Zukunft des Alterns in Wiesbaden: Stadt beschließt Handlungsprogramm für ältere Menschen

(Symbolfoto: Sabine van Erp auf Pixabay)

Die Zahl älterer Menschen in Wiesbaden wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Damit wächst auch der Bedarf an passenden Angeboten – etwa für soziale Teilhabe, Gesundheit, Mobilität, Wohnen und Beratung. Mit dem Handlungsprogramm für ältere Menschen will die Stadt deshalb zunächst erfassen, welche Angebote bereits bestehen, wo Lücken vorhanden sind und was künftig zusätzlich gebraucht wird.


Die Zahl älterer Menschen in Wiesbaden wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Damit wächst auch der Bedarf an passenden Angeboten – etwa für soziale Teilhabe, Gesundheit, Mobilität, Wohnen und Beratung. Mit dem Handlungsprogramm für ältere Menschen will die Stadt deshalb zunächst erfassen, welche Angebote bereits bestehen, wo Lücken vorhanden sind und was künftig zusätzlich gebraucht wird.

Auf dieser Grundlage sollen konkrete Maßnahmen für die kommunale Altenarbeit entwickelt werden. Der Ausschuss für Soziales, Integration, Wohnen, Kinder und Familie hat das Handlungsprogramm am 28. Januar dieses Jahres beschlossen.

Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren liegt in Wiesbaden derzeit bei circa 20 Prozent (60.754 Personen). Bis 2035 wird nach der Bevölkerungsprognose des Amts für Strategische Steuerung, Stadtforschung und Statistik ein Anstieg auf 68.115 Menschen erwartet – das entspricht einem Zuwachs von rund zwölf Prozent.

Im Mittelpunkt stehen zunächst die Handlungsfelder soziale Teilhabe, Digitalisierung, Prävention und Gesundheit sowie Mobilität und Wohnen im Alter. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der kommunalen Altenarbeit und freien Trägern soll untersucht werden, wie gut die bestehenden Strukturen die heutigen und künftigen Anforderungen abdecken. Auch die Erfahrungen und Vorstellungen der älteren Wiesbadenerinnen und Wiesbadener sollen in den Prozess einfließen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf präventiven Angeboten, die dazu beitragen können, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe zu erhalten und Pflegebedürftigkeit möglichst lange hinauszuzögern.

Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher erklärt: „Wir wollen Wiesbaden gemeinsam mit den älteren Menschen und allen Akteurinnen und Akteuren der Altenarbeit so weiterentwickeln, dass ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt, gesund und aktiv leben können. Dafür müssen wir genau wissen, welche Angebote bereits gut funktionieren und wo noch Lücken bestehen. Das Handlungsprogramm schafft die Grundlage, um auf den demografischen Wandel vorausschauend und bedarfsgerecht zu reagieren.“

Der Prozess zur Erstellung des Handlungsprogramms ist mehrstufig angelegt. Zunächst werden die Datengrundlagen aktualisiert: Der neue Bericht „Ältere Menschen in Wiesbaden“ soll bis Mitte 2027 vorgelegt werden. Darauf aufbauend werden in den Jahren 2027 und 2028 die Handlungsfelder weiter konkretisiert und die Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung durchgeführt. Ab 2029 sollen erste daraus entwickelte Maßnahmen umgesetzt werden. Durch dieses Vorgehen können fachliche Erkenntnisse, die Perspektiven älterer Menschen und die Erfahrungen der beteiligten Einrichtungen und Organisationen zusammengeführt werden.

Das Handlungsprogramm knüpft an bewährte Strukturen an. Seit mehr als vier Jahrzehnten bieten zum Beispiel die Beratungsstellen für selbständiges Leben im Alter eine zentrale Unterstützung für Seniorinnen und Senioren. Netzwerke wie das GereNetz tragen dazu bei, die Zusammenarbeit von Kommune und Trägern zu fördern. Die enge Verzahnung von kommunaler Altenarbeit, freien Trägern und der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger soll sicherstellen, dass künftige Maßnahmen bedarfsorientiert, praktikabel und ressourcenschonend entwickelt und umgesetzt werden.

(Text: PM Landeshauptstadt Wiesbaden)