Abfall vermeiden, Ressourcen schützen: Kinder in Frankfurt lernen Recycling spielerisch kennen

Auf der Suche nach Mikroplastik im Sand. (Foto: Umweltlernen Frankfurt)

Schülerinnen und Schüler der Liesel-Oestreicher-Schule besuchten die Lernwerkstatt des Vereins Umweltlernen

“So viel Wasser wird gebraucht, um ein Schulheft herzustellen? Krass!“ – „Wir haben immer eine Trinkflasche in der Schule dabei, so sparen wir jede Menge Plastikabfall.“ – „Es ist richtig schlimm, wie viel Plastik in unseren Meeren schwimmt.“ Diese Sätze und noch viele waren am Dienstag, 18. August, von den 22 Kindern der Klasse 4a der Liesel-Oestreicher-Schule zu hören, als sie die verschiedenen Stationen der Lernwerkstatt „Abfall und Recycling“ im stadtRAUMfrankfurt besuchten.


Die Lernwerkstatt „Abfall und Recycling“ wird vom Verein Umweltlernen mit Unterstützung der Frankfurter Entsorgungs- und Service-GmbH (FES) angeboten. Das Bildungsangebot kann von Frankfurter Schulklassen gebucht werden. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche der Jahrgangsstufen 3 bis 10 an Grund- und weiterführenden Schulen. Neu ist dabei die Station zum Thema Mikroplastik, das die Schülerinnen und Schüler besonders beschäftigt.

An den Lernstationen setzen sich die Kinder damit auseinander, wie Abfälle richtig getrennt werden, damit sie in den Wertstoffkreislauf zurückgehen können. „Es geht aber auch um Abfallvermeidung als wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz, denn bei allen Bemühungen um die richtige Abfalltrennung: der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, erläutert Monika Dorn von der FES.

„Dazu können alle tagtäglich beitragen – ob zuhause oder gemeinsam in den Schulen“, erklärt Kirsten Allendorf, Projektleiterin im Bereich Lernwerkstätten beim Verein Umweltlernen Frankfurt. „Die Kinder erarbeiten an den Lernstationen, wie sie unnötige Verpackungen vermeiden und damit Ressourcen sparen können – beispielsweise durch das Trinken von Wasser aus dem Hahn anstatt aus der Flasche oder durch die Nutzung von Mehrwegverpackungen statt Einwegplastik.“

Die Lernwerkstatt bietet vielfältige Gelegenheiten, sich mit dem Thema Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz auseinanderzusetzen, eigene Konsumgewohnheiten zu hinterfragen und über Veränderungsmöglichkeiten nachzudenken. Allendorf betont: „Die Lernwerkstatt knüpft an die eigenen Erfahrungen der Kinder an. Sie bietet praktische Ansätze und Ideen, die sie in ihre Familien weitertragen können, regt aber auch zum Nachdenken an, wie Abfälle in den Schulen durch gemeinsames Handeln konsequenter vermieden werden können. “

(Text: PM Umweltlernen Frankfurt)