Mit dem Ende des Sommers beginnt für Igel eine wichtige Phase: Bis zum Winterschlaf müssen sie ausreichend Fettreserven aufbauen. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ruft deshalb zu besonderer Rücksicht auf die nachtaktiven Tiere auf. Vor allem Mähroboter sollten in der Dämmerung und nachts nicht eingesetzt werden.
Igel verlieren während des Winterschlafs einen erheblichen Teil ihres Körpergewichts. Dafür benötigen sie ausreichende Fettreserven und geschützte Schlafplätze, etwa unter Hecken, in Laub- und Reisighaufen oder in anderen Hohlräumen.
Mähroboter können zur tödlichen Gefahr werden
Die Bestände des Braunbrustigels gehen zurück. In Hessen steht die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste der Säugetiere und gehört zu den besonders geschützten Arten. Zu den Gefahren zählen der Verlust geeigneter Lebensräume, Straßenverkehr und Verletzungen bei der Gartenarbeit.
Besonders gefährlich können Mähroboter sein. Igel sind überwiegend in der Dämmerung und nachts unterwegs und fliehen bei Gefahr häufig nicht. Stattdessen verharren sie oder rollen sich ein. Bei einer Kollision mit einem Mähroboter drohen schwere bis tödliche Verletzungen. Bislang gibt es kein Mährobotermodell, das nachweislich als wildtiersicher eingestuft werden kann.
„Ein Igel, der sich zusammenrollt, hat gegen einen Mähroboter kaum eine Chance“, sagt Vizelandrat Lutz Köhler. „Deshalb unsere dringende Bitte: Lassen Sie Mähroboter nur tagsüber fahren und kontrollieren Sie die Fläche vorher. Wer seinen Garten außerdem mit Hecken, Laub und kleinen Rückzugsorten naturnah gestaltet, kann mit wenig Aufwand viel für den Schutz der Igel tun.“
So kann jeder helfen
Die Kreistierschutzbeauftragte des Landkreises, Dr. Christa Wilczek, empfiehlt, Hecken sowie Laub- und Reisighaufen als Rückzugsorte zu erhalten, Kellerschächte zu sichern und Flächen vor dem Mähen zu kontrollieren. Wer einen verletzten, kranken, auffällig geschwächten oder tagsüber umherirrenden Igel entdeckt, sollte sich an eine Igel-Auffangstation oder eine fachkundige Tierarztpraxis wenden und das Tier nicht vorschnell mitnehmen.
(Text: PM Landkreis Darmstadt-Dieburg)

