„Safer Grow“ in Frankfurt

(Symbolfoto: 7raysmarketing auf Pixabay)

Drogenreferat der Stadt Frankfurt veröffentlicht Broschüre zur Risikoreduzierung beim privaten Eigenanbau von Cannabis

Seit April 2024 dürfen Erwachsene Cannabis nicht nur besitzen, sondern auch zuhause anbauen. Doch der Eigenanbau birgt viele Fallstricke: Wie vermeide ich gesundheitsgefährdenden Schimmel? Was muss ich beachten, wenn Kinder und Jugendliche im Haushalt leben? Wie minimiere ich Brandrisiken bei der Elektronik wie Beleuchtung und Luftfilteranlagen? Welche rechtlichen Vorschriften sind einzuhalten?


Antworten auf diese Fragen gibt eine neue Broschüre des Drogenreferats der Stadt Frankfurt mit dem Titel „Safer Grow – Risiken reduzieren beim privaten Eigenanbau von Cannabis“. Auf zwanzig Seiten informiert sie über sieben Themen: vom Gesundheitsschutz über den Kinder- und Jugendschutz, den Umgang mit Nachbarschaft sowie Vermieterinnen und Vermietern, den Schutz von Haustieren, Brandschutz sowie die strafrechtlichen Risiken bis hin zur Risikoreduzierung beim Konsum.

„Offen über Risiken zu sprechen und aufzuklären – das ist für mich Prävention im besten Sinne“, erklärt Annika Funke, Leiterin des Drogenreferats. Die Broschüre fordere nicht dazu auf, Drogen anzubauen und zu konsumieren. Im Gegenteil: „Einen sicheren Konsum von Cannabis gibt es nicht“, stellt Funke klar. „Am sichersten ist es immer, auf den Konsum zu verzichten. Wer sich als Erwachsener dennoch dafür entscheidet, sollte seinen Konsum so sicher wie möglich gestalten.“ Dazu gehöre auch, Cannabis aus legalen Quellen zu beziehen, zum Beispiel aus dem eigenen Anbau, sagt Funke. „Bei Cannabis vom illegalen Markt weiß man nie, welche gefährlichen Substanzen beigemischt wurden.“

Der Anteil von Personen, die Cannabis zuhause anbauen, hat seit der Teillegalisierung stark zugenommen. Dies legen Befragungsstudien nahe. „Viele Menschen versuchen sich am Eigenanbau, ohne mit allen wichtigen Aspekten vertraut zu sein – daher ist es uns wichtig, aufzuklären“, sagt Funke. „Außerdem öffnet die Broschüre für diese Menschen eine Tür zu Angeboten der Beratung und Suchthilfe.“

Um die Vielfalt der Themen in der Broschüre abzudecken, kooperierte das Drogenreferat mit mehreren Ämtern der Stadt Frankfurt. Aber auch externe Akteurinnen und Akteure aus Forschung und Suchthilfe sowie eine Gruppe von Cannabis-Aktivistinnen und Aktivisten waren beteiligt. „Allen Mitwirkenden gilt unser herzlicher Dank“, betont Funke. „Ohne die vielen verschiedenen Expertisen und Perspektiven wäre ein solches Ergebnis nicht möglich gewesen.“

Die Broschüre steht in digitaler Form zur Verfügung. Für die Ansicht am Computer findet sich die Broschüre unter Broschüre „Safer Grow“: Computer, für eine Ansicht per Mobiltelefon findet sie sich unter Broschüre „Safer Grow“: Mobiltelefon. Personen und Organisationen aus Frankfurt können sie auch in gedruckter Form kostenfrei per E-Mail an drogenreferat@stadt-frankfurt.de bestellen.

(Text: PM Drogenreferat Stadt Frankfurt)