
Grundhafte Modernisierung von Karlplatz und Karlstraße
Die Stadt Frankfurt am Main startet Ende August mit der grundhaften Neugestaltung des Karlplatzes und der Karlstraße. Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) verbessert dort die Sicherheit im Verkehrsraum, die Barrierefreiheit für den Fußverkehr, die Radverkehrsanbindung sowie Haltemöglichkeiten für Taxis und den Wirtschaftsverkehr. Bei der Maßnahme handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtplanungsamts, des Grünflächenamts und des ASE im Rahmen des städtischen Investitionsprogramms Schöneres Frankfurt. Die Umgestaltung des Bereiches wird vom ASE umgesetzt und dauert voraussichtlich bis Sommer 2028. Bis zum dritten Quartal 2027 laufen die Bauarbeiten noch parallel mit der Netzdienste Rhein-Main GmbH (NRM) sowie der Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH (SRM).
Optimierte Verkehrssicherheit, gesteigerte Barrierefreiheit, mehr Grünfläche
Im Detail wertet das ASE inmitten des Bahnhofsviertels eine Fläche von rund 5700 Quadratmetern auf. Der Karlplatz erhält neue Sitzmöglichkeiten und mehr Begrünung, die angrenzende Karlstraße wird konsequent barrierefrei gestaltet – mit neu gepflasterten Gehwegen und neuen Querungen für den Fußverkehr. Radfahrerinnen und Radfahrer profitieren künftig von breiteren Radwegen, besonders seitlich des Karlplatzes.
Entlang der Karlstraße und auf dem Karlplatz pflanzt das Grünflächenamt neun Ulmen und acht Blaseneschen. Den Karlplatz ziert künftig ein japanischer Schnurbaum. Hierfür entsiegelt das ASE im Vorfeld 18 Flächen, die mit Pflanzsubstrat befüllt werden und als Baumbeete dienen. Die Bäume verbessern langfristig das Mikroklima, binden Kohlendioxid und spenden Schatten.
Mit der strategischen Neuordnung der Verkehrsflächen werden die Anforderungen an eine gerechte, zeitgemäße und nachhaltige Mobilität erfüllt. Im Sinne des Masterplanes Mobilität der Stadt Frankfurt am Main werden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Alle Mobilitätsformen werden dabei gleichberechtigt unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten berücksichtigt.
Stadt nutzt Synergien mit Partnern
Die Stadt verbindet ihre Arbeiten mit notwendigen Infrastrukturarbeiten der NRM und SRM. Hierdurch werden Synergien genutzt, Ressourcen gespart und die Einschränkungen, die eine Baustelle für Bürgerinnen und Bürger an so zentraler Stelle mit sich bringt, verkürzt. Die Finanzierung der Baumaßnahme erfolgt aus Mitteln des Bund-Länder-Programms Stadtumbau Hessen. Die Kosten für Planung und Bau belaufen sich auf rund 7,1 Millionen Euro.
Rettungsdienste und die Feuerwehr erreichen jederzeit alle Liegenschaften. Der Fuß- und Radverkehr kann das Baufeld passieren, die Grundstücke und Gebäude bleiben für sie erreichbar. Zeitweise Sperrungen werden so kurz wie möglich gehalten und frühzeitig angekündigt. Die Abholung und Entleerung der Mülltonnen sind sichergestellt.
Auswirkungen auf den Verkehr
Die geänderte Verkehrsführung bleibt bestehen: Wegen der Arbeiten bleibt die Karlstraße bis Sommer 2028 für den Durchgangsverkehr voll gesperrt.
Umfahrungsempfehlungen für den Durchgangsverkehr beginnen ab Baseler Platz wie folgt:
• in Richtung Höchst über Gutleutstraße und Camberger Straße
• in Richtung Messe/Norden über Gutleutstraße, Hafenstraße, Güterplatz und Hohenstaufenstraße
• in Richtung Innenstadt über Wilhelm-Leuschner-Straße, Hofstraße, Neue Mainzer Straße, Taunustor und Taunusanlage
Fußgängerinnen und Fußgänger werden auf beiden Seiten entlang der Baustelle geführt.
Infos zur Andienung des Hauptbahnhofs: Zusätzlich bleibt der Linksabbieger in die Poststraße in Höhe der Straße Am Hauptbahnhof voll gesperrt.
Änderungen bei Buslinien 64, N11, 59 bleiben bestehen
Wegen der Sperrung der Karlstraße bleiben die Änderungen bei mehreren Buslinien weiterhin bestehen:
• Für die Linie 64 Westhafen–Ginnheim entfällt die Haltestelle Hauptbahnhof/Karlstraße. Die Busse stoppen stattdessen an der Nachtbushaltestelle Platz der Republik der Linien N4/N16 in der Düsseldorfer Straße in Höhe der Niddastraße.
• Die Nachtbuslinie N11 Fechenheim–Höchst hält in Richtung Höchst zusätzlich an der Haltestelle Hauptbahnhof/Fernbusterminal. Die N11-Haltestelle Güterplatz in Richtung Höchst wird um die Ecke in die Hafenstraße verlegt, die N11-Haltestelle Platz der Republik entfällt.
• Aufgrund der verlängerten Fahrzeit der N11 kommt es auch bei den Nachtfahrten der Linie 59 Höchst–Unterliederbach in den Nächten Sonntag/Montag bis Donnerstag/Freitag zu Anpassungen des Fahrplans im Minutenbereich, da beide Linien miteinander verknüpft sind.
Weitere aktuelle Verkehrsinformationen finden sich unter mainziel.de.
(Text: PM Stadt Frankfurt)
