Verlängerung U5 ins Europaviertel: Nächster Meilenstein geschafft

Blick auf das Baufeld der Station mit der Baugrube für das Zugangsbauwerk Südost unterhalb der Auskragung des Hochhauses The Spin. (Foto: Helbig/SBEV)

Letzter Deckenabschnitt der unterirdischen Station Güterplatz wird betoniert

Der Bau der zukünftigen Station Güterplatz in Frankfurt schreitet zügig voran: Am Mittwoch, 19. August, wird der letzte Abschnitt der bis zu 2,30 Meter mächtigen Stationsdecke betoniert – das Bauwerk ist dann geschlossen.


„Der Bau der unterirdischen Station kommt gut voran. Besonders beeindruckt hat mich der Rohbau des stützenfreien Stationsbauwerks: Noch vor einem Jahr konnte man sich nur durch einen Wald aus Traggerüsten durch die entstehende Station bewegen. Mittlerweile ist die helle, großzügige Atmosphäre der zukünftigen Station spürbar, in der das Tageslicht über fünf Lichtdome nach unten gelangt“, sagt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert. „Der Fortschritt beim Rohbau heißt auch, dass demnächst die ersten Ausbaugewerke wie zum Beispiel Gleisbau, Signaltechnik und technische Gebäudeausstattung ihre Arbeit aufnehmen können. Es geht voran – eine erfreuliche Nachricht für alle Frankfurter:innen.“

Güterplatz: Die zukünftig tiefste Station der VGF

Am Güterplatz entsteht in rund 24 Metern Tiefe – das entspricht acht Stockwerken – die zukünftig tiefste Station der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF). Die Station wird – gemessen von der Gleisoberkante bis zur Geländeoberkante – 20,10 Meter unter der Erde liegen und damit tiefer als die Station Schweizer Platz, die 18,80 Meter tief liegt. In der 180 Meter langen und bis zu 30 Meter breiten Baugrube ist seit Frühjahr 2024 nicht nur das Stationsbauwerk für den 105 Meter langen Bahnsteig entstanden. Auf der westlichen Kopfseite der Station ist auf rund 70 Metern Länge auch ein „Bauwerk im Bauwerk“ entstanden: In rund 100 Betriebsräumen wird hier später die Technik untergebracht, die für den Betrieb der Station und der U5-Verlängerung notwendig ist. Auf vier Geschossen sind die meisten Innenwände und Zwischendecken bereits hergestellt und die Treppen teilweise eingebaut.

Tag der offenen Baustelle am 19. September

„Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, ein solch großes, komplexes Bauwerk mitten in der dicht bebauten Innenstadt umzusetzen. Dafür danke ich der SBEV und der Baufirma und wünsche allen am Bau Beteiligten gutes Gelingen für die nächsten Schritte“, hebt Siefert hervor.

An der Oberfläche starteten Anfang August die umfangreichen Leitungsumverlegungen, um Baufreiheit für die nördlichen Zugänge der künftigen Station zu schaffen. Die Versorgungsleitungen für Wasser, Energie und Kommunikation waren ursprünglich aus dem Baufeld herausverlegt worden, um die Station bauen zu können. Rechnet man die Länge aller Leitungstrassen zusammen, werden bis Ende 2027 rund 20 Kilometer Leitungen auf dem rund 200 Meter langen Baufeld der Station Güterplatz umverlegt. Unterhalb der Auskragung des Hochhauses The Spin wird die erste Baugrube für einen von insgesamt vier Zugängen ausgehoben. Die Baugrube für den Zugang „Südost“ ist so weit ausgehoben, dass man bereits von der zukünftigen B-Ebene aus durch die geöffnete Bauwerkswand der Station nach oben in die Baugrube des Zugangsbauwerks blicken kann.

Übrigens: Am Samstag, 19. September, laden die Stadt Frankfurt und die Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH (SBEV) von 10 bis 16 Uhr alle Interessierten zum Tag der offenen Baustelle im Projekt „Stadtbahn Europaviertel“ ein. Weitere Informationen finden sich unter sbev-frankfurt.de.

Das Projekt „Stadtbahn Europaviertel“ im Überblick

Das Projekt „Stadtbahn Europaviertel“ ist eines der größten Infrastrukturprojekte der Stadt Frankfurt. Mit dem Großbauvorhaben wird die Stadtbahnlinie U5 über den Hauptbahnhof hinaus ins Europaviertel verlängert und dadurch eines der jüngsten Frankfurter Quartiere an das leistungsfähige öffentliche Nahverkehrsnetz der Stadt angebunden. Die Strecke mit vier Stationen ist 2,7 Kilometer lang: Sie verläuft vom Anschlussbauwerk unter dem Platz der Republik durch die unterirdische Station Güterplatz über eine Rampe an die Oberfläche. In der Mitte der Europa-Allee führt die Strecke auf einem Grüngleis weiter Richtung Westen. Die Stationen Emser Brücke/Messe, Europagarten und Europaviertel West werden oberirdisch gebaut.

Auf dem Baufeld „Güterplatz“ entsteht gegenwärtig die einzige unterirdische Station in einer der tiefsten Baugruben Frankfurts. In der Europa-Allee und im unterirdischen Streckenabschnitt laufen die Ausbauarbeiten. Bereits im Rohbau fertiggestellt sind die beiden Tunnelröhren zwischen Europa-Allee und Platz der Republik sowie im Bereich der Europa-Allee der Tunnel in offener Bauweise und die Rampe, über die die Stadtbahn später an die Oberfläche kommt, sowie ein Notausstieg am Platz der Republik.

Verantwortlich für Planung und Realisierung ist die Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH (SBEV), die zu 51 Prozent der VGF und zu 49 Prozent der Stadt Frankfurt gehört.

(Text: PM Stadt Frankfurt)