schule in Zeilsheim durchgeführt wurde. Der „Schulwegpass“ ist ein Verkehrstraining der Städtischen Verkehrspolizei, mit dem Vorschulkinder Schritt für Schritt auf einen sicheren und selbstständigen Schulweg vorbereitet werden. Gemeinsam mit den Verkehrserzieherinnen und -erziehern lernen sie unter anderem, Gefahren frühzeitig zu erkennen, Straßen sicher zu überqueren und sich im Straßenverkehr richtig zu verhalten.
Der erste Teil des Verkehrserziehungsprogramms endet mit einer Prüfung, für dessen Bestehen jedes Kind ein Zertifikat bekommt. Der zweite Teil des Programms ist der neu eingeführte „Schulwegpass-Check“, ein Auffrisch-Training mit individuellem Coaching durch die Verkehrserzieherinnen und -erzieher. Ziel des Formats ist es, die Kenntnisse nach einiger Zeit im realen Straßenverkehr zu überprüfen und zu festigen. Dabei bewältigen die Schulkinder typische Verkehrssituationen auf ihrem Schulweg selbstständig, etwa das Queren von Fußgängerüberwegen oder das Passieren von Einfahrten. Im Anschluss erhält jedes Kind eine persönliche Rückmeldung zu seinem Verhalten im Verkehr.
Nach dem erfolgreich durchgeführten „Schulwegpass-Check“ an der Käthe-Kollwitz-Schule folgte die Verkehrssicherheitsaktion „Blitz 4 Kids“. Während die Städtische Verkehrspolizei Geschwindigkeitsmessungen auf der Straße vor der Schule durchführte, hielt das Polizeipräsidium Frankfurt die Fahrzeuge an. Gemeinsam mit den Kindern machten die Polizistinnen und Polizisten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf die Bedeutung angemessener Geschwindigkeit im Umfeld von Schulen aufmerksam.
Überprüft wurden insgesamt 314 Fahrzeuge. Zu schnell fahrende Fahrzeuge wurden dabei systematisch verwarnt.
Verkehrssicherheit 365 Tage im Jahr
Die Verkehrssicherheitswochen, die zwei bis drei Mal pro Jahr jeweils nach Ende der Schulferien durchgeführt werden, sind ein wichtiger Baustein im Maßnahmenpaket der Städtischen Verkehrspolizei zum Schutz von Kindern im Straßenverkehr. Geschwindigkeits- und Elterntaxikontrollen an Schulen finden ganzjährig statt.
Regelmäßig werden mobile Geschwindigkeitsmessungen sowie Enforcement-Trailer an schutzwürdigen Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten eingesetzt. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Schulwegsicherungen, bei denen insbesondere Halt- und Parkverstöße im unmittelbaren Schulumfeld konsequent verfolgt werden.
Bereits im vergangenen Jahr entfielen mehr als 80 Prozent aller Geschwindigkeitsmessungen der Städtischen Verkehrspolizei auf Tempo-30-Bereiche.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Ein sicherer Schulweg beginnt nicht erst an der Schultür. Eltern, aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer tragen Verantwortung für die Sicherheit der Kinder. Wer sein Kind mit dem Auto zur Schule bringt, sollte nach Möglichkeit einige Gehminuten vor der Schule anhalten und das Kind den restlichen Weg selbstständig zurücklegen lassen. So werden gefährliche Verkehrssituationen unmittelbar vor den Schulen vermieden und Kinder lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen.
Mit den Verkehrssicherheitswochen setzt die Stadt Frankfurt ein deutliches Zeichen für mehr Rücksicht und mehr Sicherheit auf Frankfurts Schulwegen.
(Text: PM Stadt Frankfurt)

